Archiv der Kategorie: EDV

Hat Google ein Problem mit Amazon?

Seit Wochen fällt mir auf, dass Chromium das oder ein SSL-Zertifikat von Amazon für nicht sicher hält. Auch nach dem Löschen aller Cookies usw. bleibt Chromium dabei. Amazon ist nicht sicher.
Firefox hingegen hält zur gleichen Zeit, die gleiche Seite mit dem gleichen Zertifikat von Amazon für sicher. Hat Google etwa schon einen mit Amazon vergleichbaren Online-Store, oder zahlt Amazon die Rechnungen bei Google nicht? Wie auch immer ich verwende ohnehin meist Firefox, weshalb mich das kaum tangiert.

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Speicherung von Kreditkartendaten der Gäste im Hotel

Zuerst einmal eine Orientierungshilfe, die zwar für Rheinland-Pfalz herausgegeben wurde, aber leicht auf andere Gebiete und auch auf Österreich übertragen werden kann.

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Hervorheben und zitieren möchte ich aus dem PDF:

Zur Gewährleistung der hier angesprochenen Datensicherheit verpflichtet § 9 BDSG
den Hotelier, alle „technischen und organisatorischen Maßnahmen zu treffen“, die
erforderlich sind, um die rechtmäßige Nutzung der Daten zu gewährleisten.
Dazu muss er
1. Unbefugten den Zutritt zu Datenverarbeitungsanlagen verwehren (Zutrittskontrolle),
2. verhindern, dass Datenverarbeitungssysteme von Unbefugten genutzt werden
können (Zugangskontrolle),
3. gewährleisten, dass die zur Nutzung Berechtigten ausschließlich auf die ihrer
Zugriffsberechtigung unterliegenden Daten zugreifen können (Zugriffskontrolle),
4. gewährleisten, dass nachträglich überprüft und festgestellt werden kann, ob und
von wem personenbezogene Daten in Datenverarbeitungssysteme eingegeben,
verändert oder entfernt worden sind (Eingabekontrolle),
5. gewährleisten, dass überprüft und festgestellt werden kann, an welche Stellen
eine Übermittlung personenbezogener Daten erfolgt (Weitergabekontrolle),
6. gewährleisten, dass personenbezogene Daten, die im Auftrag verarbeitet werden,
nur entsprechend den Weisungen des Auftraggebers verarbeitet werden können
(Auftragskontrolle),
7. gewährleisten, dass personenbezogene Daten gegen zufällige Zerstörung oder
Verlust geschützt sind (Verfügbarkeitskontrolle) und
8. gewährleisten, dass zu unterschiedlichen Zwecken erhobene Daten getrennt
verarbeitet werden (Trennungsprinzip).
Dabei hat er insbesondere die dem Stand der Technik entsprechenden
Verschlüsselungsverfahren einzusetzen.
Diese Grundsätze der Datensicherheit gelten nicht nur für die Computer des
Hotelbetriebs selbst, sondern auch dann, wenn der Hotelier seinen Hotelgästen die
Nutzung von WLAN ermöglicht.
Kommt es trotzdem zu Datendiebstahl oder Datenverlusten, so ist der Hotelier
verpflichtet, den hiervon Betroffenen, also insbesondere den Hotelgästen, diese
„Datenpanne“ anzuzeigen und Maßnahmen zu treffen, den hierdurch drohenden
Schaden zu begrenzen; eine solche Anzeige ist auch der DatenschutzAufsichtsbehörde
gegenüber abzugeben (§ 42a BDSG).

Ist es wirklich so einfach? Speicherung von Kreditkartendaten der Gäste im Hotel weiterlesen

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Linux hat wirklich massive Probleme

Ich bin seit 1992 ein Linux-Prediger und war wirklich ein treuer Fan, der einiges in Kauf nahm und auch brav seine Beiträge für Linux geleistet hat. Von der ersten Slackware Version über SuSe, Mandrake, Red Hat bzw. Fedora und vor allem Debian und seit langem Ubuntu, ist letzteres meine erste Wahl am Desktop.

