Archiv der Kategorie: Politik

«Waisenkinder»-Prozess im Tschad eröffnet

Sechs Mitarbeiter der französischen Hilfsorganisation «Arche de Zoé» sind wegen Kindesentführung angeklagt. Sie wollten 103 angebliche Waisenkinder nach Europa ausfliegen und in Pflegefamilien unterbringen. Weiterlesen auf «Waisenkinder»-Prozess im Tschad eröffnet

Sechs wegen Kindesentführung angeklagte Mitarbeiter der französischen Hilfsorganisation Arche de Zoé stehen seit Freitag im Tschad vor Gericht. Die vier Männer und zwei Frauen müssen sich vor dem Strafgerichtshof in der Hauptstadt des zentralafrikanischen Landes, N’Djamena, verantworten. Die Franzosen waren im Oktober festgenommen worden, weil sie versucht hatten, 103 angebliche Waisenkinder aus der sudanesischen Krisenregion Darfur auszufliegen. Ihnen drohen bis zu 20 Jahre Zwangsarbeit.

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Vom Lesen und vom Schreiben

Pirls-Studie: Österreich ist Mittelmaß beim Lesen!

„Viertklassler erreichten Rang 20 von 45 Ländern. Jedes sechste Kind ist „Risikoschüler“. Zuwanderer schneiden hierzulande auffallend schlecht ab“, heißt es da. Mein Gott, die tun ja gerade so, als ob das wichtig wäre. Jodln und Rodln können keine Todeln, beim Lesen ist ja nichts dabei, davon – machen wir uns frei. Mittelmaß genügt uns doch und nach der nächsten Rechtschreibreform sieht das alles wieder anders aus.
Der Fisch, der stinkt vom Kopfe her – besser sag ich dazu nichts mehr!
Siehe dazu auch Bild ==> Bildung != Gesamtschule
Was meint der Standard dazu:

KandidatInnen aus Russland und Hongkong liegen vorne – Österreich auf Rang 20 von 45, besonders viele „Risikoschüler“ – Mädchen in allen Staaten besser als Burschen …

Ergebnisberichte Pirls 2006 zum Download (pdf)
Artikel zum Thema Pirls-Studie:
PIRLS-Studie: Österreichs SchülerInnen lesen „mittelmäßig“
Österreich ist Mittelmaß beim Lesen
und Untersuchungen zur Lesekompetenz

Natürlich heiße ich die Pirls-Studie gut, denn PISA genügt auf keinen Fall – wie ich schon gesagt habe: „prüfen, prüfen,prüfen und dann testen, testen, testen – lernen können sie ja in der Pause oder zuhause“.

PIRLS 2006 – Progress in International Reading Literacy Study
PIRLS – Progress in International Reading Literacy Study

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Politisch assoziiertes Austrofarbenkasterl

Das man zu den Schwarzen nicht mehr Neger sagen darf ist eine weiter Schikane unserer Regierung, denn da müssen sie doch ihre Identität verlieren, weil das müsste doch ein umkehrbarer, genau dann und nur dann Schluss sein, oder? Ein Neger ist eine Schwarzer und dann und nur dann ist ein Schwarzer ein Neger, oder haben Sie schon einmal einen schwarzen Neger gesehen.
die övp ist schwarz und jedes kleine kind weiß genau, dass ein schwarzer nie auch gleichzeitig neger (schwarzer mann oder bargeldlos) ist.
Es stellt überhaupt alles auf den Kopf, denn dann sind womöglich die Roten auch keine Indianer mehr. Was machen sie dann aber im Parlament, frage ich mich?
Des ist doch eine Grüne (greani von grea), oder sogar eine konspirative Verschwörung vom permanent blauen Haider, dem eh schon die Orangen abgefallen sind. Apropos Orangen, wieso sich die nicht die Gelben nennen, versteht auch keiner, da könnte man wenigstens von der gelben Gefahr sprechen und einen großen Bruder vermuten. So aber assoziert man höchstens Saft und eine gespritzte Schale. Ich glaube, ich muss wieder weiß wählen (;-)

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Bundesminister Steinmeier: Anlass zur Hoffnung auf neue Friedensordnung auf der koreanischen Halbinsel

Zum Abschluss des dreitägigen innerkoreanischen Gipfeltreffens zwischen Präsident Roh Moo-Hyun und Generalsekretär Kim Jong Il in Pjöngjang (02.10-04.10) erklärte Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier heute (04.10) in Berlin:

„Ich begrüße den erfreulichen Verlauf des innerkoreanischen Gipfels. Beide Seiten haben nach langer Zeit wieder eine Perspektive für eine dauerhafte Friedensordnung auf der koreanischen Halbinsel eröffnet.

