Archiv der Kategorie: Rezepte

Scholle oder Dorschfilet gebraten

Kabeljau
Von Hans-Petter Fjeld – Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8399498
Gebackene Dorsch- bzw. Kabeljaufilets mit Kartoffelsalat sind bei uns traditionelles Weihnachtsessen. Sonst esse ich Scholle und Dorsch aber lieber gebraten. Das Gericht ist ein sehr einfach und schnell zuzubereiten und sorgt für eine abwechslungsreiche Kost.
Während die Kartoffeln¹ für die Petersilienkartoffeln kochen, bereite ich die Knoblauchsoße zu. Für Fisch verwende ich die ganz einfache Sauce, die aus Joghurt, Schnittknoblauch, etwas Knoblauch, Salz und bunten oder weißen Pfeffer besteht. Oder, wenn ich Sauerrahm statt Joghurt verwende, dann erhitze ich den gepressten Knoblauch in Butter, gebe die Kräuter und den Rahm dazu und lasse sie etwas eindicken.

Bei den Fischgewürzen habe ich schon viele Varianten ausprobiert, aber ich verwende jetzt meist nur noch Salz und Pfeffer und entweder Thymian oder Dill und manchmal etwas Sojasauce und Chili. Nach dem würzen in Mehl wenden und in heißem Öl goldgelb braten. Garniert wird der Fisch mit Zitrone und Petersilie.


¹ Anmerkung zur Orthographie: der Plural ist „die Kartoffeln“ und ich koche sie nicht einzeln; Flexionsklasse:-/en; Besonderheiten: e-Tilgung bei en

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Kartoffelgulyas

Kerbel
Von 4028mdk09 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19114935

Klein würfelig geschnittenen Speck und Zwiebel glacieren und je nach Geschmackswunsch Paprika, Salz, Pfeffer, Chili, Thymian, Oregano, Curry und Bohnen- und/oder Kerbelkraut dazu geben. Mit Rindsuppe aufgießen und würfelig geschnittene Kartoffeln und Wurst dazu geben – weich dünsten. Dazu passt gut eine Semmel.

Obwohl dieses Gericht schnell und einfach zubereitet wird und mir auch gut schmeckt, denke ich selten daran, wenn ich mich immer wieder frage, was ich heute wohl koche. Daher kommt es hier zu meinen Rezepten, wo ich nachsehe, wenn mir gar nichts einfällt.

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Veganer Käse?

Nein, hier geht es nicht um „so ein Kaas“, sondern ich habe gerade einen interessanten Artikel gelesen „Veganer Käse: Die 10 besten Käse-Alternativen„. Ich esse sehr gerne Käse und zwar bis jetzt mit gutem Gewissen, denn bei Milch handelt es sich ja nur um Tierprodukte und nicht um  Fleisch. Ich bin der Autorin, Anna-Lena Klapp BSc., auch dankbar für die vielen Alternativen und Hinweise, aber nicht so glücklich bin ich über die Absätze „Traumatische Erlebnisse für Kühe und Kälber“, „Käse in der Klimabilanz schlechter als Fleisch“, „Hohe Säurebelastung durch Käse“ und „Käse- und „Fleischkonsum so schädlich wie Rauchen“.

Rezepte mit Käseersatz ist interessant und auch Die 10 besten Ei-Alternativen: Kochen und Backen ohne Ei, obwohl ich auf Eier nicht verzichten möchte.

Milchersatz: Die 10 besten veganen Milch-Alternativen finde ich sehr gut, Fischersatz: 10 vegane Alternativen zu Fisch, Kaviar und Co. hingegen sonderbar.

Fleischersatz: Die 10 besten veganen Fleischalternativen interessant und 10 vegane Alternativen zu Butter, Joghurt, Quark, Sahne und Co. ebenfalls.
Auf Vegane Süßigkeiten stehe ich nicht so besonders, aber der Blog ist informativ.

Zum Schluss frage ich mich nur noch, wie ich wohl meinen Bedarf an Orotsäure decken soll, wenn ich auf Schaf- und Ziegenkäse verzichten möchte?

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Gemüse-Gurkensuppe

Variante flott:
Zwiebeln fein hacken, die geschälten Salatgurken grob würfeln. Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln und Gurken darin anschwitzen. Gemüsebrühe dazu und etwa 10 Minuten köcheln lassen. Pürieren mit Brühe die Konsistenz einstellen und mit Sal und weißen Pfeffer abschmekcne. Beim anrichten einen Löffel Crème fraîche und Croûtons oben auf und ev. mit Dille dekorieren.

Variante kalt mit Walnüssen:
Die Gurke schälen, entkernen, würfelig schneiden und salzen. Die Flüssigkeit abgießen und die Gurkenwürfel ein bisschen ausdrücken.
Ausgepressten Knoblauch mit dem Salz, Joghurt und Crème fraîche vermengen. Walnüsse und Dill fein hacken und mit etwa Olivenöl zur Suppe geben, die noch mit weißem Pfeffer abgeschmeckt wird. Mit Dill bestreuen und sehr kalt servieren.

