Alle Beiträge von Helmut Hirner

Vor der Wahl ist nach der Wahl

Ich gehe davon aus, dass die FPÖ die Wahl gewinnt und hoffe nur, dass sich Herr Strache dann nicht gleich auf die ÖVP einlässt, sondern sich taktisch geschickt, die SPÖ an den Tisch holt. Nur wenn sich die ÖVP richtig vor Blau-Rot fürchtet, können die finsteren Mächte der schwarzen Landesfürsten aufgebrochen werden und dann kann die FPÖ die ÖVP vielleicht sogar dazu zwingen, dass sie auch nach der Wahl, das neu von der FPÖ abgeschriebene Parteiprogramm beizubehalten. Mit einer geschickten Strategie und harten Verhandlungen, könnte die FPÖ einen brauchbaren Koalitionspartner aus der ÖVP machen, deren Inhalte mit den eigenen gut vereinbar sind. Eine starke Blau-Schwarze Koalition könnte dann endlich wirklich Veränderungen bringen und zeigen, dass die Bundesregierung über dem Land steht. Und Kern könnte, wie Schulz in Deutschland, endlich in der Opposition wieder einmal gesund schrumpfen, ausmisten, zur Vernunft kommen und sich auf die eigentlichen Werte der Sozialisten besinnen, denn seit Kreisky wurde das bei der SPÖ leider verabsäumt.


Bildquelle: Leider weiß ich nicht mehr, wo ich den armen Adler her habe, aber falls sich jemand meldet, werde ich natürlich den Urheberrechten nachkommen und einen entsprechenden Verweis setzen, oder ihn auf Wunsch entfernen.

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Die Nazi-Keule oder blauner NaziDepp

Ich bin jetzt 60 Jahre alt und habe als Grüner die Stalin-Keule gegen die SPÖ geschwungen, gegen die ÖVP die Bonzen-Keule und gegen die FPÖ die Nazi-Keule. Aber jetzt habe ich meine Keulen in die Donau geworfen. Ich brauche sie nicht mehr, ich versuche statt dessen zu denken und menschlich und vernünftig zu handeln. Da unsere Regierung, also die SPÖVP, schwere Fehler machte und nicht zur Verantwortung gezogen wurde, musste ich mich ändern um eine Chance auf Gerechtigkeit und Fairness zu erhalten. Ich hörte Herrn Strache lange zu und fand die für mich unglaubliche Lösung. Ich habe Kreisky meine Stimme gegeben und ein paar mal den Grünen und sonst immer nur gewählt, damit die FPÖ eine Stimme weniger bekommt, aber meine Lösung heißt jetzt FPÖ und Herr Strache. Sie sind die einzigen, die wirklich etwas verändern können und ich will Veränderung. Da ich vom linken Hund (ich bezeichne mich selbst so) nach rechts wechsle, spüre ich plötzlich die Nazi-Keule und ich muss sagen, es ist peinlich. Peinlich für den, der sie schwingt, denn ich kann sie kaum spüren – das kitzelt nicht einmal.
Gebt der Zukunft eine Chance und vergesst, was euch die Nazi-Geschädigten einreden wollen. Wir sind alle viel zu jung (ja, auch ich mit 60), um Schuldgefühle haben zu müssen für das, was unsere Urgroßväter womöglich („womöglich“ deshalb, weil nicht „jeder“ Urgroßvater – ich bestreite sicher kein Holocaust [heute muss man alles immer ganz genau erklären, sonst wird einem sofort das Wort im Mund umgedreht, wenn man FPÖ- und Strache wählt {laut Wolf ist der Pilz ja auch schon ein Antisemit, obwohl der Pilz nicht einmal richtig blau geworden ist}]) angerichtet haben. Nein, ich kann niemals ein Nazi sein, denn ich bin erst 1958 geboren, da gab es keine NSDAP mehr. Neo-Nazi, Skinhead, Hooligan usw. kann ich auch nicht sein, denn ich bin Österreicher und spreche Deutsch, was bei all diesen skurrilen Gruppierungen nicht der Fall ist. Trotzdem muss ich mir jetzt gefallen lassen, als „blauner Nazidepp“ bezeichnet zu werden. Kein Problem – ja – ja ich lasse es mir gerne gefallen, denn ich weiß, wie verzweifelt argumentationslos man sein muss, um so eine Keule auszupacken. Ich bin nicht mehr so verzweifelt, denn ich wähle die FPÖ und zwar mit der subjektiven Gewissheit, dass ich mich nicht verhört habe, als ich Herrn Strache zugehört habe und dass ich mich nicht verlesen habe, als ich das Parteiprogramm der FPÖ las. Genau das, liebe Leute und ÖsterreicherInnen empfehle ich euch auch, denn wenn ihr das wirklich ehrlich macht, dann werdet ihr eure Keulen auch weg schmeißen, oder sie höchstens gegen den eigenen Kopf schlagen.


