Die Todesstrafe

war auch in unserem Kulturkreis vor langer Zeit ein politisches Instrument, mit dem man seine Gegner, anders Denkende oder anders Glaubende, erledigte. Man brauchte sie nur so lange zu foltern, bis sie etwas gestanden, das die Todesstrafe offiziell rechtfertigte, um sie dann, meist verbunden mit einem öffentlichen Spektakel, für immer zum Schweigen bringen zu können.


Bildquelle: Abbildung aus der Wickiana (Sammlung des Johann Jakob Wick, Zentralbibliothek Zürich)

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Conchita Wurst und Adolf Hitler

Wer hier eine Abhandlung über Bart, also Damen-, Dreitages, Voll-, Schnurr- oder des Kaisers Bart erwartet, wird enttäuscht werden. Hier geht es auch ganz sicher nicht um die Einstellung von Wurst zu Hitler und umgekehrt, denn die eine kenne ich nicht und die andere ist unmöglich erfahrbar. Auf Spekulationen lasse ich mich bei diesem heiklen Thema über Toleranz und Gruppenzwang im Kontext der Zeit sicher nicht ein. Naja, einen Satz kann ich mir schon erlauben. Also ich glaube, sogar Hitler hätte die Wurst geliebt, aber umgekehrt kann ich mir das nicht vorstellen.
Warum geht es mir also hier? Es geht mir um ein Phänomen, das ich tot glaubte und jetzt kommen mir Zweifel auf.
Ich habe gelesen, dass Hitler in Österreich zuerst unbeliebt war. Ich habe gelernt und Dokus darüber gesehen, das Hitler beim Einmarsch in Österreich gefeiert, gepriesen und verehrt wurde, wie ein Gott. Ich habe erlebt, dass Hitler heute ungefähr das Schlimmste ist, was es an Ungeheuern auf dieser Welt jemals gab und geben kann. Schon wenn man aus dieser Zeit irgend etwas Positives zu finden wagt, kann man schon wegen Wiederbetätigung belangt werden und ist nicht nur geächtet, verdammt und verflucht, sondern wird wahrscheinlich auch sanktioniert. Daher wage ich es ja nicht zu sagen, dass ich es gut fände, wenn mit den Essensresten (staatliche; Gemeineigentums-) Schweine gefüttert werden würden. Das habe ich jetzt nicht gesagt, denn ich will wirklich keine Klage wegen Wiederbestätigung (absichtlicher Typo).
Ich habe erlebt, dass Conchita unbeliebt in Österreich war und höchstens Ziel des Spottes. Ich habe erlebt, dass Conchita Erfolg hatte und habe sogar selbst für sie gestimmt und ich erlebe, dass sie heute gefeiert, gepriesen und verehrt wird.
Jetzt kann ich euch sagen wo ich die Parallelen von Conchita zu Hitler finde:
„bei dir und bei euch“!
Ich wünsche mir inbrünstig, dass Conchita der nächste Wandel erspart bleibt und Homosexuelle nicht auf einem Kran öffentlich am Rathausplatz erhängt werden, wo gestern der Lifeball statt gefunden hat. Wer jetzt denkt, ich sei total verblödet und wahnsinnig, der werfe einen Blick in Länder, wo die Religion (momentan die islamische) Einfluss in die Politik hat.
Das Bild, das ich oben mit Worten zeichnete, also mit öffentlich auf Kränen erhängten Homosexuellen, ist in meinem Kopf, weil es unlängst (ist höchstens ein paar Jahre her) das Titelbild einer österreichischen Tageszeitung (einer billigen Sonntagsausgabe) war.
Ich habe zwar für Conchita gestimmt, aber ich feiere sie nicht mehr, weil ich Kult und Phänomene wie Gruppenzwang und Massenhysterie fürchte – sehr, sehr fürchte.
Liebe Conchita, wenn es keiner sieht, dann höre ich mir „Rise like a Phönix“ von dir trotzdem noch gern an. Aber nicht zu laut, nicht, damit es keiner hört, sondern auf Lautstärke bin ich eben empfindlich. Wenn etwas zu laut wird, höre ich nichts mehr.

Warnung an alle: „Lasst ja keinen Hitler und keinen Gottesvertreter mehr ins Parlament“ und zeigt wenigstens ab und zu ein bisschen Rückgrat, bzw. stehts amöi a bisserl grod, wie der „godfather“ of Austropop singt:


Du glaubst, du steckst
und find’st kan Weg mehr zruck,
du fühlst di wie a Opfer,
kaltherzig verlassen und ständig
unter ungerechtem Druck.
Doch wennsd immer nachgibst,
is es bald vorbei
du kannst di zurückziehen,
oder du mochst di frei.

