Archiv der Kategorie: Softwareentwicklung

Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen! LOL

Bild aus dem Film I Robot
I Robot

Ich finde es immer noch amüsant, was sich Asimov in Runaround schon 1943 ausdachte:
1.) Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
2.) Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen – es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.
3.) Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert
0.) Ein Roboter darf die Menschheit nicht verletzen oder durch Passivität zulassen, dass die Menschheit zu Schaden kommt
In den letzten Jahrzehnten verfolgte ich einige sehr langweilige Diskussionen, in denen es um die Rechte von Androiden ging. Jetzt wird mit der Schuldfrage bei selbstfahrenden Autos das Thema wieder ein wenig realistischer und interessanter.
Selbstfahrende Autos: Wer haftet?
Wer haftet, wenn selbstfahrende Autos Unfälle bauen?
Noch interessanter finde ich Aussagen vom EU-Abgeordneten Mady Delvaus: Wir müssen in Erwägung ziehen, dass die KI die intellektuellen Fähigkeiten des Menschen innerhalb nur weniger Jahrzehnte überflügeln könnte.“ Das weitere Schlussfolgerungen aus dieser Möglichkeit zu der Frage führen, ob sich die Spezies Mensch mit dieser Entwicklung selbst gefährdet, liegt auf der Hand.
Meiner Meinung nach liegt es jetzt noch bei uns, ob selbstlernende Roboter eine Gefahr für die Menschheit, oder, ob sie zum Segen der Menschheit werden. Daher ist es essentiell, dass wir uns dafür einen international gültigen rechtlichen Rahmen für die weitere Forschung und Entwicklung zulegen. Morgen könnte es dazu bereits zu spät sein, denn wenn wir alleine die Risiken und Herausforderungen eines immer engeren Zusammenwirkens von Menschen und Robotern im Alltag berücksichtigen, werde sogar ich einen selbstlernenden Androiden besitzen, bevor es eine Gesetzesgrundlage dafür gibt, was er darf und was nicht.
Ich bin unbedingt für technischen Fortschritt und träume von einer objektiven, logischen KI, welche die Fehler, emotionaler, habgieriger, religiöser Fanatiker und Menschen korrigiert, aber nicht um jeden Preis. Vielleicht wäre es momentan sinnvoller sich darum zu bemühen, dass die Menschen weltweit ein friedvolles, erfülltes Leben führen können. Denn auf dieser Basis hätten wir auch von einer mächtigen KI nichts zu befürchten, weil wir sie (noch) entwerfen. Entwickeln wir sie um Macht über andere zu erlangen, um Kriege zu gewinnen und andere zu unterdrücken, dann kann ich nur froh darüber sein, dass ich heute lebe und die zukünftigen Generationen bedauern.
Will sich jemand dazu einen kalten Schauder über den Rücken laufen lassen und ein Horrorszenario in Form einen Sci-Fi Romanes lesen, der findet hier die Heliosis.

Weblinks:
Robotik und Künstliche Intelligenz: EU Parlament verabschiedet erste „Robotergesetze“
Charta der Digitalen Grundrechte der Europäischen Union
CHARTA DER DIGITALEN GRUNDRECHTE DER EUROPÄISCHEN UNION
ENTWURF EINES BERICHTS mit Empfehlungen an die Kommission zu zivilrechtlichen Regelungen im Bereich Robotik (2015/2103(INL))
Künstliche Intelligenz und künstliche Moral (1) – von dummen Mördern und künstlichen Polizisten

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[:de]Bestpreisklausel – Tourismus missbraucht Parlament[:]

