Archiv der Kategorie: Kultur + Leute

Ist Rauchen eine Sucht? Wo sind die Therapien für Raucher?

Ich finde es sehr ärgerlich, dass immer nur gegen Raucher gehetzt wird, aber es gibt keine Hilfe für Sie. Ich habe gerade einen Arzt gestanden, dass ich rauche. Ja, heute prahlt keiner mehr damit, sondern legt höchstens ein Geständnis ab. Dann meinte er: „Es ist ihre Entscheidung, Sie bekommen zum Lungenkrebs einen Herzinfarkt und einen Gehirnschlag kostenlos dazu. Ach nein, nicht kostenlos, Sie müssen ja die Zigaretten bezahlen.“
Das war nicht gerade hilfreich und auch nicht informativ, denn ich kannte die Risiken bereits und rauche trotzdem seit 45 Jahren, wobei ich schon zig mal aufhören wollte. Auch diesen Arzt habe ich dann nach Methoden oder Therapien zur Entwöhnung gefragt und als Antwort bekam ich ein paar Produktplazierungen, die sie bestimmt auch aus der Werbung im TV kennen.
Ich hatte schon ein Nikotinpflaster am Oberarm picken, dazu Nikotinkaugummi gekaut in der linken Hand hatte ich einen Dampfer mit Nikotin und einem sehr gut schmeckendem Liquid. Leider hatte ich in der rechten Hand eine Tschick.
Nach 10 Jahren täglichem Yoga und Taichi, war ich dem Nichtrauchen einmal schon um einiges näher. Ich spürte damals so stark, dass ich mit dem Rauchen aufhören musste, wenn ich Yoga und Taichi weiter machen wollte, dass ich mit Yoga und Taijiquan aufhörte. Beides ging nicht und sogar da entschied ich mich leider für’s Rauchen.
Süchtige bekommen normalerweise eine Hilfestellung und Sucht wird als Krankheit eingestuft, außer bei Sucht nach Zigaretten. Da ist es plötzlich meine Entscheidung. Das ist Schwachsinn liebe Leute, oder es ist auch beim Alkoholiker, Spieler und Heroin- oder Cracksüchtigen seine Entscheidung. Warum wird jedem Süchtigen eine Hilfestellung angeboten, aber die Raucher werden höchstens verfolgt und angezeigt, wenn sie irgendwo rauchen, wo sie nicht mehr rauchen dürfen.
Lasst endlich diese Kampagnen, Hetzen und Gesetze und bietet endlich wirksame Therapien an!
Früher hat man mir suggeriert, dass ich beim Rauchen die Freiheit genieße und dass ich damit zum Helden werde, aber diese Werbungen werden die meisten gar nicht mehr kennen und man durfte fast überall rauchen. Jetzt, wo ich stark abhängig bin, verbietet man mir zwar fast überall zu rauchen, um die Nichtraucher zu schützen, aber sonst werde ich mit der Sucht alleine gelassen. Es ist plötzlich meine Entscheidung!
Ihr könnt Gene manipulieren, um Krankheiten zu heilen, aber für Raucher habt ihr einen Kaugummi, der nichts hilft? Entschuldigung, aber das ist wirklich sehr armselig. Statt euren hin und her in Politik und Gesellschaft und statt einem Volksbegehren für ein neues Nichtraucherschutzgesetz, solltet ihr endlich wirksame Therapien anbieten. Ich würde die Therapie sofort machen, wenn ich damit mit dem Rauchen aufhören könnte.
Ah ja, es ist ja meine Entscheidung, ob ich dafür zahle, dass ich zum Lungenkrebs einen Herzinfarkt und einen Gehirnschlag dazu bekomme.

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Wer hat Angst vor AfrikanerInnen?

