Alle Beiträge von Estella

Joseph-Maurice Ravel

(* 7. März 1875 in Ciboure, Département Pyrénées-Atlantiques; † 28. Dezember 1937 in Paris) war ein französischer Komponist und neben Claude Debussy Hauptvertreter des Impressionismus in der Musik.

Herkunft
Maurice Ravel wurde als erster von zwei Söhnen geboren. Sein Vater stammte aus Versoix in der französischen Schweiz und war von Beruf Ingenieur. Dessen Lieblingsprojekt, in das er viel Zeit und Geld investierte, war die Weiterentwicklung des Gasmotors (Explosionsmotors). Mit dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 zerschlugen sich jedoch seine Hoffnungen, das Projekt jemals vollenden zu können. Er hielt sich zeitweilig in Spanien auf, wo er Marie Delouart, eine Baskin, kennen lernte. Das Paar heiratete 1873 und ließ sich im französischen Teil des Baskenlandes in der Nähe von Biarritz nieder. Kurz nachdem Maurice geboren war, siedelte die Familie noch 1875 nach Paris über, wo der Vater eine Anstellung gefunden hatte. Maurices Bruder Edouard, welcher wie der Vater Ingenieur wurde, kam 1878 auf die Welt.

(346)

Eine Partitur

ist eine untereinander angeordnete Zusammenstellung aller Einzelstimmen einer Komposition oder eines Arrangements, so dass der Dirigent das musikalische Geschehen auf einen Blick überschauen kann. Sie ist meistens auf Papier geschrieben oder gedruckt. Partituren werden auch verwendet, um Musik reproduzierbar aufzubewahren.

Aufbau
Die „klassische“ Orchesterpartitur umfasst von oben nach unten die Stimmen für:

Holzbläser, Flöten , Oboe, Klarinetten, Fagotte, Blechbläser ,Hörner ,Trompeten, Posaunen, Tuben, Schlaginstrumente
mit bestimmter Tonhöhe: (Pauken, Celesta, Glockenspiel, Xylophon usw.)
mit unbestimmter Tonhöhe: (Trommeln, Becken, Triangel usw.)
Harfe oder Klavier
Solisten
Chor
Streicher
Violine – fast immer geteilt in erste und zweite Bratsche, Violoncello, Kontrabass,
In Partituren der Kirchenmusik steht der Chor des Öfteren zwischen den Streichern (Violinen, Violen) und dem Continuo (Orgel, Celli, Fagotte, Kontrabass).

Besetzungsangaben
Einer Partitur wird meist zusätzlich die genaue Besetzung des Werks vorangestellt. Diese kann, wie es in Katalogen oder Werkverzeichnissen geschieht, auch mit einem Schlüssel abgekürzt werden, die die Kenntnis des Partitur-Schemas voraussetzt. So bedeutet 3333/4321/Pk/-/Str:

je 3 Holzbläser
4 Hörner
3 Trompeten
2 Posaunen
1 Tuba
Pauken
keine Harfe
Streicher

Die drei großen Gruppen (Holzbläser, Blechbläser, Streicher) sind in sich nach Tonhöhe sortiert. Die einzige Ausnahme machen hier die Hörner, die eigentlich zwischen Trompeten und Posaunen klingen.

(281)

Dur und Moll

Dur
Dur bezeichnet man in der Musik ein Tongeschlecht. Dabei kann sich das Tongeschlecht sowohl auf einzelne Tonarten oder einzelne Akkorde beziehen oder auch einen einzelnen Musikabschnitt näher bezeichnen. Kennzeichnend für den Dur-Charakter ist rein formal gesehen das Intervall zwischen dem Grundton und der Terz der betreffenden Tonleiter. Wenn dieser Abstand einer großen Terz entspricht, dann handelt es sich um Dur. Eine große Terz, die vom Grundton aufwärts verläuft wird auch Durterz genannt, das entspricht dem Abstand von vier Halbtonschritten. Die zwölf Durtonleitern werden jeweils nach ihrem Anfangston benannt. So ergeben sich die Stammtöne C, D, E, F, G, A, H, C die C-Dur-Tonleiter.

1-1-½-1-1-1-½
Die C-Dur wird verwendet um die anderen Duren zu bilden.

Moll
Moll bezeichnet in der Musik ein Tongeschlecht. Dieses kann sich auf eine Tonart, eine Tonleiter, einen Akkord oder einen einzelnen Musikabschnitt beziehen.
Für die Moll-Zuordnung einer Tonleiter bzw. eines Akkords ist ausschlaggebend, dass sich zwischen dem Grundton und dem dritten Ton ein Abstand (Intervall) von einer kleinen Terz So ergeben z. B. die Stammtöne A, H, C, D, E, F, G, A die a-Moll-Tonleiter.

1-½-1-1-½-1-1
Die A-Moll wird verwendet um die anderen Duren zu bilden.

Der Gegenbegriff zu Moll ist Dur und zu Dur ist Moll.
Es ist in Musik verbreitet, Durtonarten vorwiegend als „fröhlich“ und Molltonarten eher als „traurig“ zu charakterisieren, wenngleich die Wahl des Tongeschlechts nicht allein ausschlaggebend für den Charakter eines Musikstückes sein muss.

(225)

Wilhelm Richard Wagner

(* 22. Mai 1813 in Leipzig; † 13. Februar 1883 in Venedig im Palazzo Vendramin-Calergi)
war ein deutscher Komponist, Dramatiker, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent. Mit seinen Musikdramen gilt er als einer der bedeutendsten Erneuerer der europäischen Musik im 19. Jahrhundert. Er veränderte die Ausdrucksfähigkeit romantischer Musik und die theoretischen und praktischen Grundlagen der Oper, indem er dramatische Handlungen als Gesamtkunstwerk gestaltete und dazu Text, Musik und Regieanweisungen schrieb. Als erster Komponist gründete er Festspiele in dem von ihm geplanten Bayreuther Festspielhaus. Seine Neuerungen in der Harmonik beeinflussten die Entwicklung der Musik bis in die Moderne.

(261)

Rondo

Das Rondo ist eine seit dem 17. Jahrhundert bekannte musikalische Form, bei der sich ein gleich bleibender, mehrmals wiederkehrender Teil mit verschiedenen Zwischenteilen wechselt. Der gleich bleibende Teil heißt Refrain, die wechselnden Zwischenteile nennt man Couplets. Das Rondo kann für sich alleine stehen, ist aber meist ein Teil (Satz) eines zyklischen Werkes.

Man unterscheidet hauptsächlich zwei Rondotypen:

• Kettenrondo
• Bogenrondo (symmetrisches Rondo)

Kettenrondo
Beim Kettenrondo wechseln sich stets neue Couplets (B, C, D etc.) mit einem wiederkehrenden Ritornell (A) ab.

A – B – A – C – A – D – A… – A
Das Kettenrondo ist eine für Barockmusik typische Rondoform.

Bogenrondo
Das Bogenrondo hat eine symmetrische Anlage. In ihm umrahmen zwei Eckteile (A-B-A) einen kontrastierenden Mittelteil (C):

A – B – A – C – A – B – A
Da die Form des Bogenrondos typisch für Musik der Wiener Klassik ist, nennt man es auch klassisches Rondo.

(433)