Dr. Philip Zimbardo – Videospiel- und Pornosucht führen zu Männlichkeitskrise

Philip Zimbardo hat nicht nur interessante Theorien aufgestellt und Bücher geschrieben, man findet auf YouTube auch einige Videos von ihm https://www.youtube.com/results?q=philip+zimbardo. Sein „Lucifer Effect“ und „The Stanford Prison Experiment“ mögen vielleicht am bekanntesten sein, aber ich finde „Man (Dis)connected“ mindestens genau so spannend.


Was sagt Google Translate zu einer Rezension?

„Ebenso ist Pornografie eine riesige Verschwendung von Zeit, süchtig, und in der Regel schlecht für Ihr Gehirn. Er gibt an, dass es nie eine Zeit in der Geschichte gab, in der Männer solch eine verzerrte Ansicht von Wirklichkeit in der Welt des Geschlechtes bis das 21. Jahrhundert sehen konnten und es hat große Auswirkun- gen auf Männer. Im Allgemeinen schafft Pornografie eine Fantasy-Welt, wie Männer Sex wahrnehmen. Während im wirklichen Leben Sex in den Grenzen einer Beziehung liegen soll (und ich würde eine eheliche Beziehung behaupten), die vermutlich die Emotion und die Vernetzung mit einer anderen Person kultivieren soll. Pornografie löscht dieses letzte Element weitgehend aus der Gleichung: Er erklärt, dass Pornografie unglaublich egoistisch ist und die Handlungen im Porno sind in keiner Weise, wie eine echte Frau behandelt werden möchte oder ansprechend finden würde, wenn ein Mann es ihr angetan hätte. Was passiert, wenn junge Männer sehen Pornografie abgesehen von einer sexuellen Beziehung ist eine unrealistische Erwartung, was Sex ist. Sie gehen ins Schlafzimmer und erwarten von ihrer Frau gewisse Dinge, die grotesk und sogar erschreckend sind, weil sie von einer Fantasiewelt bedingt sind. Es ist auch wirklich süchtig: ähnlich wie Videospiele, porn beeinflusst die Dopamin-Rezeptoren in Ihrem Gehirn, damit Sie sich gut fühlen, was Sie sehen. Das Problem ist, dass jedes Mal, wenn Sie Porno sehen es ein wenig mehr das nächste Mal, um die gleiche „high“ zu erreichen. …“

Und dann fragt sich der Leser:
„Die Zukunft ist ein wenig schrecklich beim Lesen dieses Buches. Immer mehr Kinder werden ipads, iphones, Computern und Videospielen in einem verrückten frühen Alter ausgesetzt. Wie werden sie erwachsen? Werden sie sozial dysfunktional? Nur die Zukunft wird es zeigen.“
Ich bin ein Techno-Freak und sehr begeistert von den technischen Entwicklungen, aber auch ich befürchte, dass sich die Menschen über die Gefahren bewusst werden sollten. Genau deshalb lese ich Zimbardo.


Weblinks:
Psychologe warnt: Videospiel- und Pornosucht führen zu Männlichkeitskrise

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Ein Gedanke zu „Dr. Philip Zimbardo – Videospiel- und Pornosucht führen zu Männlichkeitskrise“

  1. Auf FB erhielt ich dazu gerade folgenden Kommetar:
    lso ich glaub, da ist der Gute auf dem Holzweg. Er hat demonstriert, dass er Positionen von der regressiven Linken als absolute Wahrheit übernommen hat (z.B. »ausnahmslos alle Spiele/Pornos sind von Männern designt« – beides ist widerlegt). Außerdem verläuft die Grenze zwischen »virtueller« und realer Welt nicht per se durch Bildschirme. Nicht weil etwas technologisch ist, ist es virtuell. Es ist virtuell, wenn es eine Geschichte im weitesten Sinn ist, und zwar auch dann, wenn es z.B. ein Buch ist. Außerdem sind Süchte gleich welcher Art mehr ein Symptom als eine Ursache. Und mit all diesen nutzlosen Prämissen ist jeder wissenschaftliche Schluss eine Illusion.

    Meine Antwort:
    ch sehe das ein wenig anders, denn die virtuelle Welt, die man durch ein Buch betreten kann, ist eine völlig andere, als die, die jedermann durch die modernen Medien zugänglich wird. Ich glaube kaum, dass jemand seine Umgebung vernachlässigt und unzählige Stunden vor einem Buch hockt und dabei onaniert. Ich sehe jedenfalls die Gefahr der Flucht in eine Scheinwelt und finde, dass es an der Qualität liegt. Durch die heutige Technik verschwindet die Grenze zwischen virtuell und real. Wenn ich meine Zahlungen online tätige und meine Einkäufe erledige ist das Teil meiner realen Welt. Wenn im zweiten offenen Fenster ein Porno läuft oder WOW gespielt wird, dann wird das vielleicht deutlicher. Ich fürchte, die Menschen überfordern sich immer mehr und die Kinder sehe ich da am gefährdetsten. Aber die Zukunft wird alles zeigen. Es wird sich hoffentlich nicht herausstellen, dass die Amokläufe exponentiell zunehmen und ebenso die psychischen Erkrankungen. Dabei ist mir bewusst, dass „psychische Erkrankung“ ein sehr heikles Thema ist, mit dem man möglichst sensibel umgehen sollte.

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