Ich habe bei FB-Kommentaren immer das Problem, dass viele anonym oder mit falschen oder keinen Daten im Profil irgend etwas behaupten, um die Anderen zu beeinflussen, oder einfach, um sich wichtig zu machen. Andererseits kann ich von Leuten etwas erfahren, die es besser wissen müssen, als ich, weil sie vor Ort sind oder waren.
Der durchgängige Tenor in den Kommentaren lautet sinngemäß: „Leute die aus Afrika nach Europa kommen, wollen gar nicht arbeiten, sondern unser System ausnützen. Leute die arbeiten wollen, finden auch in Afrika Arbeit.“
Wenn das stimmt, dann haben wir ein Problem und eine Gesellschaft mit zwei Klassen von Menschen ist nicht zu umgehen, denn wir müssen unser System dahingehend anpassen, dass wir Arbeitsunwilligen, die nur das System ausbeuten wollen, keinen Anreiz mehr bieten. Also für sie, denn wir selbst wollen das ja bestimmt nicht, müssen Lebensbedingungen und Haftbedingungen geschaffen werden, die denen in Afrika gleichen.
Beiläufig gesagt ist das schon grotesk, dass die Europäer Jahrzehnte lang Afrika ausgebeutet haben und nun die Afrikaner das europäische System ausbeuten wollen. Immer vorausgesetzt, es stimmt, was ich in den FB-Kommentaren so lese.

Ich persönlich habe weder Angst vor Europäern, Asiaten noch Afrikanern, ich habe nur Angst vor Egoisten, egal ob es sich dabei um Sozialschmarotzer handelt, oder um gebildete, angesehene Bürgen in sehr guten Positionen, denn die können uns noch viel mehr Schaden.
Was kostet ein Wirtschaftsflüchtling und um wie viel geht es bei einem einzigen Skandal von Korruption? Ich muss hier keinen bestimmten nennen, denn es gibt eh ständig genügend in den Schlagzeilen.

Solange man von der Gesellschaft als klug gehalten wird, wenn man das System ausnützt und statt nach Leistung nach Absahnen trachtet, solange werden wir ein Problem haben. Wir haben falsche Werte! Die falschen Werte werden uns schon im Kindergarten und in der Schule beigebracht und daran sind die vergangenen Regierungen schuld.
Wir müssen umdenken und Leistung muss wieder anerkannt und richtig bewertet werden.
Sprüche wie: „Wir holen uns was uns zusteht“ sind eine Katastrophe und eine Schande und führen uns genau in diese schlechte Situation.
Es müsste heißen: „Wir geben alles, um unsere Familien, Gesellschaft und unser Land zu erhalten und zu verbessern“.

Solange man aber als der Dumme bezeichnet wird, wenn man alles gibt und als der Schlaue, wenn man sich alles holt und nimmt was gerade noch irgendwie legal sein könnte, solange müssen wir Angst haben. Aber nicht nur von AfrikanerInnen, sondern vor allen Egoisten.

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Allerheiligen – schafft endlich religiöse gesetzliche Feiertage ab!

1. November, Allerscheinheiligen, nicht irgendwann im Mittelalter, sonder 2017, ich schaue aus dem Fenster und sehe ein lahmgelegtes Land. Die Wirtschaft, die Ämter alles still gelegt, damit Staatsbürger, auch atheistische, wie ich einer bin, allen Heiligen gedenken können. Ja, ich habe keine Wahl, ich muss ihnen auch gedenken und bekomme dafür sogar eine Feiertagszulage, wenn ich dabei durch Arbeit gestört werde.
Morgen ist Allerseelen, das ist natürlich kein gesetzlicher Feiertag, denn für die Leute, die an Seelen glauben, ist da ja auch die Seele meiner Urgroßtante und Oma dabei und die sind natürlich nicht so viel wert, wie die Heiligen. Verdammt!
Was gehen mich alle Heiligen an und warum zwingt mich der Staat, ihnen zu gedenken?
Oft schütteln wir fassungslos den Kopf, wenn wir über das Mittelalter lesen, aber sind wir wirklich weit davon entfernt? Von 13. gesetzlichen Feiertagen in Österreich, gehen mich 10 nichts an, denn es sind religiöse Feiertage. Religion sollte Privatsache sein und nicht Staatssache, höre ich immer wieder, doch so ist es nicht. Schafft endliche diese religiösen gesetzlichen Feiertage ab, denn ich will weder einen frohen Leichnam feiern müssen und auch nicht, dass Maria in den Himmel gefahren sein soll. Mir ist das völlig gleichgültig und ich will dafür auch keine Feiertagszulagen und keinen freien Tag, denn ich bin ein atheistischer Patriot, der auch an diesen Tagen gerne etwas zum Wohl der Gemeinschaft und des Staates beitragen möchte.
Die, die wollen, können ja allen Heiligen gedenken, so oft und lange wie sie möchten, aber bitte zwingt mich nicht dazu und schadet unserer Wirtschaft, indem ihr dazu einen gesetzlichen Feiertag installiert.
Von 13 Feiertagen, haben wir im 21. Jhdt in einem Staat, der angeblich nicht vom Klerus regiert wird, um 10 zu viele.