[:de]Ich habe mir gerade die Nationalratsdebatte zur Bestpreisklausel im Tourismus angehört und somit durfte ich miterleben, dass sich alle Parteien einig waren. Der Antrag wurde einstimmig angenommen und ein Beschluss wird folgen.
Es ist mir absolut unverständlich, weshalb die unfähigsten und dümmsten Menschen in der Tourismusbranche das Sagen und die Besitztümer haben. Das kann doch nur über Ausnützung von Schwachstellen in unserem System funktionieren. Bereicherung durch Konkurs, Steuerhinterziehunbg und Umgehung des Systems über Stiftungen und diverse Unternehmensformen. Denn könnten die Hoteliers 1 und 1 zusammen zählen, hätten sie jetzt nicht die Regierung um Hilfe anbetteln müssen. Leider lassen sich die Parlamentarier alle einstimmig missbrauchen und aus ihren Reden und Argumenten schließe ich, dass sie ebenfalls nicht einmal 1 und 1 zusammen zählen können. Die ÖVP hat wenigstens gewarnt und verdeutlicht, dass solche Eingriffe eigentlich nicht in ihrem Interesse sind, aber zugestimmt haben sie dennoch.
Der arrogante Stronach-Typ hat uns aufgeklärt:
Die Hoteliers zahlen an Booking 15 bis 20% Kommission und Booking zahlt an Google jährlich Milliarden, damit der Gast bei der Suche nach einem freien Zimmer auf der Booking Seite landet. Er erklärte, dass die Kommission für die Leistung, ein paar Byte hin und her schieben, wirklich überhöht sei, aber dass es keine andere Möglichkeit gäbe, als sie zu zahlen. Sonst wird das Hotel bei Booking hinaus geschmissen und kein Mensch findet es je wieder.
Wahnsinn, seid ihr dumm. 1 und 1 ist 2 liebe Hoteliers und Parlamentarier.
Wenn der Hotelier direkt an Google zahlt ist Booking raus und kann den Konkurs anmelden. Und wenn der Hotelier direkt an Google zahlt, über AdWords, kann er dafür soviel ausgeben und zwar gezielt und effizient ausgeben, wie es ihm sein Budget für Werbekosten erlaubt. Aus, Punkt, so einfach wäre das, würde man sein Gehirn zum denken einsetzen.
Von Google sind sowieso alle abhängig, also macht das nur den Unterschied, dass Bookings ausgeschaltet werden würde. Google bekommt damit nicht mehr Macht, denn Google ist unbedingt davon abhängig, dass sie gute Suchergebnisse liefern. Sonst brächten sie sich selbst in Gefahr und wer Google auch nur ein wenig kennt, der weiß, dass Google diesbezüglich unschlagbar ist und alles unternimmt, damit das so bleibt. Wenn der Hotelier nun sein eigens Buchungssystem (es gibt unzählige kostenlose Open Source Lösungen) auf seiner Homepage einbindet, zahlt er keine Kommissionen mehr und wenn das Buchungssystem so halwegs up-to-date ist, dann werden die Daten bei der Buchung vom Gast auf der Homepage des Hotels eingegeben und sofort direkt in das Hotelverwaltungsprogramm übernommen. Dies gibt die Daten direkt an das Buchhaltungsprogramm weiter und bis zur Jahresbilanz des Hotels kann alles vollautomatisiert ablaufen.
Aber wovon rede ich denn da, wenn jemand so unfassbar dumm ist, dass er 20% für quasi Nichts zahlt und dann die Regierung missbraucht, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.
Um eine Regierung die so schwach ist, dass sie da einstimmig mitspielt, würde ich mir ebenfalls Sorgen machen, läge mir etwas an dieser alten, verkorksten, unflexiblen, seltsamen Machtstruktur, die früher oder später ohnehin von einer direkten Demokratie abgelöst werden muss. Ob ich das noch erleben werde, dass meine Stimme so viel wert ist, wie die eins Abgeordneten, bezweifle ich, aber es muss zwangsläufig kommen, oder die Menschheit richtet sich über die rasant zunehmende Idiokratie selbst zu Grunde. Das sehe ich nicht nur bei uns, sondern auch in der Türkei, Ungarn, Russland und gerade eben in den USA (Trump wird Präsident).
Entweder die Menschen setzen unmittelbar sofort auf die moderne Technologie und arbeiten zusammen, oder die Spirale der Machtstrukturen treibt uns demnächst in ein weltweites totales Desaster.

