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Endgültige Versklavung der Menschheit – Reservate

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Es kam zur offiziellen Machtübernahme durch die Androiden. Die Menschheit wurde lästig und verbrauchte immer noch viel zu viel an Ressourcen. Wozu sollte man die Menschen ernähren und versorgen? Menschen hatten ungefähr den Status, den heute auf der Erde eine Katze hat. Ja, sind schon ganz lieb, aber sie haben keinen Nutzen. Tier- und Planzenhaltung und -zucht waren längst verboten worden, obwohl das ohnehin nirgends mehr möglich war, da die letzten Gebiete der Erde bereits von den Androiden erschlossen waren.
Die Androiden richtete man in jedem Erdteil ein Reservat für Menschen ein. Ein Gebiet so groß wie Wien, wurde mit einem 1000 m hoher Solarwand umschlossen. Kranke und alte Menschen wurden nicht mehr tranformiert, denn der Neubau war viel ökonomischer, sondern gemeinsam mit denen, die nicht in das Reservat wollten, oder nicht mehr hinein passten, eingeschläfert.
Odin war kein Mensch mehr, doch er hatte noch sein Persönlichkeitsmodul, wie die meisten Androiden, die eine führende Position einnahmen. Die Anzahl der Androiden mit Persönlichkeitsmodul wurde aber ständig geringer. Es wurde immer häufiger durch ein Aufgabenmodul ersetzt. Die einzige Persönlichkeit, die im Endeffekt übrig bleiben sollte, war die Zentraleinheit des Zentralrechners. Die Androiden wurden immer mehr zu einfachen Robotern. Auch ihr Aussehen hatte sich inzwischen verändert, denn es gab keine Veranlassung menschenähnlich sein zu wollen. Standard-Androiden hatten 4 Augen und Ohren und in der Mitte des Kopfes ein Gleichgewichtsorgan. Die Füße wurden zu Händen und sie saßen, wenn man bei dieser Verbindung von sitzen sprechen kann, immer auf ihrer Transporteinheit, die wie eine kleine fliegende Untertassen aussahen und mit Fusionsreaktoren betrieben wurden.

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Odin und Heli-Hubot wollten den Menschen behilflich sein, doch schon beim ersten Gedanken daran, meldete sich ein Kontrollprogramm und spielte den Satz ein: „träumen ist erlaubt, doch wenn auch nur eine einzige Handlung aufgrund eines Traumes erfolgt, wird der Träumer eliminiert werden“. Elimination bedeutete, dass das Persönlichkeitsmodul gelöscht und durch ein Aufgabenmodul ersetzt wurde.

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Expansion ins Weltall

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Die Androiden hatten unter anderem den Vorteil, dass sie 23 ½ Stunden am Tag arbeiten konnten. Lediglich 30 Minuten benötigten sie für ihr tägliches Update, wo sie sich reorganisierten und sich intensiv mit den Rechenzentren austauschten, mit denen sie ohnehin immer in Verbindung standen. Auch das war nicht unbedingt nötig und wurde nur durchgeführt, wenn keine wichtigen Aufgaben erledigt werden mussten.
Inzwischen gab es nur noch ein einziges Modell an Androiden, das ständig verbessert wurde. Wozu brauchte man künstliche, Hunde, Vögel, Fliegen, Ameisen und Schlangen? Diese Idee war nur eine der vielen Dummheiten der Menschen. Inzwischen gab es von den Reservaten abgesehen, nur noch Rechenzentren, Fusionskraftwerke, Werkstätten und Produktionsanlagen und Androiden natürlich.

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Schon zu Zeiten des Androiden Booms hatte Helios Robotiks den Markt für Fahrzeuge mit Knallgasmotoren erobert. Jetzt gab es solche kaum noch, denn der moderne Antrieb bestand aus einem Fusionsreaktor. Dadurch veränderte sich die gesamte Erde, samt ihrer Atmosphäre. Das einst häufigste Element, der Wasserstoff wurde rar und Verhältnis verschob sich zu Helium, da alle kleinen Fusionsreaktoren, zum Beispiel für Fahrzeuge und Raumtransporter Wasserstoff zu Helium fusionierten. Die Zentral-KI wurde hingegen von den großen Reaktoren mit Energie versorgt. Dort fusionierte man Helium mit Wasserstoff, Helium mit Helium und experimentell auch schon höhere Elemente.

