Archiv der Kategorie: Linux

Ubuntu 16.04 – Desktop Icon zur Startleiste hinzufügen

darstellung
Da ich die Möglichkeit dazu nicht auf Anhieb gefunden habe, suchte ich mit Google danach. Da gibt es Tools und alle möglichen Infos, die mir aber alle viel zu umständlich waren. Daher sah ich noch einmal unter „Systemeinstellungen“ nach und da findet man bei „Anzeige“ einen Reiter namens „Verhalten“.
Dort kann man das Symbol für den Schreibtisch (Desktop) zur Startleiste hinzufügen und was noch genialer ist, man kann auch die Arbeitsflächen aktivieren. Da kann jeder Windows Benutzer nur blass vor Neid werden, denn wir können auf mehreren Arbeitsflächen arbeiten.

(29)

dd

dd dient zum bit-genauen Kopieren von Festplatten, Partitionen oder Dateien. „Bit-genaues“ Kopieren bedeutet, dass der Datenträger Bit-für-Bit bzw. Byte-für-Byte ausgelesen und beschrieben wird, unabhängig von dessen Inhalt und Belegung. dd funktioniert grundsätzlich mit allen Dateisystemen auf die Ubuntu / Linux zugreifen kann (z.B. ext2/3, reiserfs, vfat, ntfs etc.). Es funktioniert auch mit CD/DVD-Dateisystemen, allerdings nur für Daten-CDs/DVDs.

Verwendung: dd [OPERAND…]
oder: dd OPTION
Kopieren einer Datei, Konvertierung und Formatierung gemäß der Operanden.

bs=BYTES BYTES Bytes auf einmal lesen und schreiben (siehe ibs=,obs=)
cbs=BYTES BYTES Bytes auf einmal konvertieren
conv=CONV Datei gemäß kommagetrennter Schlüsselwörter‐Liste konvertieren
count=N nur N Eingabeblöcke kopieren
ibs=BYTES Lesen von BYTES Bytes auf einmal (Voreinstellung: 512)
if=DATEI aus DATEI statt von der Standardeingabe lesen
iflag=FLAGS anhand der kommagetrennten Symbolliste lesen
obs=BYTES BYTES Bytes auf einmal schreiben (Voreinstellung: 512)
of=DATEI in DATEI statt in die Standardausgabe schreiben
oflag=FLAGS anhand der kommagetrennten Symbolliste schreiben
seek=N N obs‐große Blöcke am Anfang der Ausgabe überspringen
skip=N N ibs‐große Blöcke am Anfang der Eingabe überspringen
status=WELCHE WELCHE Info nicht auf dem Standardfehlerkanal ausgegeben
werden soll. „noxfer“ unterdrückt die übertragungsstatistik
und „none“ alle Ausgaben

N und BYTES können folgende multiplikative Endungen tragen:
c=1, w=2, b=512, kB=1000, K=1024, MB=1000×1000, M=1024×1024, xM=M
GB=1000×1000×1000, G=1024×1024×1024, und so weiter für T, P, E, Z, Y.

Jedes CONV‐Symbol kann sein:

ascii von EBCDIC in ASCII
ebcdic von ASCII in EBCDIC
ibm von ASCII in alternatives EBCDIC
block mit Zeilenumbrüchen terminierte Datensätzen durch
Leerzeichen bis zur cbs‐Größe auffüllen
unblock nachlaufende Leerzeichen in Datensätzen von
cbs‐Größe mit Zeilenumbrüchen ersetzen
lcase Großbuchstaben in Kleinbuchstaben ändern
ucase Kleinbuchstaben in Großbuchstaben ändern
swab Jedes Paar von Eingabebytes vertauschen
sync jeden Eingabeblock mit NULLen zur ibs‐Größe auffüllen; wenn mit
„block“ oder „unblock“ benutzt, stattdessen mit Leerzeichen
excl scheitert, wenn das auszugebende Byte bereits existiert
nocreat Die Ausgabedatei wird nicht erzeugt
notrunc Die Ausgabedatei wird nicht abgeschnitten
noerror nach Lesefehlern fortfahren
fdatasync vor Beendigung Ausgabedatendatei physisch schreiben
fsync genauso, zusätzlich auch die Metadaten