  • 1. Jänner: Neujahr
  • 6. Jänner: Heilige Drei Könige
  • 17. April: Ostermontag
  • 1. Mai: Staatsfeiertag
  • 25. Mai: Christi Himmelfahrt
  • 5. Juni: Pfingstmontag
  • 15. Juni: Fronleichnam
  • 15. August: Mariä Himmelfahrt
  • 26. Oktober: Nationalfeiertag
  • 1. November: Allerheiligen
  • 8. Dezember: Mariä Empfängnis
  • 25. Dezember: Christtag
  • 26. Dezember: Stefanitag

Falls sich der Staat irgendwann durchringt und die Religion tatsächlich zur Privatsache macht, dann müsste er auch per Gesetz dafür sorgen, dass Babies und Kleinkinder keiner religiösen Gemeinschaft, egal ob Sekte oder anerkannte Religion, beitreten dürfen. Erst mit Volljährigkeit sollte man sich für diverse Vereine, Parteien, Religionsgemeinschaften entscheiden dürfen. Mein Vater hat mich nach der Geburt ja auch nicht zu einem FPÖler oder Rapidler machen dürfen, warum durfte er mich also zu einem Katholiken machen. Gegen meinen Willen, wie sich heraus stellte, denn mir 18 trat ich sofort aus der Kirche aus, die Gehirnwäsche in meiner Kindheit hatte schon genug Schaden angerichtet. Das werfe ich allerdings nicht meinem Vater vor, sondern dem Staat, denn der hat es nicht nur zugelassen, sondern sogar gefördert.
Meine 2 Thesen lauten also:

  1. Abschaffung aller religiösen gesetzlichen Feiertage (privat soll natürlich jeder feiern können wann und was immer er/sie will)!
  2. Der Beitritt zu religiösen Gemeinschaften sollte erst mit Volljährigkeit gesetzlich erlaubt sein.

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Abschreckpickerl, das Wappen der EU-Idiokratie

Derzeit denkt die Führung der Idiokratie über Warnhinweise auf Zucker enthaltende Lebensmittel nach. Nun,  in einer Idiokratie regieren die Dummen über die Klügeren. Wie kamen sie an die Macht? Ich vermute, dass sie nicht von vornherein dumm waren, sondern sich irgendwann für ein zuckerfreies Leben entschieden. Bekanntlich metabolisieren Nervenzellen Glucose. Womit denken diese Leute also jetzt? Ich weiß es zwar nicht, aber auf Grund der Ergebnisse vermute ich, dass indifferente Bindegewebszellen diese Funktion übernahmen. 

Aber darum geht es mir gar  nicht, sondern darum, für wie verblödet und für wie lange uns die Verblödeten eigentlich noch  halten dürfen? 