Was mache ich am Desktop mit einem Betriebssystem? Quasi nichts, es soll mir die Basis für die Anwendungsprogramme sein. Leider gibt es kaum Anwendungssoftware, die in der Produktion eingesetzt werden können. Ja, einzelne Teile wie ein Webserver, Datenbanken, Email-Server sind ausgezeichnet, sicher und wirklich ganz hervorragend. Doch ein Betrieb benötigt eine ERPS (Enterpise Ressource Plannig Software) oder entsprechende Anwendungssoftware für Buchhaltung, Lohnverrechnung, Planung, Fertigung, Verkauf …. Ohne dieser Software ist das Betriebssystem, sei es noch so gut und sicher, quasi wertlos.

Als privater Nutzer konnte ich bislang immer irgendwie Lösungen finden und somit, mit einer brauchbaren, kostenlosen Open Source Software auskommen. Ich sage euch, ich bin noch „Kernel backen“ und „kompilieren“ gewöhnt, also kann ich mir wirklich in fast jeder Situation helfen. Trotzdem ist irgendwo eine Grenze. Wenn ich ein Programm wie Anki, nach einer Stunde noch immer nicht unter Ubuntu zum Laufen bringe, dann lasse ich es und starte Fedora. Verflixt und zugenäht auch dort gibt es Qt-Bindungs Probleme und Module werden nicht gefunden, die man nicht so nachinstallieren kann, damit dieses Anki wieder läuft, obwohl ich es vor den letzten Updates jahrelang benutzte.
Langsam wird es mir wirklich zu blöd und ich starte Windows. Anki installiert und es funktioniert.

Liebe Linux Gemeinde, es ist eine absolute Schande was ihr in den letzten Jahren zusammen pfuscht. Macht aus der Hundertschaft an Distributionen eine einzige und seht zu, dass diese endlich einwandfrei funktioniert und dass dafür auch OSSW auf den Markt kommt, mit der auch Firmen etwas anfangen können.
Ich bin stink sauer und stelle zumindest für die nächsten Tage in meinem Bootmanager (Grub 2) Windows als Default-System ein.

Es geht mir ja nicht nur um Anki, aber bei OpenOffice bzw. Libre Office (wir brauchen ja unbedingt zwei Office Versionen, damit dann keine funktioniert) ist es das Gleiche wie bei Gimp und Co. Nach einem Vierteljahrhundert Linux-Treue muss ich sagen: „Es reicht mir“!

Bildquelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Linux-4-4-wird-Storage-und-Netzwerk-Performance-verbessern-2921404.html

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[:de]Bestpreisklausel – Tourismus missbraucht Parlament[:]