Jedes Symbol FLAG kann sein:

append Anfügemodus (nur für Ausgabe sinnvoll; conv=notrunc empfohlen)
direct direkte Ein‐/Ausgabe für Daten benutzen
directory abbrechen, wenn kein Verzeichnis
dsync synchronisierte Ein‐/Ausgabe für Daten benutzen
sync genauso, aber auch für Metadaten
fullblock volle Eingabeblöcke ansammeln (nur iflag)
nonblock nicht‐blockierende Ein‐/Ausgabe benutzen
noatime die Zugriffszeit nicht erneuern
nocache zwischengespeicherte Daten verwerfen
noctty das kontrollierende Terminal nicht von Datei zuweisen
nofollow symbolischen Verknüpfungen nicht folgen
count_bytes behandelt „count=N“ als einen Byte-Zähler (nur iflag)
skip_bytes behandelt „skip=N“ als einen Byte-Zähler (nur iflag)
seek_bytes behandelt „seek=N“ als einen Byte-Zähler (nur iflag)

Schickt man einem laufenden „dd“‐Prozess ein USR1‐Signal, gibt dieser
auf der Standardfehlerausgabe Eingabe‐/Ausgabe‐Statistiken aus und fährt
mit dem Kopieren fort.

$ dd if=/dev/zero of=/dev/null& pid=$!
$ kill -USR1 $pid; sleep 1; kill $pid
18335302+0 Datensätze ein
18335302+0 Datensätze aus
9387674624 Bytes (9,4 GB) kopiert, 34,6279 Sekunden, 271 MB/s

Optionen sind:

–help diese Hilfe anzeigen und beenden
–version Versionsinformation anzeigen und beenden

GNU coreutils Onlinehilfe:
Melden Sie Übersetzungsfehler für dd an Full documentation at:
or available locally via: info ‚(coreutils) dd invocation‘

Siehe auch https://wiki.ubuntuusers.de/dd/

(2)

Python 2.7 für CentOS

Es ist schon unglaublich, welche seitenlangen Anleitungen ich fand, um CentOS mit Python 2.7 auszustatten, statt mit Python 2.6.
Manche kompilieren sich das 2.7 sogar, dabei genügt:

yum install python27
scl enable python27 bash

Yum verwendet aber weiterhin Python 2.6.
Meine Lösung: Weg mit CentOS und her mit Ubuntu oder Debian. 😉

(2)

Ubuntu 15.10: Wily Werewolf ist da

Eine der Besonderheiten von Ubuntu ist für mich seit 20 Versionen, dass ich einfach durch die Aktualisierungsverwaltung darauf aufmerksam gemacht werde, dass eine neue Version erschienen ist. Ja, bei MS-Produkten muss man heute auch nicht mehr ins Geschäft laufen und sich die CD oder DVD holen, aber die Installation einer neuen Version ist immer noch unvergleichbar kompliziert. Unvergleichbar, denn in Ubuntu funktioniert das, wie immer, mittels eines einzigen Klicks auf „System aktualisieren“. Im Hintergrund läuft dann die Aktualisierung und ich arbeite ganz normal weiter. Da es die letzten 20 mal kein Problem gab, verzichte ich sogar auf die Sicherung meiner Daten. Naja, ab und zu sichere ich meine privaten Daten ohnehin auf eine DVD, aber das muss jetzt nicht mehr vor einem Versions-Upgrade sein, so groß ist mein Vertrauen zu Ubuntu. Gut, ich habe auch schon einiges kritisiert, aber selbst wenn jemand sehr lange glücklich verheiratet ist, wird es ab und zu eine Meinungsverschiedenheit in der Beziehung gegeben haben. So ist es bei mir und Ubuntu und an eine Trennung habe ich seit der ersten Version noch nie nachgedacht. Mein Ubuntu ist im Bootmanager immer an erster Stelle, dann kommt am PC Fedora, Debian, Mint, BSD und ein Windows 8, das ich geschenkt bekam.
Ich korrigiere: „es gab ein paar Wochen in den letzten 10 Jahren, in denen Fedora meine erste Wahl war“.
Naja, der Wily Werewolf hat sich also im Hintergrund installiert – keine CD’s oder DVD’s und keine Kosten. Ubuntu kostet immer noch 0 Euro. Man kann eben nicht alles kaufen und das beste Betriebssystem ist also tatsächlich unbezahlbar. Das ich dabei auch neue Versionen sämtlicher Open Source Software, wie Office, Gimp und Co erhalte, erwähne ich gar nicht mehr, denn in der Linux-Welt ist das selbstverständlich. Wenn ich einen neue DVD-Brenner benutzen will, weil mir der zuverlässige Standardbrenner langweilig wurde, dann klicke ich bei der gewünschten Software auf „installieren“ und das war’s.

