Archiv der Kategorie: Rezepte

Veganer Käse?

Nein, hier geht es nicht um „so ein Kaas“, sondern ich habe gerade einen interessanten Artikel gelesen „Veganer Käse: Die 10 besten Käse-Alternativen„. Ich esse sehr gerne Käse und zwar bis jetzt mit gutem Gewissen, denn bei Milch handelt es sich ja nur um Tierprodukte und nicht um  Fleisch. Ich bin der Autorin, Anna-Lena Klapp BSc., auch dankbar für die vielen Alternativen und Hinweise, aber nicht so glücklich bin ich über die Absätze „Traumatische Erlebnisse für Kühe und Kälber“, „Käse in der Klimabilanz schlechter als Fleisch“, „Hohe Säurebelastung durch Käse“ und „Käse- und „Fleischkonsum so schädlich wie Rauchen“.

Rezepte mit Käseersatz ist interessant und auch Die 10 besten Ei-Alternativen: Kochen und Backen ohne Ei, obwohl ich auf Eier nicht verzichten möchte.

Milchersatz: Die 10 besten veganen Milch-Alternativen finde ich sehr gut, Fischersatz: 10 vegane Alternativen zu Fisch, Kaviar und Co. hingegen sonderbar.

Fleischersatz: Die 10 besten veganen Fleischalternativen interessant und 10 vegane Alternativen zu Butter, Joghurt, Quark, Sahne und Co. ebenfalls.
Auf Vegane Süßigkeiten stehe ich nicht so besonders, aber der Blog ist informativ.

Zum Schluss frage ich mich nur noch, wie ich wohl meinen Bedarf an Orotsäure decken soll, wenn ich auf Schaf- und Ziegenkäse verzichten möchte?

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Gemüse-Gurkensuppe

Variante flott:
Zwiebeln fein hacken, die geschälten Salatgurken grob würfeln. Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln und Gurken darin anschwitzen. Gemüsebrühe dazu und etwa 10 Minuten köcheln lassen. Pürieren mit Brühe die Konsistenz einstellen und mit Sal und weißen Pfeffer abschmekcne. Beim anrichten einen Löffel Crème fraîche und Croûtons oben auf und ev. mit Dille dekorieren.

Variante kalt mit Walnüssen:
Die Gurke schälen, entkernen, würfelig schneiden und salzen. Die Flüssigkeit abgießen und die Gurkenwürfel ein bisschen ausdrücken.
Ausgepressten Knoblauch mit dem Salz, Joghurt und Crème fraîche vermengen. Walnüsse und Dill fein hacken und mit etwa Olivenöl zur Suppe geben, die noch mit weißem Pfeffer abgeschmeckt wird. Mit Dill bestreuen und sehr kalt servieren.

Variante kalt mit Krabben:
Gurke wie oben behandeln, aber dann fein pürieren, mit Gemüsefond und Joghurt vermengen. Fein gehackte Dill und Pfefferminze dazu und mit Salz, weißen Pfeffer und wenig Cumin abschmecken. Kühl stellen und mit einer fein gehackten Schalotte und den Krabben gut gekühlt servieren.

Variante die mir immer sehr gut schmeckt, auch wenn die Sonne grade nicht herunter brennt:
Suppengemüse (Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel und Lauch) und Kartoffeln werden würfelig geschnitten (der Lauch natürlich in Streifen, aber das liegt ganz bei Ihnen), im Gemüsefond gekocht und mit Salz und weißen Pfeffer abschmeckt. Wenn Gemüse und Kartoffeln weich sind, die grob geraspelten Gurken dazu geben und aufkochen. Kokosmilch dazu und mit etwas Sojasauce abschmecken. Mit Petersilie bestreuen und wenn jemand Fleisch zu seiner Mahlzeit braucht, gibt er ein paar separat gekochte Selchripperl hinein. Dazu esse ich Toastbrot.

Das Bild zeigt diese Variante, allerdings hätte ich es die schelle, schlampige Variante nennen sollen, denn ich nahm mir nicht einmal Zeit, denn Tellerrand abzuwischen und eine schöne Serviette aufzulegen. Entschuldigung, aber ich war wirklich hungrig. 😉

Endlich muss ich nicht mehr nur Tzatziki, Gurkensalt und Bauernsalat essen, wenn ich zu viele Gurken zuhause habe.

Anmerkung zum Gemüsefond (Brühe): Ich dünste oder dämpfe Gemüse nicht, sondern ich koche oder blanchiere es, wobei ich den Gemüsefond immer weiter pflege. Ab und zu kommt ein Würfel Gemüsebrühe dazu, aber normalerweise habe ich mit meiner Methode immer einen 1/2 Liter konzentrierte Gemüsebrühe im Kühlschrank. Ja, die besten Köche kochen eben doch nicht mit Wasser. 😉

Mit meinem Bratensaft pflege ich übrigens einen ähnlichen Kult. Wenn ich das halbe Liter einmal auffüllen muss, geschieht das mit 1 Teil Honig, 1 Teil Olivenöl und 1 Teil Sojasauce. Bei jedem Braten von Fleisch kommt der Bratensaft dazu und manchmal gare ich in dieser Bratensaft-Marinaden-Sauce Filetspitzen oder Medaillons vom Schweinslungenbraten, die dann meist mit Kartoffelgratin und Salat serviert werden.