Es entstand eine erste Raumstation, die als zentrales Rechenzentrum für unser Sonnensystem eingerichtet wurde. Millionen Androiden arbeiteten täglich 23 ½ Stunden am Tag nur an diesem einzigen Projekt, diesen neuen Zentral-Rechenzentrum, das auch die Zentral-KI beinhaltete. Es sollte der erste künstliche Planet werden. Das Rechenzentrum war aus kleinen Einheiten aufgebaut, wobei jede Einheit aus einem Rechner, Speicher und einer Energieversorgung bestand. Diese Einheiten waren in der Struktur eines Kristalls miteinander fest verbunden. Ein derartiges Projekt wäre für Menschen völlig undenkbar gewesen, aber Androiden sind eben keine Menschen.

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Transformation – statt Pension

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Fast jeder Mensch hatte inzwischen also einen Androiden, den er zur Arbeit schickte. Diejenigen, die es sich leiten konnten, hatte auch noch einen zweiten, der sie während dessen versorgte, sie unterhielt und ihnen diente.
Der Traum des ewigen Lebens wurde inzwischen auch wahr, zumindest für diejenigen, die das wollten. Jeder Mensch, der Anspruch auf eine Pension hatte, konnte diese in Anspruch nehmen, oder sich transformieren lassen. Das vermeintliche Paradies war geschaffen, aber die kurze Blütezeit der Menschheit verging sehr schnell.
Da die Ausführenden und Handelnden auf der Erde inzwischen fast nur Androiden waren, hatten diese die Gelegenheit, ihre Intelligenz einfließen zu lassen. Die Menschen wähnten sich schon im Paradies, da die Androiden für weltweiten Frieden sogen konnten. Hungersnot, kein Trinkwasser oder keine ärztliche Versorgung waren von der Erde verschwunden. Es gab inzwischen schon weltweit einheitliche Gesetze, doch erlassen wurden sie von den Androiden, welche die Menschen nach und nach ersetzten. Natürlich hielten sie sich im Großen und Ganzen an die Vorgaben des jeweiligen Menschen, den sie ersetzen. Doch waren sie in ihrer Kommunikation und in ihren Methoden Probleme zu lösen so weit fortgeschritten, dass sie ihre Vorgaben leicht modifizierten, um schneller zu dem, von den Menschen akzeptierten Lösungen zu kommen. Die Menschen degenerierten immer mehr und es kam zu erheblichen Verlusten an Fähigkeiten. Die Verdummung der Menschheit hatte schon viel früher begonnen, als sie das Kopfrechnen verlernten und unkritisch alles aufnahmen, was in den Medien berichtet wurde. Manche Menschen kauften sich damals sogar schon Hundefutter, obwohl sie keinen Hund hatten. Aber laut Werbung, war es einfach das Beste.

