Rechts-Links-Ruck, die Mitte geht verloren

(Last Updated On: 22. Oktober 2015)

Nachdem der Artikel „Flüchtlingspolitik aus einem anderen Blickwinkel“ immerhin einige Kommentare erntete, wobei ich auch heraus hörte, dass manche denken, die Leute in den Krisengebieten, besonders im ehemaligen Paradies, Mesopotamien, *sollen ihre Probleme selbst lösen, vermerke ich, dass es längst nicht mehr ihre Probleme sind und sich das Krisengebiet langsam vom Nahen Osten über die gesamte EU ausdehnt.

Nicht nur weil die Flüchtigen ihre Heimat verloren und zu Hunderttausenden in die EU flüchteten und weitere noch kommen werden, wodurch sie hier eine Polarisierung der Gesellschaft und Politik auslösten, sonder weil wir mit schuld sind und weil ich in erster Linie ein Mensch bin.
Ja, ich bin in erster Linie kein Donaustädter, Wiener, Österreicher, EU-Bürger und auch nicht Weißer, Atheist, Koch oder Programmierer, sondern ein Mensch. Daher gehen mich Menschenrechtsverletzungen auf der gesamten Welt etwas an!

Die Pegida, zunehmende Ausländer- und Islam-Feindlichkeit kann genau so wenig bestritten werden, wie die Anti-Pegida und zunehmende Hilfsbereitschaft, für Menschen in Not. (Dazu sei angemerkt, dass ich es für sehr sinnvoll hielte, wenn diese Not zuerst einmal definitiv festgestellt wird, bevor man Hilfe leistet. Wirtschaftsflüchtlinge oder Terroristen möchte ich nämlich nicht unterstützen.) Das ist eine Polarisierung, die sich auch in der Politik zeigt, außer man hält Le Pen oder Strache für die Mitte. Es wird auch in Europa zunehmend emotional und gefährlich. Obwohl ich von meiner Gesinnung her, Le Pen absolut nicht nahe stehe, hatte sie bei ihrem letzten Streit zurecht Recht bekommen. Siehe auch „Gerichtspremiere für Marine Le Pen„. Denn auch ich bin unbedingt für Gewaltentrennung im Staat und die Straße ist nun einmal kein Gebetshaus.

Wahrscheinlich wird als nächstes unsere Gesellschaft weiter gespalten, durch das Thema: „Bodentruppen in Syrien“. Wenn nicht, prophezeie ich der EU einen politischen Supergau, der sogar zur Auflösung führen könnte. Denn das Problem muss endlich an der Wurzel angepackt werden. Die östlichen Mitgliedsstaaten wurden ja nicht angehört. Nein, ihnen hat man Vorwürfe der Unmenschlichkeit gemacht, weil sie auf Dublin III beharren wollten. Dann haben sie Zäune errichtet und wir (besonders linke und grüne Österreicher und Deutsche) haben geschrien und Stalin in die Diskussion eingebracht. Jetzt überlegt auch Deutschland schon Zäune (naja, Korridore klingt besser) und die Flüchtlinge bleiben in Ländern wie Ungarn, Slowenien, Österreich usw. hängen, obwohl sie dort nicht hin wollten.

In Österreich sind die Flüchtlinge dann nicht durch österreichische Zäune ausgesperrt, sondern von den Nachbarländern in Österreich eingezäunt. Tolle Politik, gratuliere!
Natürlich wird sowohl das Versagen der Politik, als auch der Rechts-Links-Ruck, also die Polarisierung von Sprechern der größeren Parteien dementiert, aber die EU- und Welt-Nachrichten sagen etwas anderes.


*Dazu schieb ich übrigens gerade vorhin auf FB:
Die Probleme sind meiner Meinung nach nicht hausgemacht. Erinnere dich an Saddam Hussein. Da war die gesamte westliche Welt mit dem Angriff der Alliierten einverstanden. Immerhin ging es um Erdöl. Dann haben sie den Irak zwar besetzt, sind aber abgezogen, ohne eine stabile Regierung zu hinterlassen. Die gesamte westliche Welt ist daran Schuld und jetzt plötzlich (wo es Fracking gibt und Kuwait nicht gefährdet ist) sollen die Leute selbst mit ihren Problem dort fertig werden, die wir mit verursacht haben. Wie sollen die Menschen in diesen Gebieten eine Chance haben, gegen die Terroristen, die skrupellos alles niedermetzeln, wenn sie keine massive Unterstützung bekommen? Ich bin unbedingt dringend dafür, dass die Probleme endlich an der Wurzel gepackt werden, statt sie nach Europa zu bringen! Denn das geschieht gerade, wenn man sich Bewegungen wie Pegida und Anti-Pegida ansieht und den unkontrollierten Zustrom aus den Gefahrenzonen, wo natürlich auch IS-Kämpfer leben. Als Flüchtling könnten welche getarnt sein. Die, werden dann von uns bemitleidet, versorgt und man versucht sie zu integrieren und ihnen zu helfen. Es ist unfassbar, dümmer geht’s ja wirklich kaum noch.
Und auf die lokale Politik hat diese sinnlose Flüchtlingspolitik (die unregistrierten Leute kreuz und quer durch die EU hetzen) auch bereits Auswirkungen. Wozu schafft man zuerst Abkommen (Dublin III), wenn man sich dann nicht daran hält? Das ist wirklich ein Witz, der uns noch viel kosten wird und den Flüchtlingen bereits viel kostet. Mitunter sogar das Leben.

Das Beitagsbild ist unseren Politikern gewidmet.

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