Variante kalt mit Krabben:
Gurke wie oben behandeln, aber dann fein pürieren, mit Gemüsefond und Joghurt vermengen. Fein gehackte Dill und Pfefferminze dazu und mit Salz, weißen Pfeffer und wenig Cumin abschmecken. Kühl stellen und mit einer fein gehackten Schalotte und den Krabben gut gekühlt servieren.

Variante die mir immer sehr gut schmeckt, auch wenn die Sonne grade nicht herunter brennt:
Suppengemüse (Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel und Lauch) und Kartoffeln werden würfelig geschnitten (der Lauch natürlich in Streifen, aber das liegt ganz bei Ihnen), im Gemüsefond gekocht und mit Salz und weißen Pfeffer abschmeckt. Wenn Gemüse und Kartoffeln weich sind, die grob geraspelten Gurken dazu geben und aufkochen. Kokosmilch dazu und mit etwas Sojasauce abschmecken. Mit Petersilie bestreuen und wenn jemand Fleisch zu seiner Mahlzeit braucht, gibt er ein paar separat gekochte Selchripperl hinein. Dazu esse ich Toastbrot.

Das Bild zeigt diese Variante, allerdings hätte ich es die schelle, schlampige Variante nennen sollen, denn ich nahm mir nicht einmal Zeit, denn Tellerrand abzuwischen und eine schöne Serviette aufzulegen. Entschuldigung, aber ich war wirklich hungrig. 😉

Endlich muss ich nicht mehr nur Tzatziki, Gurkensalt und Bauernsalat essen, wenn ich zu viele Gurken zuhause habe.

Anmerkung zum Gemüsefond (Brühe): Ich dünste oder dämpfe Gemüse nicht, sondern ich koche oder blanchiere es, wobei ich den Gemüsefond immer weiter pflege. Ab und zu kommt ein Würfel Gemüsebrühe dazu, aber normalerweise habe ich mit meiner Methode immer einen 1/2 Liter konzentrierte Gemüsebrühe im Kühlschrank. Ja, die besten Köche kochen eben doch nicht mit Wasser. 😉

Mit meinem Bratensaft pflege ich übrigens einen ähnlichen Kult. Wenn ich das halbe Liter einmal auffüllen muss, geschieht das mit 1 Teil Honig, 1 Teil Olivenöl und 1 Teil Sojasauce. Bei jedem Braten von Fleisch kommt der Bratensaft dazu und manchmal gare ich in dieser Bratensaft-Marinaden-Sauce Filetspitzen oder Medaillons vom Schweinslungenbraten, die dann meist mit Kartoffelgratin und Salat serviert werden.

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Frischkäse selbst gemacht

1280px-Panir_Paneer_Indian_cheese_freshHeute beschreibe ich einmal ausführlich, das schwierigste aller Rezepte, die ich kenne, nämlich für Frischkäse:

1 Liter Milch erhitzen bis sie hoch steigt – den Saft von 1er Zitrone hinein pressen – fertig.

Etwas stehen lassen, damit sich die Molke und geronnene Milch trennen in ein Sieb ein Geschirrtuch geben und das Ganze hinein schütten. Beim Auspressen winde ich das Geschirrtuch und so kommt sofort ein schön verdrehter Frischkäse zum Vorschein, sobald ich das Tuch öffne.
Der vedischen Kochkunst konnte ich nicht sehr viel abgewinnen, aber einige Gerichte koche ich immer wieder ganz gerne. Dazu gehört vor allem Sambar und diverse Arten von Dal. Dieser Frischkäse wird dort als Paneer oder auch Chenna bezeichnet und es gibt natürlich Variationen mit Zitronensäure, Joghurt und Molke.
Auf Wikipedia schreiben sie Panir und auf dem Foto, welches von genannter Seite stammt, ist ein frisch gepresster Frischkäse zu sehen. Ich empfehle aber das Tuch beim Pressen richtig einzudrehen, soweit es geht, dann bekommt er eine wirklich schöne Form. Vom Essen mit Kräutern und Ölen brauche ich wohl nichts erzählen, denn jeder wird wohl selbst wissen, wie er ihn am liebsten mag.
Auch selbst gemachtes Joghurt (Dahi) oder frittierte Fladenbrötchen aus Vollweizen (Puri) mache ich öfter. Besonders gut schmecken die Kela puri )Bananen-Puris, die in einer Viertelstunde zubereitet sind. Dann lässt man sie noch eine Viertelstunde rasten und frittiert sie in Pflanzenöl.
Zutaten:
300 g Vollweizenmehl, 50 g Kichererbsenmehl, 2 reife Bananen, etwas Ghee oder zerlasse Butter und 2 TL Zucker.
Würzen mit Cayennepfeffer, Turmerik, Kreuzkümmelsamen, Salz.
Daraus einen Teig kneten und etwas rasten lassen – frittieren und mmmhh.

Also wer sich vegetarisch ernähren will und Reis, Hülsenfrüchte, Gemüse und Milchprodukte mag, findet in der Vedischen Küche sicherlich gute Anregungen.


Bildquelle: Wikipedia; hochgeladen von Stanhopea; unter Creative-Commons-Lizenz.

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