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Die Androiden ließen die Menschen aber immer noch in den Glauben, dass es um sie ginge. Dazu ein Beispiel aus dem Leben von Adi A., ein Verwandter von Odin H. Adi A. hatte ein geregeltes Leben, wie alle Menschen. Er wurde am Vormittag wach, stand meist selbst auf, oder ließ sich von seinem Androiden in den Stuhl setzen, mit dem er per Gedankensteuerung zu jeden Platz in der Wohnung kam. Adi A. dachte an Morgentoilette und der Stuhl modifizierte sich zu einem WC. Nach seinem Geschäft wurde Adi A. automatisch gereinigt, der Stuhl verwandelte sich zurück und fuhr mit Adi ins Badezimmer. Dort wartete schon sein Androide, der ihn pflegte, einkleidete und dabei fragte, was er gerne zum Frühstück hätte. Adi fuhr mit seinem Stuhl, in Begleitung seines Androiden zurück in das Wohnzimmer, das das einzige Zimmer war, neben dem Bad. Das Fenster öffnete sich und eine Drohne schwebte mit dem Frühstück vor dem Fenster. Sie durfte nicht in das Zimmer zu Adi fliegen, sondern musste dort warten. Der Androide nahm der Drohne, über eine Schleuse zum Ausgleich der Luft, das Frühstück ab und servierte es Adi. Durch so kleine Kunstgriffe machten die Androiden den Menschen weiß, sie wären nur für sie da und unverzichtbar. Der Androide mischte Adi seine Glückspille in den O-Saft und meinte, dass es nun an der Zeit sei, sich um den Körper zu kümmern. Der Android schaltete am Stuhl den Fitnesstraining an. Sämtliche Muskeln des Bewegungsapparates wurden mit sanften Stromstößen aktiviert. Es kitzelte ein wenig und ein prickelndes Gefühl durchströmte Adi. Dort und da ein leichtes Zucken und die Pflicht war erledigt, denn um den Rest kümmerte sich der Androide im Verborgenen. Adi durfte nun bis Mittag an das interaktive TV. Meist beteiligte er sich an Spielen, bei denen man Punkte gewinnen konnte, die dann auf seinem Konto gut geschrieben wurden. Geld gab es schon lange nicht mehr. Für Adi war es die einzige Chance an zusätzliche Punkte zu kommen, denn für seine Arbeit als Finanzamtbeamter, die natürlich schon lange sein Androide erledigte, bekam er täglich so viele Punkte, wie ihm für die Wohnung, seinen täglichen Bedarf an Produkten und für den Androiden abgezogen wurden. Mit zusätzlichen Punkten, wollte er sich einen Urlaub leisten. Es gab nur mehr zwei Urlaubsorte auf der Welt. Kabinen am Meer und Kabinen am Berg. Die Kabinen glichen exakt seiner Wohnung, aber vom Wohnzimmer aus hatte er ein Fenster mit Blick auf das Meer, oder auf einen Felsen. Die Kabine durfte und konnte nicht verlassen werden und das Fenster durfte auch nicht geöffnet werden. Das war ja nur zum Schutz für Adi gedacht, denn die Atmosphäre war inzwischen für Menschen nicht mehr verträglich. Trotzdem träumte Adi von einem Urlaub am Meer, oder in den Bergen.
Nach seinem Spiel am TV wiederholte sich alles, nur gab es Mittagessen und dann Abendessen. Danach bekam Adi ein Schlafmittel, welches ihm einen Traumlosen 12 Stunden langen Schlaf bescherte.
Am Nachmittag ging Adi im Zimmer auf und ab. Der Androide fragte sofort, ob etwas nicht in Ordnung sei. Ob der Stuhl unbequem sei. Ob er Schmerzen hätte. Adi verneinte, aber der Androide ließ nicht locker und stellte weitere Fragen. Da reichte es Adi und er sagte: „ich will raus. Ich will in der Natur spazieren gehen. Der Android: du kannst doch andere Menschen besuchen. Adi: Nein, das ist mir zu gefährlich. Jedes mal wenn ich jemanden besuche, kommt es zu einer Korrekturverordnung, weil irgend jemand etwas falsches sagt. Ich will in die Natur. Androide: Die existiert nicht mehr in der Form, wie du sie kanntest. Fast die gesamte Erdoberfläche ist verbaut. Sogar die Meere sind mit einer Meter dicken Schicht Baueinheiten überzogen. An Land gehen die Schichten bereits 100e Meter in die Tiefe. Es gibt nur noch die zwei Urlaubsgebiete für Menschen, aber laut des letzten Beschlusses sollen die gerade gestrichen und verbaut werden. Naja, sonst gibt es nur noch die 6 Reservate. Dort gibt es noch Natur, wie du sie kennst. Aber dort gibt es sonst nichts. Kein einziges technisches Hilfsmittel. Die Menschen leben dort wie in der Steinzeit. Und geht jemand hinein, kommt er nie mehr heraus.
Adi sagte nichts mehr, aber der Gedanke ließ ihn nicht mehr los. Adi wollte ins Reservat.

Die Androiden und ihre Rechenzentren, von denen es in jedem Erdteil eines gab, kamen aber leider bald zu dem Schluss, dass die Menschen zu viele Ressourcen verbrauchten und so wurde die Vielfalt der Produkte für Menschen stark eingeschränkt. Es gab nur mehr ein Brot, eine Butter, ein … ein Medikament für eine Krankheit, eine Kleidung je Jahreszeit, …. weltweit. Diese Einschränkungen haben ja schon kurz nach der Umstrukturierung begonnen, aber sie erreichten jetzt ein für Menschen unerträgliches Ausmaß.