[:de]Ich habe mir gerade die Nationalratsdebatte zur Bestpreisklausel im Tourismus angehört und somit durfte ich miterleben, dass sich alle Parteien einig waren. Der Antrag wurde einstimmig angenommen und ein Beschluss wird folgen.
Es ist mir absolut unverständlich, weshalb die unfähigsten und dümmsten Menschen in der Tourismusbranche das Sagen und die Besitztümer haben. Das kann doch nur über Ausnützung von Schwachstellen in unserem System funktionieren. Bereicherung durch Konkurs, Steuerhinterziehunbg und Umgehung des Systems über Stiftungen und diverse Unternehmensformen. Denn könnten die Hoteliers 1 und 1 zusammen zählen, hätten sie jetzt nicht die Regierung um Hilfe anbetteln müssen. Leider lassen sich die Parlamentarier alle einstimmig missbrauchen und aus ihren Reden und Argumenten schließe ich, dass sie ebenfalls nicht einmal 1 und 1 zusammen zählen können. Die ÖVP hat wenigstens gewarnt und verdeutlicht, dass solche Eingriffe eigentlich nicht in ihrem Interesse sind, aber zugestimmt haben sie dennoch.
Der arrogante Stronach-Typ hat uns aufgeklärt:
Die Hoteliers zahlen an Booking 15 bis 20% Kommission und Booking zahlt an Google jährlich Milliarden, damit der Gast bei der Suche nach einem freien Zimmer auf der Booking Seite landet. Er erklärte, dass die Kommission für die Leistung, ein paar Byte hin und her schieben, wirklich überhöht sei, aber dass es keine andere Möglichkeit gäbe, als sie zu zahlen. Sonst wird das Hotel bei Booking hinaus geschmissen und kein Mensch findet es je wieder.
Wahnsinn, seid ihr dumm. 1 und 1 ist 2 liebe Hoteliers und Parlamentarier.
Wenn der Hotelier direkt an Google zahlt ist Booking raus und kann den Konkurs anmelden. Und wenn der Hotelier direkt an Google zahlt, über AdWords, kann er dafür soviel ausgeben und zwar gezielt und effizient ausgeben, wie es ihm sein Budget für Werbekosten erlaubt. Aus, Punkt, so einfach wäre das, würde man sein Gehirn zum denken einsetzen.
Von Google sind sowieso alle abhängig, also macht das nur den Unterschied, dass Bookings ausgeschaltet werden würde. Google bekommt damit nicht mehr Macht, denn Google ist unbedingt davon abhängig, dass sie gute Suchergebnisse liefern. Sonst brächten sie sich selbst in Gefahr und wer Google auch nur ein wenig kennt, der weiß, dass Google diesbezüglich unschlagbar ist und alles unternimmt, damit das so bleibt. Wenn der Hotelier nun sein eigens Buchungssystem (es gibt unzählige kostenlose Open Source Lösungen) auf seiner Homepage einbindet, zahlt er keine Kommissionen mehr und wenn das Buchungssystem so halwegs up-to-date ist, dann werden die Daten bei der Buchung vom Gast auf der Homepage des Hotels eingegeben und sofort direkt in das Hotelverwaltungsprogramm übernommen. Dies gibt die Daten direkt an das Buchhaltungsprogramm weiter und bis zur Jahresbilanz des Hotels kann alles vollautomatisiert ablaufen.
Aber wovon rede ich denn da, wenn jemand so unfassbar dumm ist, dass er 20% für quasi Nichts zahlt und dann die Regierung missbraucht, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.
Um eine Regierung die so schwach ist, dass sie da einstimmig mitspielt, würde ich mir ebenfalls Sorgen machen, läge mir etwas an dieser alten, verkorksten, unflexiblen, seltsamen Machtstruktur, die früher oder später ohnehin von einer direkten Demokratie abgelöst werden muss. Ob ich das noch erleben werde, dass meine Stimme so viel wert ist, wie die eins Abgeordneten, bezweifle ich, aber es muss zwangsläufig kommen, oder die Menschheit richtet sich über die rasant zunehmende Idiokratie selbst zu Grunde. Das sehe ich nicht nur bei uns, sondern auch in der Türkei, Ungarn, Russland und gerade eben in den USA (Trump wird Präsident).
Entweder die Menschen setzen unmittelbar sofort auf die moderne Technologie und arbeiten zusammen, oder die Spirale der Machtstrukturen treibt uns demnächst in ein weltweites totales Desaster.

Weblinks:
http://tvthek.orf.at/live/Politik-live-Nationalratssitzung/13889825
Kartellrecht: Bestpreisklauseln auf dem Prüfstand
https://www.parlament.gv.at/PAKT/AKT/SCHLTHEM/
Hoteliers begrüßen Ende von Bestpreisklausel[:]

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Google Brain – keine Angst vor Skynet

Wikimedia Commons; Robot Entertainer, Human Statue Bodyart, Bodypainting; Eva Rinaldi from Sydney Australia Wikimedia Commons; Robot Entertainer, Human Statue Bodyart, Bodypainting; Eva Rinaldi from Sydney Australia

In dem Artikel „Maschinelles Lernen: Google Brain gegen Titan Z“ meint Roland Austinat, dass wir noch keinen Grund haben, ein etnstehndes Skynet befürchten zu müssen. Also bitte, bei diesem Ansatz haben wir Grund anzunehmen, dass ein Taschenrechner schon gescheiter ist, als die gesamte Google-Weltelite, denn ich zitiere aus dem Artikel:

Dabei handelt es sich um 1000 CPU-Server mit 2000 CPUs beziehungsweise 16.000 Kernen, die eine Milliarde Synapsen simulieren – bei einem Kostenpunkt von 5 Millionen US-Dollar und einem Energiebedarf von 600 kW. Drei Tage lang lief das Google Brain und untersuchte dabei zehn Millionen 200 × 200 Pixel große Fotos auf Gemeinsamkeiten. Am Ende des Testlaufs stellten die Forscher fest: Das System hatte in zwei Tagen viele Gesichter von Menschen und Katzen gesehen und gelernt, diese zu erkennen.