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Frischkäse selbst gemacht

1280px-Panir_Paneer_Indian_cheese_freshHeute beschreibe ich einmal ausführlich, das schwierigste aller Rezepte, die ich kenne, nämlich für Frischkäse:

1 Liter Milch erhitzen bis sie hoch steigt – den Saft von 1er Zitrone hinein pressen – fertig.

Etwas stehen lassen, damit sich die Molke und geronnene Milch trennen in ein Sieb ein Geschirrtuch geben und das Ganze hinein schütten. Beim Auspressen winde ich das Geschirrtuch und so kommt sofort ein schön verdrehter Frischkäse zum Vorschein, sobald ich das Tuch öffne.
Der vedischen Kochkunst konnte ich nicht sehr viel abgewinnen, aber einige Gerichte koche ich immer wieder ganz gerne. Dazu gehört vor allem Sambar und diverse Arten von Dal. Dieser Frischkäse wird dort als Paneer oder auch Chenna bezeichnet und es gibt natürlich Variationen mit Zitronensäure, Joghurt und Molke.
Auf Wikipedia schreiben sie Panir und auf dem Foto, welches von genannter Seite stammt, ist ein frisch gepresster Frischkäse zu sehen. Ich empfehle aber das Tuch beim Pressen richtig einzudrehen, soweit es geht, dann bekommt er eine wirklich schöne Form. Vom Essen mit Kräutern und Ölen brauche ich wohl nichts erzählen, denn jeder wird wohl selbst wissen, wie er ihn am liebsten mag.
Auch selbst gemachtes Joghurt (Dahi) oder frittierte Fladenbrötchen aus Vollweizen (Puri) mache ich öfter. Besonders gut schmecken die Kela puri )Bananen-Puris, die in einer Viertelstunde zubereitet sind. Dann lässt man sie noch eine Viertelstunde rasten und frittiert sie in Pflanzenöl.
Zutaten:
300 g Vollweizenmehl, 50 g Kichererbsenmehl, 2 reife Bananen, etwas Ghee oder zerlasse Butter und 2 TL Zucker.
Würzen mit Cayennepfeffer, Turmerik, Kreuzkümmelsamen, Salz.
Daraus einen Teig kneten und etwas rasten lassen – frittieren und mmmhh.

Also wer sich vegetarisch ernähren will und Reis, Hülsenfrüchte, Gemüse und Milchprodukte mag, findet in der Vedischen Küche sicherlich gute Anregungen.


Bildquelle: Wikipedia; hochgeladen von Stanhopea; unter Creative-Commons-Lizenz.

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Wirte vom Aussterben bedroht?

Gestern habe ich einen Artikel geschrieben, den man auch mit „Die hohe Schule der modernen EU-Kochkunst“ betiteln könnte. Heut frage ich mich, ob es noch lange bodenständige gute Hausmannskost bei Wirten geben kann, oder ob bald nur noch die Produkte der Lebensmittelindustrie und Fastfood-Ketten aufgewärmt werden. Beim Nichtraucherschutz hörte ich Stimmen, die meinten, das käme einer Enteignung gleich. Heute höre ich Stimmen, die Wirte werden entmündigt. Es würde mich nicht wundern, hörte ich morgen, von einem neuen Riesenskandal, der Korruption der EU und Bestechung durch Lebensmittelindustrie und Fastfood-Ketten zum Inhalt hat.
Beim Nichtraucherschutz empfahl ich den Wirten noch, dass sie die Religion der Raucher gründen sollen. Damit wären sie sicher fein aus dem Schneider. Aber bei der neuen Allergen-Verordnung bin ich auch schon ziemlich ratlos. Ich glaube ich würde es machen, wie Helga Matthey, Wirtin in Bad Ischl, die Allergikern einen anderen Betrieb empfiehlt. Ja wer als Wirt mit Liebe, aufwendig und mit künstlerischen Ambitionen sein Herzblut in seine Kochkunst stecken will, der sollte lieber gleich zusperren und Platz für einen Burger-Irgendwas oder Mc Schnellimbiss machen. Kann von diesen EU-Schildbürgerkommissaren ein einziger kochen? Ich koche gerne, habe es sogar vor 50 Jahren richtig in einer Lehre gelernt und alle sind von meinen Kochkünsten, manchmal auch vegetarisch und Hausmannskost, begeistert. Ich weiß aber nachher nie, was ich alles in die Sauce gab. Ich stehe vor dem Kochtopf und lasse mich von meinem Gewürz- und Kräuterregal inspirieren. Wenn mir der Duft in die Nase steigt und ich verkoste, fällt es mir plötzlich ein und ich greife nach dem richtigen Glas mit Zutaten, Kräutern und Gewürzen aus aller Welt. Es ginge nur so, dass mich dabei jemand versteckt (sonst verliere ich die Inspiration) beobachtet und mit-schreibt, was da alles hineinkommt. Dann bräuchte man ein wissenschaftliches Komitee, dass die darin enthaltenen Allergene klassifiziert.
Ehrlich gefragt: „Geht’s noch ein bisserl depperter?“.
In meinen ersten 30 Lebensjahren (in der Zeit absolvierte ich auch die Kochlehre), habe ich keinen einzigen Allergiker gekannt und nie etwas von Allergien gehört. Heute muss jeder mehrere haben, sonst ist er nicht „in“. Ich kenne jetzt Leute, die hatten vor Jahren eine Milchallergie oder Laktoseintoleranz, dann wurde diese wie durch ein Wunder geheilt und sie sollten histaminhaltige Nahrungsmittel meiden, dann kam die Katzenhaar- und Pollenallergie, heute hat dieselbe Person nur noch eine Fischallergie.
Ehrlich gefragt: „Geht’s noch ein bisserl depperter?“.
Ich glaube, wenn jemand wirklich eine gefährliche Allergie hat, dann weiß er, was er nicht essen darf und kann danach fragen. So hat es zumindest gut 2000 Jahre lang funktioniert, aber da waren die Lebensmittelindustrie und die Fastfood-Ketten eben noch nicht so mächtig. Und es gab keine kopflastige EU, wo völlig Ahnungslose über die kleinste Kleinigkeit in unserem Leben bestimmen dürfen.
Es wundert mich ja, dass ich noch ohne Erlaubnis von der EU sch.. gehen darf. Aber vielleicht habe ich die neueste WC-Verordnung auch nur übersehen und werde demnächst ohnehin bestraft.