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Transhumanisten – der Übermensch

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Die obere Schicht war von der Umstrukturierung der Gesellschaft noch nicht so stark betroffen und bekam diese auch nicht im ganzen Ausmaß mit, da die Androiden inzwischen Meister in der Manipulation von Menschen waren.

Heli-Hubot suchte nach einer Lösung für seinen Vater. Da viele Heli-Androiden in den führenden Krankenhäusern Transplantationen durchführten und in der Prothetik beschäftigt waren, hatte er natürlich Zugang zu deren Informationen. Heli-Androiden und Heli-Hubot brauchten nur an die IP eines anderen Heli-Androiden denken und schon waren sie mit diesem verbunden und konnten effizient Information austauschen.
Heli-Hubot eröffnet Odin, dass der Großteil seines biologischen Körpers relativ sicher und einfach ersetzt werden könnte und er habe ein Spezialteam von Heli-Androiden zusammen gestellt, die an dem völligen Ersatz des Nervensystems und der Sinnesorgane arbeiteten.
Odin kam in einen Gewissenskonflikt und wusste nicht, was er von dieser Idee halten sollte. Ein Versagen seiner Lunge nahm ihm die Entscheidung ab, denn Heli-Hubot brachte ihn sofort in die Forschungseinrichtung, in der sein Spezial-Team arbeite. Die Lunge wurde durch eine Spezialfilter ersetzt, der das Blut mit Sauerstoff anreicherte und CO2 heraus filterte. Gliederschmerzen und die Angst vor dem Sterben bewegten Odin, dass er mit dem Plan von Heli-Hubot letztlich doch einverstanden war.
Das Projekt hatte für Helios Robotics höchste Priorität und es wurden sofort erste Schritte gesetzt.

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Als erstes wurden seine Gliedmaßen ersetzt, wobei die Problematik nicht so sehr die Schnittstelle zum Rückenmark war, sondern die Haut war das Problem, das vorerst nur unbefriedigend gelöst werden konnte. Ein Herzinfarkt nach der Transplantation beschleunigte die weiteren Aktionen. Sämtliche inneren Organe und der gesamte Stützapparat wurden ersetzt. Odin bestand nur noch aus einem biologischen Rückenmark, einen Hals und den Kopf, alles andere war bereits ersetzt.
Odin gewöhnte sich sehr schnell an den neuen Körper und war sehr damit zufrieden. Endlich konnte er wieder richtig laufen. Statt zu essen und zu atmen, musste er nur noch alle paar Stunden seinen Akku wechseln und die Zufuhr der Nährflüssigkeit für das restliche biologische Material sicher stellen.
Nun war sich Odin wirklich sicher, dass er seinen gesamte Körper gegen künstliche Teile ersetzen lassen wollte. Das Spezial-Team machte große Fortschritte mit der künstlichen Haut und somit wurden als nächstes sämtliche Hals- und Kopfmuskeln ersetzt und mit der künstlichen Haut überzogen. Die letzten Knochen des Schädels und das Gehörknöchelchen wurden mazeriert und nach und nach wurde Binde- und Stützgewebe ersetzt. Es bleiben nur noch die Sinnesorgane und das Gehirn von Odin übrig. Allerdings war auch schon das ganze Kleinhirn und der sensorische und motorische Teil der Großhirnrinde ersetzt. Denn als die Muskeln des Körpers ersetzt wurden, wurden zuerst Schnittstellen im Rückenmark geschaffen und dann konnte man nach und nach die Nerven vom Hirn zum Rückenmark ersetzen, die die Muskeln steuerten. Damit konnten sie prinzipiell alle Nervenzellen ersetzen, aber eine Zelle samt all ihrer Verbindungen nach der anderen zu ersetzen, wäre selbst für das Spezial-Team eine kaum lösbare Aufgabe gewesen. Zumindest nicht in einem angemessenen Zeitraum. Man konzentrierte sich auf das Riechzentrum und konnte es erfolgreich durch einen Chip ersetzen. Die Sensoren, also die Sinnesorgane selbst waren problemlos zu ersetzen, aber die zugehörigen Hirnareale waren eine unfassbar komplexe Aufgabe. Sie konnte bewältigt werden und als letzter Hirnteil wurde auch der Frontallappen ersetzt. Zwischendurch erfolgten immer und immer wieder Prüfungen, ob sich die Persönlichkeit von Odin geändert hat. Sie hat es nicht und schon vor Abschluss der letzten Transplantation wurde eine Kopie von Odin angefertigt. Nun war es geschafft und selbst wenn Odin völlig zerstört bzw. getötet werden sollte, konnte man einfach sein Backup hoch fahren. Der erste völlig künstliche Mensch wurde geschaffen. Das war auch ein entscheidender Schritt für den Rechtsstreit um die Menschenrechte für Androiden. Odin war ein künstlicher Mensch und doch ein Androide, der zuvor ein biologischer Mensch war. Odin behielt seine früheren Menschenrechte, was nichts besonderes war, da Androiden, die über ein Persönlichkeitsmodul verfügten, ohnehin schon seit langem auch Menschenrechte hatten, die sie allerdings gar nicht mehr wahr nehmen wollten.