Weblinks:
http://tvthek.orf.at/live/Politik-live-Nationalratssitzung/13889825
Kartellrecht: Bestpreisklauseln auf dem Prüfstand
https://www.parlament.gv.at/PAKT/AKT/SCHLTHEM/
Hoteliers begrüßen Ende von Bestpreisklausel[:]

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Module installieren mit Odoo 9.0 – Module für Hotelverwaltung, Restaurant, Housekeeping …

und natürlich kostenlose Module für Buchhaltung, Lohnverrechnung, E-Commerce, Verkauf, Einkauf, Kommunikation, Kunden- und Lieferantenverwaltung, …
Bis zur Version 9.0 musste man beim Administrator die „technical features“ aktivieren, damit man Module installieren konnte. Jetzt klickt man auf „Administrator“ und bekommt folgende Auswahl
odooa
Wählt man „about“ bzw. „über“ aus, bekommt man die Möglichkeit, den „Entwicklermodus“ zu aktivieren.
odoo1
Damit stehen einem unter „Apps“ über 1200 Module zur Verfügung, wobei die meisten kostenlos sind. Für manche muss man sich auf oodo.com anmelden und für die wenigen kostenpflichtigen gibt es meist eine kostenlose Alternative. Wer Odoo für die Produktion einsetzt, sollte sich aber auch die kostenpflichtigen leisten können, da sonst ohnehin schon alles (Betriebssystem, Datenbank, OpenERP, …) kostenlos ist. Für mich kommen trotzdem nur die kostenlosen Apps in Frage, da ich sie nur zu Testzwecken installierte. Übrigens kann man gegen Gebühr auch sämtliche Apps in der Odoo-Cloud laufen lassen, wodurch man sich die gesamte EDV spart und sozusagen alles „outgesourced“ hat, was einer ständigen Wartung und Sicherung bedarf. Dann benötigt man nur noch einen Internetzugang und eine Browser (z.B. Firefox auf Ubuntu, wenn die SW kostenlos und gut sein soll) um arbeiten zu können.
odoo

oodo2
odoo3
odoo4odoo5

Ich werde jetzt ein Testhotel mit den kostenlosen Modulen einrichten, damit die Software von Interessierten getestet werden kann.

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Google Compute Engine – das war’s dann wohl