Bildquelle: Eybl, Plakatmuseum Wien/Wikimedia Commons / , via Wikimedia Commons

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Anonyme Umfrage Nationalratswahl in Österreich 2017: Welche Partei werden Sie wählen?

So, ich habe mir eine Meinung gebildet und beschäftige mich bis zum 15. Oktober nicht mehr so intensiv mit dem Wahlkampf. Trotzdem würde mich interessieren, zu welcher Partei meine Leser tendieren. Daher starte ich noch eine anonyme Umfrage dazu.

Welche Partei werden Sie wählen?

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Falls jemand die Parteien nicht kennt, hier eine objektive Beschreibung auf Wikipedia.

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Für wie blöd halten die Medien uns Österreicher eigentlich?

Da wird ständig pseudo-fachmännisch von Akademikern diskutiert, ob der kernlose (keine und gleichzeitig viel Erfahrung) Kern oder der kurze (kurz in der Politik) Kurz Kanzler wird. Seid ihr so ignorant und dumm, oder ist das eure Wahlkampfstrategie? Ihr müsst froh sein, wenn der, den ihr für einen eventuell nur theoretisch  möglichen Kanzler haltet, mit uns Österreichern und der FPÖ nicht die absolute Mehrheit schafft. So schaut’s aus.

Was glauben K. & K. eigentlich, wer sie noch wählt? Steuerzahler? Eltern von Kindern in Kindergärten und Schulen? Raucher? Wirte? Wer weiß, vielleicht hoffen sie ja auf die Stimme von illegalen Flüchtlingen und sie haben sie deshalb ohne jede Kontrolle willkommen geheißen.

Die SPÖ und ihre Salafisten-Mimose (wer gemeint ist dürfte klar sein, aber ich nenne explizit keinen Namen, obwohl die Bezeichnung Salafist und Mimose nicht von mir stammen; ich habe sie nur zusammengefasst) sind sowieso Vergangenheit und wer glaubt den schon an die Konvertierung des neuen ÖVP-Chefs der neuen ÖVP?
Das ist doch klar, dass nach der Wahl die neue ÖVP wieder die alte ÖVP werden würde und sich nichts änderte. Auch wenn Kurz plötzlich alles fehlerfrei nachbeten kann, was Strache seit Jahren sagt, dann wird wohl kein Österreicher das ernst nehmen und für authentisch halten.
Aber gut schauspielern kann er schon. Da hat ihm der Chef der Neos anscheinend doch mehr beigebracht, als bei einer Rede breitbeinig zu stehen. Als Kanzler ist der Jungspund vielleicht in 20 Jahren interessant, wenn er vorher langfristig beweist, dass er sich nicht dauernd erneuert. Das wir jetzt einen erfahrenen Erfahrungslosen, wie er selbst sagt, als Kanzler haben, ist eine Schande, aber im Oktober wird sich das ändern, darauf wette ich, obwohl ich sonst nie wette.

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Deutsche Bundestagswahl 2017 – Auswirkung auf Österreich?

Natürlich habe ich mir angehört, was die Parteichefs nach der Wahl zu sagen hatten und wenn es nach meinem ersten Eindruck nach der Wahl ginge, hätte die SPD noch höher verlieren sollen, denn Herr Schulz ist offensichtlich auch ein schlechter Verlierer, wie man bei der Berliner Runde – Nach der Wahl mit AfD, Linke, CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP – hört:

Ich hörte aber auch, obwohl ich kein Merkel-Fan ohne Einschränkungen mehr bin, weshalb Frau Merkel zurecht Kanzlerin ist und bleibt, dann gefiel mir Christian Lindner am zweitbesten. Katja Kipping klang ebenfalls vernünftig und auch Katrin Göring-Eckardt war zumindest besser, als unsere derzeitigen Grünen. Der Rest war für mich inakzeptabel, ganz besonders Herr Schulz. Der sollte seinen Frust wo anders ablassen und statt die anderen damit zu brüskieren, einmal ein wenig in sich gehen und demütig die fatale Niederlage hinnehmen. Und am besten auch gleich zurück treten, wenn die SPD jemals wieder eine Chance haben soll (Kern hat das noch vor sich).
Am häufigsten ging es wieder einmal um die AfD und Jörg Meuthen hat verlautbart, dass die AfD Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus nicht tolerieren wird und im Gegensatz zu den Meldungen die man sonst überall liest, soll die AfD auch nicht gegen die EU sein, sondern es gehe ihnen um eine hohe Eigenständigkeit der Mitgliedsstaaten. Die anderen haben dazu hauptsächlich gelacht, aber auch ein paar Aussagen von AfD-Mitgliedern zitiert, die etwas gegenteiliges aussagen sollten. Aber für Provokation in der Politik ist Herr Meuthen schon. Das sei ein Werkzeug der Politiker, meinte er.

Frau Merkel lässt gerne all ihre Entscheidungen der Vergangenheit prüfen, höre ich, aber trotzdem waren sich die Jamaika-Parteien einig, dass sie nicht in der Vergangenheit herum wühlen wollen, sondern sich auf die Aufgaben der Zukunft konzentrieren möchten. Dabei vergaß Frau Merkel nicht, ein paar mal das Stichwort „Digitalisierung“ zu erwähnen, eine kluge Frau eben.
Herr Schulz hingegen wollte die Anwesenden gleich und sofort zu einer Regierungsbildung zwingen und die „übermuttivierten“ Äußerungen über Frau Merkel empfand ich als sehr peinlich. Dass er sofort eine schlechte Regierung bilden wollte (denn er ist ja nicht mehr dabei) und das noch dazu als Verlierer, das fand ich unerträglich arrogant und höchst borniert. Es zeigt mir, dass ihm die Wähler, Deutschen und Arbeiter völlig egal sind, es geht ihm offensichtlich nur um sich selbst und wie er zu glauben scheint, um „seine“ Partei. Das, lieber Herr Schulz, ist für einen Sozialisten zu wenig! Viel, viel, viel zu wenig – ja, beinahe das Gegenteil eines sozialistischen Gedankens.

Was lese ich jetzt aber gerade von Gerfried Sperl auf news.at

Hat das deutsche Ergebnis Einfluss auf Österreich?
Ja und Nein. Für Christian Kern und die SPÖ, die im Prinzip eine ähnliche Politik wie die SPD verfolgen, bedeutet der Rückschlag für Martin Schulz keinen Rückenwind. Ob Sebastian Kurz profitiert ist momentan ungewiss. Einerseits rückte er mit seinen Positionen in der Flüchtlingspolitik nach rechts. Andererseits ist er in dieser Frage einig mit der CSU und ist wie sie auf Distanz zur Flüchtlingspolitik Merkels gegangen ist.

Gestärkt wird zweifellos die FPÖ, wodurch die ÖVP im Falle einer Koalition unter Druck gerät – sie muss noch noch weiter nach rechts rücken, als sie es ohnehin schon getan hat.

Na dann schau ma mal, aber mit „ja und nein“ hätte ich den Absatz nicht begonnen, wenn ich dann über ein eindeutiges „ja“ schreibe, oder ist eine negative Auswirkung auf SPÖ und ÖVP und eine positive Auswirkung auf FPÖ keine Auswirkung? Also von der FPÖ scheint Herr Sperl jedenfalls nicht zu sein, wenn er seine Aussage mit „ja und nein“ beginnt. Ich bin auch noch nicht direkt von der FPÖ, also kein Mitglied, aber ich entscheide mich für ein eindeutiges „ja“ und zwar zugunsten der FPÖ, wenn es um die Auswirkung der gestrigen Wahl in Deutschland geht.

Weblinks:
Bundestagswahl 2017
Petry plante AfD-Spaltung wohl schon seit Monaten
Wahl in Deutschland: Reaktionen der Gewinner & Verlierer
Politik für Anfänger:
Liberalismus
Konservatismus
Sozialismus

Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_2017

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