Wieviel kW braucht mein Gehirn, um eine Katze zu erkennen? Ich halte diesen Ansatz einfach für ungeeignet. Ein paar Zeilen genialer Code wäre erforderlich, der die Ausbildung und Umformung eines Konnektoms bewirkt, sodass sich ein künstliches, neurales Netz selbstständig, permanent hinsichtlich Verbindungen und Parameter (Gewichtung, Verstärkung, Hemmung) optimiert.
Es gibt viele gute Ansätze zur Verarbeitung in der KI, ich denke gerade an Word-Net, IC-Analyse, Phrasenstrukturgrammatik, HPSG, Generative Grammatik, deep learning, … und unzählige gute, bereits vorhandene KI-Programme aus den verschiedensten Bereichen.

Leider gibt es aber kaum Ansätze zur Bewertung der Information, die eine KI erhält, also was zu vergessen ist und was wie lange und weshalb gespeichert werden muss und welchen Wert es für die KI hat. Mein Gehirn weiß, dass es den Großteil der Infos, die von Receptoren kommen, sei es nun das Auge, Ohr, die Temperatur oder Drucksensoren, überhaupt nicht beachten muss.

Allerdings muss man auch bedenken, dass das Google Brain in 2 Tagen „Gesichter“ und „Katzen“ erkennen lernte. Ein zwei Tage altes Baby wird das wohl kaum schaffen, auch wenn das TV-Gerät ununterbrochen neben ihm läuft.

Meine KI, Heli-Bot, wird daher ganz anders konzipiert.
.) Er/Sie/Es bzw. er, der Android, muss mit der Energie, die umgerechnet ungefähr den Tagesbedarf eines Menschen in Joule etspricht, auskommen und zwar für Sensoren, Recheneinheiten und inklusive Bewegung und Fortwewegung.
.) Er muss in etwa die Informationen bekommen, die ein Mensch bekommt (Sehen, Hören, Temperatur, Druck, Stellung aller Teile im Raum, Beschleunigung der Teile und des Ganzen im Raum…, aber er braucht nur einen kleinen Teil davon verarbeiten.
.) Er muss Dinge und sich selbst bewegen können.
.) Er muss (be-)greifen und tasten können.
.) Er muss sich als Summe aller Hard- und SW-Teile und gespeicherten Daten verstehen und sich mit jedem dieser Teile identifizieren.
.) Er muss sich großteils selbst warten und reparieren können.
.) Er muss sich selbst 1:1 nach bauen, reproduzieren, können.
.) Er muss „träumen“ können, also in den Phasen, in denen er nicht voll ausgelastet ist, muss er Erlebtes verarbeiten, Assoziationen bearbeiten und neue herstellen. Das Konnektom verändern bzw. optimieren.
.) Er muss Freude, Leid, Schmerz, unangenehm und angenehm kennen, was ja nicht schwer zu implementieren ist und vor allem muss er ein aller übrigen SW übergeordnetes Modul (Objekt, Funktion, Prozendur) besitzen, die „Leben und funktionieren wollen, sowie sich weiter zu entwickeln und sich zu verbessern“ als oberste Priorität vorschreibt. Das muss die „main-Funktion“ sein, der alles übrige untergeordnet ist.

Mir fällt dazu der Versuch mit einem Vogel ein, dem zuerst ein senkrechter, bewegter Strich präsentiert wird, worauf der Voglel nicht reagiert. Einen waagrechten Strich hingegen, der sich in Richtung der Längsachse bewegt, versucht er zu fressen.
Der senkrechte Strich kann sofort gefiltert werden – unwichtig, uniteressant, keine weitere Verabeitung der Information.

Müsste ich aus dem Material von 1000 Verkehrskameras über einen Zeitraum von einigen Stunden durchsuchen, um festzustellen, ob ich ein, mir bekanntes Gesicht finde, wäre das für mich eine Lebensaufgabe. Solche Leistungen zu erbringen sind für eine KI, die eine menschenähnliche Intelligenz entwickeln soll, völlig entbehrlich. Von vorne herein eine göttliche Intelligenz entwickeln zu wollen, die alles weiß und kann, wäre nicht nur anmaßend, sondern auch nicht sinnvoll, wenn man eine KI mit der Intelligenz die der eines Menschen ähnelt schaffen will.

Ich denke, es geht nicht um Leistung und Parallelisierung, sondern um kluge Algorithmen. Eine „GeForce Titan Z“ könnte natürlich aber trotzdem ganz nützlich sein. 😉

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