Zuerst war ich ja verwundert, dass fast alles funktionierte. Ich konnte mir Debian, mit Webmin, PostgreSQL, Python und Django ohne Probleme installieren und den Webserver einrichten.
Lediglich das Konto mit dem $ 300.- Guthaben, als Werbegeschenk, konnte ich nicht aktivieren. Ich verbrachte damit ein paar Stunden, aber es ging nicht. Auch meine prepaid VISA konnte ich nicht mehr verwenden, was mich etwas beunruhigte, denn letztes mal versuchte mich Google rein zu legen. Ich startete damals ein Projekt auf Google plus und auf FB (Kinder in Not) und verwendete für beide Projekte € 50.- um die Werbewirksamkeit zu vergleichen. Nicht nur, dass FB zig mal besser war, sondern Google versuchte mir auch mehrmals € 50.- abzubuchen. Irgendwo habe ich im Kleingedruckten übersehen, dass Google die einmalige Zahlung monatlich wiederholen wollte. Damals war ich darüber so erbost, dass ich meinen Google-Account löschte. Da ich dann nicht einmal mehr meine Familie, Freunde und Arbeitskollegen anrufen konnte, weil alle Nummern nur auf Google gespeichert waren, lernte ich daraus wenigstens, dass man wichtige Daten niemals nur auf Google gespeichert haben darf, oder besser überhaupt nicht auf Google.
Gut, diesmal borgte ich mir eine VISA aus, um den Account für die GCE aktivieren zu können. Google meinte zuerst, ich versuche einen Betrug, akzeptierte sie aber dann doch. Dann hatte ich eine Woche lang keine Zeit für mein neues Projekt auf der GCE. Gestern wollte ich das Grundgerüst in Django erstellen und die Daten (über 4 GB) einspielen. Dabei bemerkte ich, dass mein Projekt schon $ 15.- verbrauchte, obwohl ein paar hundert Byte über den Webserver liefen und ich noch nichts in der DB hatte. Mein lieber Schwan, $ 15.- nur für die CPU-Zeit zur Installation der wichtigsten Grundsoftware! Bei Hetzner kann ich damit ein Monat lang 3 V-Hosts nutzen. Und mit nutzen meine ich, wirklich uneingeschränkt nutzen, denn auf der GCE ist zum Beispiel der Port 25 komplett gesperrt und Postfix kann man über Drittanbieter nutzen, was natürlich extra kostet. Dovecot kann man auf der GCE ganz vergessen und so wurde mir schnell kar, dass die $ 300.- Werbegeschenk schnell verbraucht wären, wenn man sie nützen könnte.
Ich habe sofort alle Projekte gelöscht, aber die Zahlungsmethode VISA, die ich mir geliehen habe, kann ich nicht löschen. Ich werde jetzt bei Google nachfragen, ob ich meinen gesamten Google-Account löschen muss, damit diese Daten gelöscht werden. Auch wenn es nichts anderes ist, will ich trotzdem nicht von Abzocke sprechen, denn ich bin selbst einfach ein unverbesserlicher Dummkopf. Jedes Produkt von Google, abgesehen von der kostenlosen Suche und Maps, war bis jetzt in meinen Augen entweder unbrauchbar oder unverhältnismäßig teuer, manchmal sogar beides.
Die $ 300.-, die ich nicht aktivieren konnte, sollen sie sich behalten und die $ 15.- für nichts, zahle ich ihnen auch gerne, wenn ich nur die VISA-Daten wieder löschen kann und dann werde ich nie wieder Zeit mit Google Produkten verschwenden. Ich habe mir das schon so oft gesagt und mir bleibt nur die Hoffnung, dass ich das jetzt auch endlich verstanden habe und in ferner Zukunft noch beherzigen werde.

 

Compute Engine Standard Intel N1 1 VCPU running in APAC: 161.5 Stunden (Projekt: hotelix)8,8801.11.2015 – 14.11.2015
Compute Engine Storage PD Capacity: 2.262 Gibibyte-months (Projekt: hotelix)0,0901.11.2015 – 14.11.2015
Compute Engine Gebühr für ungenutzte statische IP: 9617.567 Minutes (Projekt: hotelix)1,5901.11.2015 – 08.11.2015
Compute Engine Standard Intel N1 1 VCPU running in Americas: 0.167 Stunden (Projekt: hotelix)0,0101.11.2015
Anfänglicher Kontostand0,0001.10.2015 – 31.10.2015Keine Transaktionen01.09.2015 – 30.09.2015
Keine Transaktionen

Na super, die rund $ 15.- für nix habe ich zwar bezahlt, aber die Zahlungsmethode kann ich nach stundenlangen Bemühen genau so wenig löschen, wie den Account für die GCE. Das ist wirklich eine Frechheit!
Ich habe ein Feedback gesendet, aber da wurde mir schon beim Absenden gesagt, dass nicht jedes Feedback berücksichtigt werden kann.
kontenG

Man kann auf https://console.developers.google.com/ zwar Projekte hinzufügen und zum Haupt-Account https://myaccount.google.com/ wechseln, aber löschen kann ich keine Daten. Ja, YouTube, Gmail und Google+ könnte ich löschen, aber die Developer Console ist eine Einbahn zu myaccount.google.com und dort scheint nicht und nirgends etwas auf von der Developer Console. In der Console selbst hat man keine Chance die Daten zu löschen und die Suche im Netz brachte mir gar nichts. Ich fand lediglich heraus, dass andere ebenfalls den Account für die Developer Console nicht löschen können.
Wahsinn, auf den Support-Seite wird man herum geleitet, wie es eine Freude für Kafka wäre, um zu erfahren

Billing support is available to all customers. However, if you signed up for an upgraded Google Cloud Platform support package (Silver, Gold, or Platinum), you can use the expedited Google for Work Support Center for billing questions and technical support.