Bild zeigt einen selbstgemachten Humus als Vorspeise

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Helmelohs universal Honig-Senf Kräutersauce

für die kalte Küche.
Es gibt so viele Variationen von Honig-Senf Saucen und von Erweiterungen der Vinaigrette, dass man stundenlang dazu lesen könnte. Meine Variation habe ich sonst aber noch nirgends gefunden. Eigentlich stammt die Basis von einem alten Rezept für eine traditionelle Wiener Schnittlauchsauce, die ich für fast alle Salatsaucen und viele Dipps als Grundlage verwende.
Ich nehme ein paar alte Semmerl oder Toastbrot und entferne die Rinde. Aus der mache ich dann je nach Bedarf Croutons, Brösel oder Semmelbröckerl. Dann schneide ich das weiße Brot ohne Rinde in grobe Würfeln und gieße Milch darüber. Eventuell nach einer Zeit wiederholen, bis das Weißbrot nicht mehr Milch aufsaugen kann. Inzwischen koche ich ein paar Eier hart und schneide diese ebenfalls grob und gebe sie zu dem milchgetränkten Weißbrotwürfeln.
Gut püriert und manchmal mit ein wenig Joghurt versetzt, ist das auch schon meine Basis. Für meine Standard-Honig-Senf-Kräutersauce setze ich dann mit den Zutaten eine Vinaigrette eine Mayonaise an. Das heißt ich nehme ein ganzes Ei (also mit Eiklar zum Unterschied von einer Mayonnaise) etwas Rotweinessig oder Weißweinessig (manchmal auch einen Walnussessig oder einen weißen Balsamico), fein zerhackte Schalotte, scharfen Dijon und zu gleichen Teilen süßen Senf, etwas Salz und Pfeffer und Honig in eine Schüssel. Dann gebe ich Oliven- oder Erdnussöl (manchmal nehme ich auch andere Pflanzenöle, wie z.B. Leinöl) dazu und zwar so, wie wenn ich eine Mayonnaise machen würde. Also langsam in einem hauchdünnen Strahl unter ständigem pürieren. Jetzt mit meiner Grundsauce mischen und Kräuter (meist frische aus dem Blumenkisterl) nach Bedarf beigen, fertig ist meine Honig-Senf-Kräutersauce. Manchmal schmecke ich sie noch mit fertiger Worcestersauce oder nur mit Sojasauce ab, wenn ich ich weiß, dass es meine Gäste mögen, oder wenn ich nur für mich koche.

Ideal für einen Salat, wobei ich die diverse grüne Blattsalate in streifen schneide und mit wenig Kürbiskernöl, dunklen Balsamico, Salz und Pfeffer würze, bevor Tomaten, Paprika und was ich eben so im Kühlschrank habe und dazu passt (Oliven, getrocknete Tomaten, Lauch, Jungzwiebel, …), in Streifen geschnitten, dazu gebe. Vielleicht ein gekochtes Ei und ein paar Hünerbruststreifen, oder die Reste von einer gebratenen Ente, Schaf- oder Ziegenkäse darauf legen und ein paar Spuren mit Honig-Senf Kräutersauce darüber ziehen, die auch in einer Schale separat dazu gereicht wird. Ein gutes, weißes Gebäck (z. B. ein kurz angetoastets Körndlbaguette) gehört auf jeden Fall dazu, damit man auch die Reste der Sauce noch auftunken kann. 😉 Mahlzeit!

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