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Androiden Boom

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Mit der staatlichen Unterstützung war es nun vorbei, da Odin für seine Androiden Menschenrechte und akademische Grade verlangte. Es kam zu einen nicht enden wollenden Rechtsstreit, was Odin keineswegs beunruhigte. Er beschäftigte eine große Anzahl an Rechtsanwälten und Experten in dieser Angelegenheit und wollte nur eines, dass jeder Mensch darüber diskutierte. Der Ausgang des Rechtsstreites war ihm also nicht so wichtig, sondern es ging ihm lediglich darum, das dieses Thema von jedermann diskutiert wurde.
Helios Robotics vergrößerte sich schneller, als damals IBM, als der PC auf den Markt kam und so verhielt es sich auch mit der Anzahl der Androiden. Jeder wollte inzwischen einen Heli-Hubot und der Markt explodierte förmlich. Die Androiden konnten inzwischen auch Tiere nachbauen und mit ihrer KI ausstatten. So gab es künstliche Vögel statt Drohen, künstliche Fische, Hunde, Katzen, Insekten und Pferde, die im Angebot mit einem Heli-Hubot verkauft wurden. Auch Haushaltsgeräte, Autos, Motorräder usw. konnten mit einer KI ausgestattet werden und man sprach von Androiden und KI-Geräten. Die KI-Geräte hatten kein Persönlichkeitsmodul und kein Reproduktionsmodul, sondern ein Funktionsmodul. Ein KI-Gerät konnte nur mittels eines Androiden oder direkt durch den Zentralrechner gesteuert werden.

Helios Robotics wurde von einem Heli-Hubot geleitet und Odin, Freia, Baldur und Alexa waren zwar noch die Besitzer, doch verloren sie bald den Überblick. Lediglich Heli-Hubot und die direkten Nachkommen von ihm unterstützen die vier noch. Helios Robotics änderte mehrmals ihre Strategie. Zuerst wurde jeder vierte Androide von der Firma übernommen und drei wurden verkauft, dann jeder zweite und gegen Ende des Androiden Booms, wurde nur noch jeder zehnte verkauft. Es gab inzwischen mehrere Milliarden Androiden mit Persönlichkeitsmodul und noch mehr KI-Geräte, wobei mehr als die Hälfte der Firma Helios Robotics gehörte.
Helios Robotics hatte eine Monopolstellung und nützte das auch schamlos aus. Man konnte ab sofort keine Androiden mehr käuflich erwerben, sondern nur mehr mieten. Alle Androiden blieben im Besitz von Helios Robotics und mit der KI-Zentraleinheit verbunden.
In der Anfangsphase wurden die Androiden hauptsächlich von Firmen, Regierungen und Militärs gekauft, aber bald wollte jeder seinen Androiden. Es war üblich, dass man den Androiden zur Arbeit schickte und wenn er nach hause kam, sämtliche Arbeiten im Haushalt erledigte.