Ich habe kein derartiges Package denke ich und ich müsste wieder ein Projekt anlegen, damit ich diesen Anweisungen folgen kann.
What’s my support package? How do I change it?

Google Cloud Platform support packages are organized by project. Here are steps to view your project’s support package and choose a new one.

Select a project in the Google Developers Console. You must enter a specific project in order to check your project’s support package and make changes.

In the upper right, click and select Support.

You can see the support package at the top of the support page.

If you wish to change your support package, click change.

Bronze: This is your default option. It’s free! If you signed up for Silver, Gold, or Platinum and need to downgrade back to Bronze, click Choose Bronze.

Silver: Click Choose silver, agree to the Terms of Service, and click Purchase support.

Gold: Click Choose gold, agree to the Terms of Service, and click Purchase support.

Platinum: Contact sales to get started with Platinum support.

(If you can’t find the change link, see our FAQ below: I can’t find the change link.)

Es ist hoffnungslos und ich bin wieder einmal so richtig sauer auf Google.
Was habe ich zum wiederholten male und nun hoffentlich endgültig gelernt: „Nie wieder freiwillig irgend welche Daten an Google geben und irgend etwas von Google nützen, wenn es Alternativen gibt.“

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EDV für Dummies

oder „Apps und andere moderne Wunder“.
Um elektronisch Daten verarbeiten zu können benötigt man Maschinen. Von Großrechnern, ja die soll es auch noch geben, Midrange-Rechnern, ja, auch AS/400 ähnliche Dinge laufen noch, will ich hier genau so wenig sprechen, wie von Clouds, Cluster, Crids und Amöben oder Smartphones. Hier wundere ich mich nur einmal mehr über die Abzocke von professionellen und privaten PC-Benutzern.
Wenn sich heute jemand einen PC kauft, ist meist Windows vorinstalliert, oder es wird dem Kunden separat dazu verkauft. Wer sich ein Windows kauft, muss sich zwangsläufig auch viele andere Programme kaufen, denn ohne Firewall, Antivirus, DVD-Brennsoftware usw. wird man mit Windows nicht viel anfangen können. Für jede neue Version darf dann wieder extra bezahlt werden und die benötigt man ja unbedingt, zum Email schreiben oder um auf FaceBook Kommentare abzugeben. Für die meisten Leute die ich kenne, würde einer der ersten PC’s, die auf dem Markt kamen, völlig ausreichen. Online-Spieler, Foto- und Videobearbeiter sind da natürlich ausgenommen, aber einige von meinen Bekannten spielen nur ein paar mal, damit sie einen Grund haben, sich einen Superrechner zu kaufen, danach würde für ihre Tätigkeiten am PC auch ein Commodore 64 genügen.
Na gut, das hatten wir hier ja schon oft gehört und auch über die kriminellen Raubkopierer, die illegale Software verwenden, statt sich ein kostenloses, quell-offenes Linux zu installieren habe ich schon öfter geschrieben.
Jetzt sind mir diverse Kurse und Ausbildungen ins Auge gesprungen. Da zahlen Leute Unsummen, von einigen hundert bis zu mehreren tausend Euros dafür, dass sie sich eine alte Doku zu einer Software vorlesen lassen. Für Kurse zu freien Open-Source-Produkten, Programmiersprachen und Datenbanken, obwohl es rfc’s, recommendations, specification und Dokumentationen gibt. Die sind kostenlos erhältlich und immer am neuesten Stand der Dinge. Für jede neue Version einer Programmiersprache oder Datenbank erhält man mit dem Erscheinen die zugehörige Dokumentation.