Die Bundesregierung verfolgt alle Bemühungen zur Verringerung der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel mit besonderer Sympathie. Nun sind die direkt am innerkoreanischen Konflikt beteiligten Parteien gefragt, die Voraussetzungen für baldige Verhandlungen über einen Friedensvertrag zu schaffen. Deutschland ist sehr gerne bereit, seine Erfahrungen aus dem deutsch-deutschen Verhältnis mit seinen koreanischen Gesprächspartnern zu teilen.

Die Bundesregierung begrüßt auch nachdrücklich, dass im Rahmen der Sechsparteiengespräche auch eine Einigung auf weitere Schritte auf dem Weg zur Beendigung des nordkoreanischen Nuklearkonflikts erfolgt ist. Wir erwarten nun, dass Nordkorea, wie vereinbart, seine Nuklearprogramme vollständig offen legt und in das internationale Nichtverbreitungsregime zurückkehrt.“

Der heute zu Ende gegangene Gipfel war erst der zweite seit dem Koreakrieg (1950-53). Zuletzt hatten sich Generalsekretär Kim Jong Il und der damalige südkoreanische Präsident Kim Dae-Jung vor sieben Jahren, im Juni 2000, ebenfalls in Pjöngjang getroffen. Nach dem Waffenstillstand im Jahr 1953 wurde bis heute kein Friedensvertrag geschlossen. Zuletzt wurden Annäherungen in dieser Frage durch das nordkoreanische Atomprogramm behindert.

Im Rahmen der so genannten Sechsparteiengespräche hat sich Nordkorea nunmehr verpflichtet, seine Nuklearaktivitäten bis Ende des Jahres offen zu legen und seine Nuklearanlagen unbrauchbar zu machen.

Der südkoreanische Außenminister Song Min-soon wird am kommenden Dienstag (09.10.) zu Gesprächen mit Bundesaußenminister Steinmeier in Berlin erwartet.

Frühere Pressemeldungen zum Thema:

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Bundesminister Steinmeier: Auswärtiges Amt erhöht humanitäre Hilfe für Flutopfer in Afrika

Das Auswärtige Amt hat wegen der weiteren Verschlechterung der Lage in den Überschwemmungsgebieten Afrikas seine humanitäre Hilfe erneut um 200.000 Euro auf nunmehr 632.000 Euro aufgestockt.

Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier erklärte dazu heute in Berlin:

„Die Situation der Menschen in den Überschwemmungsgebieten bleibt sehr angespannt. Das Auswärtige Amt und die Botschaften vor Ort beobachten die Lage aufmerksam und stehen auch weiterhin bereit, schnell und in enger Zusammenarbeit mit den Nothilfeorganisationen Hilfe zu leisten.“

Mit den zusätzlichen Mitteln wird noch heute ein zehnköpfiges Team der „Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser-Ausland“ (SEEWA) der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) nach Uganda entsandt. In der Region Katakwi im Nordosten des Landes wird das Team Trinkwasser für zwei Flüchtlingscamps aufbereiten, die Wasserqualität prüfen und Brunnen reinigen.

In Mali und Ruanda werden obdachlos gewordene Familien mit Zelten, Haushaltsgegenständen, Decken, Kleidung und Zusatznahrung versorgt. Die Mittel dienen außerdem zur Verbesserung der sanitären Lage und der Hygiene.

In den letzten Wochen hatte das Auswärtige Amt bereits 430.000 Euro für Nothilfeartikel und Nahrungsmittel zugunsten der Flutopfer im Sudan, in Uganda und Ghana zur Verfügung gestellt. Weitere Nothilfemaßnahmen sind für die betroffenen Regionen in Vorbereitung.

Siehe dazu auch Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA)

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