 Zucker, Fett und  Cholesterin sind lebenswichtig, im Gegensatz zu Nikotin, Alkohol und Verbrennungsmotoren. Die meisten Menschen, die keines natürlichen Todes sterben, sterben auf der Straße. Wo sind die Pickerl? Wenn sie sich mit ihrem Auto bei laufendem Motor in die Garage einsperren, sind sie tot. Wenn sie sich mit ein paar Packungen Zigaretten einsperren, wird ihnen nichts passieren. Ich frage jetzt nicht, wo die Luftballons in der Stadt sind, mit der Warnung: „Achtung, atmen kann ihre Gesundheit gefährden, besonders Kinder in Auspuffhöhe sind dadurch lebensgefährlich bedroht.“

Warum frage ich das nicht? Weil das für normale Menschen ohnehin selbstverständlich und klar ist und die Führung der EU-Idiokratie die Frage vermutlich  nicht einmal für zynisch hielten. 

Aber ich hätte noch einen Vorschlag für ein abstoßendes Warnungs-Pickerl für Einwanderer und Menschen, die hier Asyl beantragen wollen. Bringt doch große Schilder an den Grenzen an mit der Aufschrift: „Achtung innerhalb der EU besteht erhöhte Verblödungsgefahr und die ist auch nicht viel ungefährlicher, als Religion!“

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Todesstrafe

Ich überrasche mich selbst, weil ich tatsächlich über die Todesstrafe schreibe. Seit über 40 Jahren ist mir klar, dass ich da nicht darüber nachzudenken brauche, denn obwohl ich ein Atheist bin, oder vielleicht gerade deshalb, ist es für mich klar, dass nichts und niemand das Recht hat, einen Artgenossen zu töten. Wieso das schon immer klar war für mich und ich nie darüber nachdenken musste, weiß ich nicht. Vielleicht ist es das Tier in mir, oder ich bin einfach so primitiv und habe so ausgeprägte Instinkte, dass für mich so etwas einfach klar ist, ohne darüber nachdenken zu müssen.
Wie in Ländern die Todesstrafe möglich ist, in der eine Religion etabliert ist, in der ein Gott das Töten verbietet, habe ich mich allerdings schon des öfteren gefragt. „Du sollst nicht töten!“ Dann führen sie Glaubenskriege und metzeln sich gegenseitig nieder. Ob Scheiterhaufen oder ein geweihter und gesegneter Panzer, solche Dinge habe ich noch nie verstanden. Ich brauche damit auch jetzt nicht anfangen, das verstehen zu wollen, denn Religion hat seit 2000 Jahren die meisten Menschen umgebracht. Warum sich Hitler nicht selbst zum Gott ernannt hat weiß ich auch nicht, aber vermutlich war die Zeit zu knapp und das wäre dann schon noch gekommen.
Also ich denke auch jetzt nicht über die Todesstrafe nach, aber ich lese manchmal die Zeitung, wie z.B. Türkei: Erdoğan fordert erneut Todesstrafe
Gut, jetzt denke ich darüber nach:

  • Einen politischen Gegner zu töten ist viel billiger, als ihn lebenslang zu füttern und womöglich auch noch anders zu versorgen.
  • Ein Gefangener stellt noch immer eine Gefahr dar, er könnte den Spieß umdrehen – nur ein toter Gegner kann sich nicht mehr wehren.
  • Die Gefängnisse sind voll, durch die Todesstrafe und Massenvernichtung könnte man Platz für neue Verhaftungen schaffen.

Langsam wir mir klar, dass die Todesstrafe durchaus Vorteile hat. Und was ist der Nachteil? Das die Menschen weniger werden? Vielleicht ist die Todesstrafe doch eine Überlegung wert und würde viele Probleme lösen. Schnellgerichte und Massenvernichtung könnte eventuell die Welt retten und tatsächlich alle Probleme der Menschen beseitigen, wenn sie nur effizient genug durchgeführt werden. Nur der letzte Henker hat dann noch ein Problem, aber der muss sich dann eben leider selbst richten, dafür wird er als Held und letzter Mensch sterben. Ja, die Todesstrafe hat schon was, man muss es nur sehen.

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