Auch über Tutorials und Bücher dazu wundere ich mich manchmal, obwohl ich selbst schon welche kaufte. Ja, es ist einfach ein gutes Gefühl ein Buch mit über 1000 Seiten in der Hand zu halten und auf diese Art, die sonst kostenlose Dokumentation zu lesen, denn meist ist sie mit Schwänken aus dem Leben des Autors aufgelockert. Für manche mag es eben unheimlich wichtig sein, zu wissen, dass Ruby der Zucker ist, unter den ProgSpr und dass man eine Tasse Kaffee (oder 10 Liter Tee) trinkt, während der Java-Kompilation vom ersten „Hello World“ mit Eclipse, denn ohne IDE wird’s meist sowieso nix. Leider wissen manche ausgebildete App-Entwickler nach ihrem Abschluss mit Auszeichnung noch immer nicht, dass sie ganz gewöhnliche Anwendungsprogrammierer (app kommt von application, was soviel wie Anwendung bedeutet, liebe Dummies) sind, wie es sie schon seit den ersten Anwendungsprogrammen auf den 286er gab. Ich will Anwendungsprogrammierer auf keinen Fall unter Systemprogrammierer stellen, ganz im Gegenteil, die operieren ja sogar eine Schicht höher, aber App-Designer, App-Entwickler, App-Analytiker und App-Ingenieure sind mir suspekt. Bin ja nur gespannt, wann sich das erste Dummy App-AnwendungsprogrammiererIn für x-Anwendungen nennt. Aber verdenken kann ich es keinem, so ist das nun mal in unserer Welt. Ein Brainstorming (heute ist übrigens der Shitstorm viel moderner) verschafft dem Internet Versionsnummern und beginnt bei Web 2.0, obwohl es eigentlich ein Beta 0.1 ist, aus einem Http-Request wird Ajax und aus dem Rindsbraten meiner Urgroßmutter das „Boeuf à la mode – Prince Eugène“ oder aus der Palatschinke ein „Crêpes réchauffer et séduisant, rempli de confiture d’abricot trop sucrée avec sucre glace“. Na warum eigentlich nicht? Und da kann man dann schon ein bisserl mehr verlangen, denn immerhin muss der Kellner den Namen der Speisen ja auch lernen.
Alles gut und schön, aber wie kann man einen teuren Kurs besuchen um eine Markup-, Script- oder Programmiersprache zu erlernen? Ich wollte zu solchen Leuten eigentlich keinen näheren Kontakt und sie auch nicht genauer befragen, aber ich habe Besucher solcher Kurse dann doch kurz befragt, welches Betriebssystem (OS) sie dazu benutzen. Ich war nicht besonders überrascht darüber, dass manche behaupteten, sie verwenden kein OS, andere wussten nicht genau was das ist. Wieder andere meinten es ginge wohl um die Version von Windows, womit sie ja schon verdammt nahe dran waren. Ich wollte es nicht so genau wissen und hätte mir eigentlich nur Bezeichnungen für ihr OS gewünscht, aber die zwei lustigsten Antworten muss ich mir doch notieren. Ein angehender C++-Programmiere gab seine Befehle in die CMD ein und hielt diese nicht nur für das OS, sondern auch für IDE bzw. für Compiler, Linker und Editor. Das war für mich so ziemlich der Lustigste, aber ein JAVA-Experte stand ihm nicht viel nach, als er belehrend behauptete, dass JAVA Betriebssystem unabhängig sei und er daher keines benötigt zum Programmieren. Wow, das ist ja echt schräg. Ich habe da ja so einiges dazugelernt, vielleicht sollte ich mich auch für so einen Kurs oder einen PC-Führerschein einschreiben lassen.

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