Nach dem Neustart funktioniert alles, aber das habe ich erwarte. Viel hat sich auf den ersten Blick nicht geändert, aber das war ja auch vorgesehen. Wily Werewolf steht ja ganz im Zeichen der Produktpflege.
Wer mehr über die Neuerungen wissen will, liest What’s new in Ubuntu 15.10: desktop and devices.
Ubuntu 15.10 is here
Download Ubuntu 15.10 (Wily Werewolf)
ReleaseNotes

(6)

„GLib-CRITICAL“ Seltsamer Ubuntu Bug oder seltsame Fehlermeldung?

gparted-logoUbuntu 15.04 hat bisher problemlos funktioniert, aber leider ist jetzt seit Tagen eine Fehlermeldung beim Startvorgang aufgetaucht, die mich beunruhigte.
„GLib-CRITICAL: Source ID 13 was not found when attempting to remove it“ steht in der syslog.
Angeblich ein Bug, der bei mir auch reproduzierbar ist. Bekannt geben brauche ich ihn nicht mehr, da er schon auf bugs.launchpad.net zu finden ist, siehe GLib-CRITICAL **: Source ID was not found when attempting to remove it – warning when leaving Network menu of g-c-c.
Da ich ein start fähiges Ubuntu auf einem USB-Stick habe und mein „home“ und „etc“ gesichert ist, kann nicht viel passieren, also sehe ich mir einmal die Laufwerke mit e2fsck(8) an, wie es beim Bootvorgang empfohlen wird. Dieser wird angehalten, dann kommt die Meldung: „Welcome to emergency mode! After logging in type „journalctl -xb …. usw. Ja, da steht das Gleiche, wie in der syslog: „GLib-CRITICAL **: Source ID was not found w“… und zur Behebung bekam ich vom System den Tipp, ich solle e2fsck ausführen. Das kann zwar nicht schaden, aber da ich gerade keine Lust dazu hatte, wollte ich Fedora starten und stellte zu meinem Entsetzen fest, dass ich letztes mal nur Ubuntu, Mint und Windows 9 installierte. Windows bekam ich kostenlos von einem Institut und Mint ist bestimmt auch sehr gut, aber mir persönlich gefällt es nicht besonders. Das ist aber nur eine rein persönliche Geschmackssache und hat nichts mit der Qualität von Mint zu tun. Also die Live CD von Ubuntu ins Laufwerk und GParted starten. Die Partition für Fedora verkleinern und Kaffee trinken, denn die Verkleinerung der Partition ist ein langwieriger Prozess. Neustarten – ach, ich sollte vorher die Fedora-CD einlegen. Zu spät, Ubuntu startet schon – und ob ihr es glaubt oder nicht, ohne Fehlermeldung. Die Verkleinerung der Partition hat also schon gereicht, um den Fehler zu beheben. Gut gemacht, GParted. Jetzt habe ich also wieder ein fehlerloses Ubuntu, eine überprüfte HD und Platz für Fedora. Das ist recht erfreulich, denn am 22. Oktober kommt ja schon „Willi der Werwolf“, nein „wily werewolf„, also Ubuntu 15.10 heraus.

Weblinks:
GLib-CRITICAL: Source ID … was not found when attempting to remove it
Sublime Text on Ubuntu 14.04 – Keeps attempting to remove it
GLib-CRITICAL **: Source ID XXX was not found when attempting to remove it
Dateisystemcheck und
e2fsck(8) – Linux man page (falls jemand „man e2fsck“ auf der Konsole nicht eintippen kann.

Bild: Gparted-Logo von pixel-anarchy.de

(1510)