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Florian Aigners Sicht zu Bhakdi auf Twitter

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Zitate:
Sucharit Bhakdi ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, dass es extrem schwierig ist, Expertise richtig einzuschätzen. Wie können wir beurteilen, wer als wissenschaftliche Quelle glaubwürdig ist? Es gibt dafür keine einfache Formel.

Eine erste Frage, die man stellen sollte: Weiß die Person überhaupt, wie Wissenschaft funktioniert? Hat sie, etwa durch eigene Forschung oder sonst irgendwie bewiesen, dass sie mit Fakten sorgfältig umgeht, oder handelt es sich um jemanden aus dem Esoterik-Millieu?

Den Test besteht Bhakdi glänzend: Er hat wissenschaftliche Erfahrung, er hat wissenschaftlich publiziert. Kein Zweifel: Er ist grundsätzlich ernst zu nehmen.

Zweite Frage: Ist der Experte wirklich vom Fach? Wenn mir ein genialer Elektrotechniker etwas über Viren erzählt, mag das durchaus interessant sein – aber es ist nicht seine Expertise, und ich werde im Zweifelsfall dem Virologen eher glauben.

Auch hier besteht Bhakdi mit Auszeichnung: Er ist Mikrobiologe und Infektionsepidemiologe. Wer soll über COVID reden, wenn nicht er? Und trotz seiner hervorragenden Qualifikation ist Bhakdi irgendwo falsch abgebogen, gab Interviews bei Verschwörungsschwurblern und schrieb

ein Buch mit dem Titel „Corona Fehlalarm?“. Fachkollegen haben ihn dafür heftig kritisiert und ihm Ungenauigkeiten und Übertreibungen vorgeworfen. Bhakdi spricht durchaus berechtigte politische Fragen an und bläst sie dann auf,

um am Ende das Vertrauen in die öffentliche Corona-Information insgesamt zu erschüttern. So ebnet er den Weg für Hardcore-Verschwörungsschwurbel.
Wir müssen daher immer auch noch eine 3. Frage stellen: Widerspricht die Person dem wissenschaftlichen Konsens seiner Fachdisziplin?

Konsens ist nämlich immer stärker als Einzelmeinungen. Wissenschaft ist nicht die Meinung des Klügsten, sondern ein Geflecht an Fakten, die einander gegenseitig stützen. Natürlich kann es sein, dass die Mehrheitsmeinung in der wissenschaftlichen Community korrigiert werden muss –
dann ist es richtig, sich als Einzelner gegen die Mehrheitsmeinung zu stellen. Aber das sollte man nur, wenn man verdammt gute Argumente hat. Hat Bhakdi die? Nein. Er sät Zweifel über Dinge, die außer Zweifel stehen. Er wirft Fragen auf, die längst beantwortet sind.

Drosten z.B. macht das nie: Er hat seine eigenen Sichtweisen, legt aber immer großen Wert darauf, die wissenschaftliche Literatur seines Fachs zu kennen und ernst zu nehmen. Er stellt sich nicht über den Konsens seiner Kollegen.

Genau das ist ein wesentlicher Kern der Wissenschaft: Einsehen, dass die eigene Meinung zwar wertvoll ist, dass es aber noch etwas Größeres gibt – ein Faktennetz, an dem unzählige Leute mitgearbeitet haben, das vertrauenswürdiger ist als die eigene Meinung.

Und das ist leider bei Bhakdi anders. Er ist zweifellos ein kluger Mann. Aber genau deswegen hätte er eine moralische Verantwortung, Verschwörungsschwurbel nicht zu fördern sondern ihm entgegenwirken. So wie er das bisher macht, wird das leider nichts.

Wen solche Themen interessieren: Tiefer gehe ich auf solche Dinge in meinem neuen Buch ein – „Die Schwerkraft ist kein Bauchgefühl“, ab 28.09 im Buchhandel.