Steh grod und schau nach vorn,
denn dei Zeit liegt jetzt vor dir.
Steh grod und vergiss dein Zorn,
denn es steht si ned dafür.
Steh grod und schau nach vorn
und vergiss ned,
es is überhaupt no nix verlorn.

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Lifeball 2014

Habe mir die Übertragung im ORF angesehen und war beeindruckt von der Kreativität. Ein farbenfrohes Fest der Toleranz in der Superlative. Nun, bis vor kurzem hatte ich nicht einmal ein TV-Gerät und ich wollte auch keines. Inzwischen ist mir seichte Unterhaltung des Öfteren ganz willkommen. Seicht bezieht sich dabei keines Falls auf Darsteller,Künstler oder das Programm an sich, sondern für mich ist es seicht, wenn ich mich passiv unterhalten lasse. Feste und Feiern mag ich überhaupt nicht und große Menschenansammlungen meide ich, wenn irgendwie möglich. Ja vor 30 Jahren war ich ein paar mal auf einem Rockkonzert, aber heute bevorzuge ich eine Wanderung in der Natur. Entweder alleine, oder mit Freunden. Im TV kann ich mir ein derartiges Spektakel ansehen, wenn der Ton nicht zu laut ist. Gestern hat es sich gerade angeboten. Für andere Aktivitäten war die Zeit zu knapp, also sah ich mir eine halbe Stunde lang die Eröffnung des Lifeballs an. Die Kostüme und die Bühne waren so fantastisch, dass ich wahrscheinlich noch davon träumen werde. Auch die Widmung des Preises finde ich sinnvoll. Der kurze Eindruck, den ich bekam ist also durchaus positiv.

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Hat Windows 8.1 etwa den Codenamen „Schilda 2.0“?

Oder, „der entmündigte Benutzer“.
Privat würde ich ja nie im Leben ein Windows verwenden, aber beruflich hat man manchmal keine Wahl. Ich wollte den lästigen Sperrbildschirm deaktivieren und fand keine Einstellungsmöglichkeit. Unter Sperrbildschirm kann man lediglich eine Diashow auswählen und Apps hinzufügen. Es war kein Bildschirmschoner ausgewählt, was den Sperrbildschirm aber nicht daran hindert, nach einer gewissen, mir unerklärlichen Zeit, zu erscheinen. Ich habe dann eingestellt mit Bildschirmschoner und 1000 Minuten Wartezeit, dann wird das Kästchen daneben, das nicht ausgewählt war „Anmeldeseite bei Reaktivierung“ vielleicht wirksam, hoffe ich.
Es steht sicher irgendwo in der Hilfe, aber ich habe dazu einen Artikel auf Chip gefunden: Sperrbildschirm deaktivieren unter Windows 8.1. Da benötigt man sage und schreibe 8 Schritte mit Screenshots, um den Sperrbildschirm zu deaktivieren:

Drücken Sie gleichzeitig die Windows-Taste und die „R“-Taste.
Geben Sie in das „Ausführen“-Fenster „regedit“ ein.
Gehen Sie in im Registrierungs-Editor bis zu folgendem Ordner: HKEY_LOCAL_MACHINE/SOFTWARE/POLICIES/MICROSOFT/Windows/Personalization
Existiert der Ordner Personalization noch nicht, gehen Sie nur bis zum Ordner MICROSOFT. Dort rechtsklicken Sie in den rechten Teil des Editors und erstellen einen neuen Schlüssel mit dem Namen „Personalization“.
Anschließend rechtsklicken Sie in diesen Ordner. Erstellen Sie für ein 32-Bit-System einen DWORD-Wert und für ein 64-Bit-System ein QWORD-Wert.
Den neuen Wert nennen Sie „NoLockScreen“.
Abschließend rechtsklicken Sie auf den neuen Wert. Es öffnet sich ein neues Fenster. Im Feld „Wert“ geben Sie eine 1 ein.
Starten Sie Ihren Computer neu und Sie haben keinen Lockscreen mehr.

Und es wird auf einen weiteren Artikel hingewiesen, in dem man erfährt, wie man den Computer ohne Kennwort aus dem Standby erwecken kann.

„Bist du deppert, des gibt’s ja net“ kam mir da über die Lippen. Ja, bei so viel Freiheit und Benutzerfreundlichkeit wurde ich von meinen Emotionen einfach übermannt und konnte mich nicht beherrschen.

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