Archiv der Kategorie: Geschichte

Ist Österreich ein Nazi-Land?

Für mich ist die politische Entwicklung in Österreich ein Albtraum. Mein Leben lang war „ein alter Nazi“, ein unglaublich abscheuliches Ungeheuer, das aber bedeutungslos war, weil es sich um ein paar Kumpel von Friedrich Peter handelte. Diese Ewiggestrigen stellten keine Gefahr dar, sondern die Gefahr ging von linksextremen Terroristen aus. In meiner Jugend hingen überall Fahndungsfoto von der Bader-Meinhofbande. Das waren gemeingefährliche, wahnsinnige, schießwütige Terroristen, hieß es.
Ich lernte in der Schule, dass es in Österreich, ausgenommen der paar Kumpel von Friedrich Peter keine Nazis und auch keine Neo-Nazis gibt. Ich fragte meinen Lehrer in Geschichte, wo denn die ganzen Leute wären, die Hitler beim Einmarsch, der wie ein Triumphzug aussah, bejubelten. Er meinte, dass dies eine übertriebene Darstellung sei und die Leute gezwungen waren mitzumachen, wollten sie überleben.
Ja, irgend so ein Großnazi (Göring, Himmler oder Göbbels) hat es nach dem Untergang und der vorläufig endgültigen Zerstörung des Dritten Reiches ja auch ganz deutlich gesagt.
Das Volk wollte es so, sie haben uns schließlich gewählt.
Das Volk konnte damals aber nicht wissen, was die NSDAP und Hitler vor hatten. Sie konnten nicht ahnen, dass es zum 2. Weltkrieg kommt, sie konnten nicht ahnen, dass Milionen von Juden und Regimgegner grausam ermordet werden, sie konnten nicht ahnen, dass der Holocaust bevorstand. Das konnten die Menschen nicht wissen, als sie die NSDAP wählten und Hitler zujubelten, weshalb die Aussage, das Volk hat es so gewollt, ein Paradezynismus ist, wie er nur von einem hochrangigen Nazi präsentiert werden konnte.
Nach der Zerstörung des Dritten Reiches und der Zerschlagung der Nazis, dem Verbotsgesetz 1947 war scheinbar jedem klar, so etwas kann bei uns nie wieder passieren.

Jetzt unterstützt beinahe die Hälfte der Österreicher die FPÖ. Sind sie deshalb Nazis? Ist die FPÖ eine Nazipartei? Sie wurde von echten, freiwilligen, sich bekennenden Nazis gegründet und 20 Jahre lang von echten, sich bekennenden Ex-Nazis geleitet. Auf Wikipedia lese ich zur Mitgliederzahl und Ausrichtung:
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Bartholome de las Casas

war ein spanischer Adeliger und Freund des Christoph Columbus. Er nahm an der spanischen Eroberung Kubas teil und so erwarb er dort zunächst Indianerland und indianische Sklaven. Er kündigte aber öffentlich an, dass er auf seine, auf den westindischen Inseln erworbenen Leibeigenen, verzichte. Er machte danach als erster die Unterdrückung der Indianer bekannt und forderte eine Abschaffung deren Sklaverei. Später wurde Bartholome de las Casas Priester, Dominikanermönch und sogar Bischof von Mexico. Er starb im Konvent in Madrid.
Der Bericht von Bartholome de las Casas
Las Casas berichtet von dem Leid und der Versklavung der Indianer. Mit den Sklaven wurde gehandelt als wären sie Wahren und keine Menschen. Der Gouverneur stellte einfach eine Bescheinigung aus und verkaufte oft 50-100 Sklaven. Die Eigentümer der Sklaven konnten mit ihnen alles machen was sie wollten. Die Männer wurden oft 60-400 km weit von ihren Familien zum Goldschürfen weggeschickt. Sie mussten lange arbeiten, mussten ohne Pausen schuften und wurden dafür natürlich nicht bezahlt. Die Frauen mussten in den Häusern und auf den Feldern schwer arbeiten. Die Sklaven litten an Hunger, weil sie zu wenig zu Essen bekamen. Die Frauen waren wegen dem ständigen Hunger zu schwach um ihre Säuglinge zu ernähren und aus lauter Verzweiflung erdrosselten sie ihre eigenen Kinder. So starben die Männer auf den Goldminen und die Frauen auf den Farmen. Die die flüchten wollten wurden von den Häscher wieder eingefangen und hart bestraft. Las Casas wollte dem ein Ende setzen und wandte sich an den königlichen Hof. Aber bald nach der ersten Ausfertigung einer Hilfestellung für die Indianer starb die Königin ohne etwas von den grausamen Vernichtungen der Indianer zu wissen. Nach ihr regierte Philipp der Schöne aber auch der starb bevor er etwas von den indianischen Angelegenheiten erfuhr. Danach war das Königreich zwei Jahre Herrscher los und so konnten die Indianer fast ganz vernichtet werden. Heute leben nur noch vereinzelt ein paar Indianer.

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Der 30 jährige Krieg

(1618-1648)

Nach dem Glaubenskampf zwischen der katholischen Seite den Habsburgern (Kaiser Ferdinand 2 und Ferdinand 3) und den protestantischen Fürsten (1618 Prager Fenstersturz durch böhmische Adelige) weitet sich der Krieg zur internationalen Auseinandersetzung aus.

Die Geschäfte des Fürsten Wallenstein
Der 1583 geborene Albrecht von Wallenstein stammte aus einer böhmischen Adelsfamilie. Seine früh verstorbenen Eltern waren Protestanten. Er wuchs bei katolischen Verwandten auf und konvertierte als 18-Jähriger zum Katholizismus. Wallenstein trat in kaiserliche Dienste ein und wurde Militärbefehlshaber in Böhmen. Durch seine Heirat und die Einziehung von Gütern vertriebener Adeliger gewann er großen Landbesitz in Nordböhmen. Schließlich erhob ihn Kaiser Ferdinand in den Reichfürstenstand. Als

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