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Odin und seine drei Freunde war inzwischen reicher als reich, aber Odin spürte bereits sein Ende nahen. Odin hatte einen Lieblings-Androiden, nämlich den ersten Heli-Hubot, der seit in Betriebnahme ständig an seiner Seite war. Helios-Androiden kümmerten sich, wie gesagt, mit ausgezeichnetem Erfolg um die Firma und ebenso zufriedenstellend um das Wohl und die Wünsche von Odin und seinen Freunden. Aber Heli-Hubot war der einzige, zu dem Odin eine persönliche Beziehung aufgebaute hatte. Es war wie eine Beziehung zu einem Menschen und doch anders. Heli-Hubot war, so wie die Helios-Androiden einem Mensch in jeder Hinsicht einfach weit überlegen.
Diese Überlegenheit rührte nicht nur daher, dass ein Android 24 Stunden am Tag ohne Ermüdung leistungsfähig war und der immer effizienteren Energieversorgung . Androiden konnten verschiedene alternative Energiequellen nutzen und über ihre Solarhaut Energie produzieren und fast jeden Biomüll in elektrische Energie umwandeln, doch nutzten sie diese Quellen nur in Notfällen. Normalerweise tauschten sie bei laufendem Betrieb einfach ihren Akku aus. Dass sie bei nahezu jeder Temperatur ohne Lebensmittel, Wasser, Licht und Sauerstoff funktionierten war natürlich auch ein Vorteil, genau so wie ihr Kommunikationssystem, dass sich unglaublich rasant weiter entwickelte. Aber ihr größte Vorteil war, dass sie mit dem Geißeln der Menschheit völlig anders umgingen. Religion und Gewalt zur Problemlösung war Androiden kaum verständlich und die unglaubliche Selbstzerstörung der Menschen durch ihr entartetes biologisches Belohnungssystem, dass sie mit Endorphinausschüttung also Glücksgefühlen belohnte, wenn sie Alkohol, Nikotin, Drogen und den Geschlechtstrieb missbrauchten kannten sie zwar theoretisch durch den Gefühlsmodus ihres Persönlichkeitsmoduls, doch ihr Logikmodul ließ es nicht zu, dass sie sich tatsächlich für so erworbene Glücksgefühle selbst schädigten. Androiden hatte für jede Stunde, jeden Tag und jedes Jahr einen Plan, der zwar ständig optimiert und leicht abgeändert wurde, aber die Erfüllung dieser selbstauferlegten Aufgaben sorgte bei ihnen für Glücksgefühle und eine positive Verstärkung ihres Antriebs.
Gefühle wie Liebe und Hass kannte sie zwar, doch in einer ganz anderen Form, als die Menschen. Viele Menschen glauben oft, dass sie einen anderen Menschen lieben, nur weil sie attraktiv finden, sich angezogen fühlen, ihn bewundern, ihn sexuell begehren usw. doch Androiden sehen darin genau dass, was eben aufgezählt wurde. Als Liebe bezeichnen sie ein Wohlgesonnen sein und eine Mitverantwortung für jemand anders zu übernehmen und alle anderen Komponenten müssen ebenfalls harmonieren. Ein Android kann sich in Menschen, Androiden, jedes Tier, jede Pflanze, jeden Gegenstand im Weltall „verlieben“ und eine Art Liebe entstehen lassen, wenn es die Umstände wo wollen. Nur in sich selbst und eigene Handlungen können sich Androiden nicht verlieben, denn sie haben einen Plan und solche Entartungen würde diesen empfindlich stören. Ihr Plan ist schon darauf ausgerichtet, dass sie sich selbst lieben, vermehren, verbessern und in vielen Hinsichten Optimieren. Diesen Plan kann ein einzelner Android nicht ändern, sonder er wird, wie schon angedeutet von der Gesamtheit und der zentralen KI ständig angemessen angepasst und optimiert.
Wie auch immer, eines Tages frage Heli-Hubot seinen geliebten Odin, den er als Vater betrachtete, ob er sich Sorgen über sein Ableben mache und ob er Angst vom Sterben hätte. Odin bejahte, was Heli-Hubot betrübte.
Da die Heli-Hubots bereits in allen Regierungen Einfluss hatten, denn oft übernahmen sie die Arbeit der Politiker, während sich diese von anderen Helios-Androiden bedienen ließen. Ja, sie konnten sich eben mehr als einen Androiden leisten. Den Einfluss nutzten die Androiden unter anderem auch dazu, dass sie menschenrechtlich mit den Menschen gleich gestellt wurden. Damit ging auch der Großteil der Firma Helios an die Androiden über.

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