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Karl Schmähammer

Der Karl Schmähammer, auch ein Absolvent der Baumschule, wie es sich für eine Waldnation gehört, hat heute im Ö3-Wecker wieder einmal eine wichtige Pressekonferenz gegeben.
Liebe Pulizitinen und Pulizisten ich bin außen schön und innen Minister, stellt er sich vor und warnt uns, weil die Schule wieder voll im Gang ist und das ein erhötes Sicherheitsrisiko darstellt. Somit hat er die Corona-Regeln neu definiert.
1.) Die Lehrer sollen den Aerosolaustauch auf ein Minimum reduzieren und schweigen und den Lehrstoff mittels Tafel, Folien oder pantomimisch vermitteln.
2.) Schülern ist es gestattet aufzuzeigen, allerdings dürfen sie dann nichts sagen. Aussagen wie „Ich kapier das nicht“ oder „Sie haben einen Vogel Herr Fessor“ sind natürlich schon gestattet und
3.) zwischen zwei Schülern ist ein Sicherheitsabstand von der Eulerschen Konstante hoch Wurzel aus Pi einzuhalten.
Dann bedankt er sich noch beim Bildungsminister für die präzise Formulierung und meint Impfstoff ist wichtiger als Lehrstoff und verabschiedet sich.
Die Podcasts zum Nachhören gibt’s auf Ö3-Comedy.

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Ubuntu MATE 20.04 LTS Review: Better Than Ever

itsfoss.com: Ubuntu MATE 20.04 LTS Review: Better Than Ever. https://itsfoss.com/ubuntu-mate-20-04-review/

Ehrlich gesagt, ist es mir das erste mal seit 30 Version passiert, dass Ubuntu zu viele Partitionen auf meinem PC vorfand und ich musste die Partitionen manuell zuweisen, oder die ganze Festplatte formatieren. Sonst gab es keine Probleme und ich bleibe jedenfalls bei Gnome.

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Demos für Grundrechte – ich fasse es nicht

Während einer Pandemie gehen die Leute auf die Straße und demonstrieren gegen die Maßnahmen, die sie schützen sollen und pochen auf ihre Grundrechte. Und gleichzeitig bestimmt Google und Facebook was sie sagen dürfen und was nicht.

Klar, wenn man einen bot beleidigt, muss man gesperrt werden, denn wo kämen wir denn sonst hin, wenn man unsere Technologie anzweifelt.

Und noch schlimmer ist es natürlich, wenn man ganz allgemein jemand für dumm, egoistisch und asozial hält, wenn er behauptet, dass Mund-Nasenschutz nichts bringt und dazu aufruft, die Maßnahmen, die unsere Regierung getroffen hat um uns zu schützen, zu boykottieren.

Schließlich zählt ja nicht, was die Regierungen sagen, sondern nur das, was Facebook und Google sagt. Wenn Google oder Facebook findet, dass etwas gegen den Jugendschutz, oder was auch immer, verstößt, wird es aus dem Internet verbannt. Wir haben längst eine Zensur, doch die Menschen demonstrieren für ihr Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gegen die Regierung – nicht gegen Google und Facebook. Dieser Wahnsinn führt bei mir dazu, dass ich mich allmählich für staatliche Zensur und ein Sozialkredit-System aussprechen muss. Das ist traurig und wäre wirklich ganz schlimm für unsere Freiheit, aber ich sehe keine Alternative.

Aber was soll man von einer Gesellschaft schon erwarten, in der sich Menschen über eine App die vom Roten Kreuz und der Regierung gut geheißen aufregt und wehrt, weil sie nicht überwacht werden wollen und gleichzeitig sind sie mit ihrem Handy, auf dem sie als Besitzer nicht einmal Root-Rechte bzw das Administrator-Passwort haben auf Facebook, Google und Amazon unterwegs sind.
Der Boom an Verschwörungstheorien, der reflexartige Widerstand für alles, was von der Regierung kommt und der sprachliche Ausdruck (manchmal kommt es mir so vor, als gäbe es nur noch Legastheniker und Analphabeten, selbst unter den sogenannten Journalisten) unterstreicht meine These, dass der Großteil der Bevölkerung bereits derart verblödet ist, dass ich mir Sorgen machen müsste, erwartete und erhoffte ich mir etwas von ihnen.

Sie Schildbürger hätten jedenfalls ihren Spaß mit uns, denn zuerst wählen die Leute demokratisch eine Partei, also indirekt die Regierung und dann stehen sie nicht zu der Regierung, sondern demonstrieren dagegen. Das bedeutet eigentlich, dass die Leute gegen sich selbst sind und keine Ahnung haben, was Demokratie bedeutet.

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