Der Himmel ist grau – auch das macht euch nicht schlau

(Last Updated On: 28. April 2014)

Dadaichmussistisches Novemberprosa.
Ja, es ist über 20 Jahre her, da hörte ich mir eine Vorlesung eines schlauen Sozialmediziners an, der eine 20 x 20 Regel aufstellte, welche die Studenten kennen mussten, um das Fach Sozialmedizin zu bewältigen. Er behauptete, dass man nach 20 Jahren täglich 20 Zigaretten auf jeden Fall gesundheitliche Schäden feststellen kann.
Gut, ich bin zwar nicht stolz darauf, aber bei mir sind es nun 40 Jahre mal 60 Zigaretten täglich, also das 6-fache und ich merke keine Schäden. Gut in letzter Zeit rauche ich weniger, da ich aufhören wollte. Aber jetzt bin ich auf ganz leichte Zigaretten ( 1 mg Teer und 1 mg Kohlenmonoxid) umgestiegen (bei bewusst gleichem Inhalationsverhalten) und verwende zusätzliche Filter, die über 50% Teer herausfiltern. Damit rauche ich seit Wochen eigentlich nur mehr Wasserdampf mit ein wenig Nikotin und Aroma. Dabei möchte ich bleiben und wenn möglich nicht viel mehr als 20 Zigaretten pro Tag genießen. Das ist eigentlich fast nur noch eine Zeremonie und ich habe dabei kein schlechtes Gewissen mehr, egal was andere dazu sagen. Jedenfalls habe ich schon 6 mal mehr ohne merkbaren Schaden inhaliert, als Mediziner für möglich hielten. Gut, vielleicht ist es dann ohnehin zu spät für mich, wenn ich es bemerke, aber dann gilt das nur für mich. Wenn ihr, liebe Leute merkt, dass ihr euch vergiftet habt, dann seid ihr alle tot – fuck, auch ich, obwohl ich keine Auto fahre und noch nie mit einem Flugzeug geflogen bin. Das heißt, eigentlich bringt ihr (auch Nichtraucher) mich um, egal ob ich rauche oder nicht.
20120825_110227Stellt euch vor ihr setzt euch in eurer Garage ins Auto und lasst den Motor laufen – das ist eine Methode, um Selbstmord zu begehen. Die Atmosphäre ist schon ein wenig größer, als eure Garage, aber es gibt ja auch viel mehr Verbrennungsmotoren. Da euch die Autos und Motorräder nicht genügen, verdunkelt ihr den Himmel mit Billigfliegern. Zur Tante Mali in Berlin auf einen Kaffee, schnell einen erholsamen Urlaub dort oder da, einmal um die Welt und weil ihr so wichtig seid, müsst ihr zur Nichtraucher- oder Umwelt-Konferenz in Dschibuti natürlich auch persönlich erscheinen. Videokonferenz geht natürlich nicht, da könnte man sich ja nicht so wichtig dabei vorkommen und kosten soll das Ganze ja auch etwas, wenn es schon die anderen zahlen. Nämlich die, die keine 17.000.- € Pension bekommen und auch keine Abfindungen usw., sondern ihr Leben lang hart arbeiten und dann mit € 1.000.- und weniger im Monat auskommen müssen.
Naja, wenn ich so in den Himmel schaue, dann überkommt mich das Gefühl, dass das ohnehin nicht mehr lange so weiter geht. Leider ist es dann aber vielleicht für alle zu spät, wenn ihr es auch endlich bemerkt, wer und was hier die Gesundheit gefährdet.
Raucher gründet endlich eine Religon der Raucher (nach dem Vorbild der Kopimisten), denn gegen Religionsfreiheit wagt es kein, kurzsichtiger und die Umwelt verschmutzender Gesundheitsfanatiker vorzugehen.
Aber es ist eigentlich sowieso alles total grotesk – Finger weg von meiner Hure – und bei der rasanten Zunahme der Verbote, wird das Leben bald sowieso auch explizit verboten werden, wenn es das nicht schon längst ist.

Ach ja, vorsicht! Leben ist lebensgefährlich und kann nicht nur zum Tod führen, sondern führt absolut immer zum Tod (bis jetzt zumindest). Also, ihr Lebenden, pickt euch doch ein Pickerl auf’s Hirn: „Leben kann tödlich sein“, oder seid ihr ohnehin nur noch Untote mit unzähligen Regeln und Vorschriften?

Übrigens habe ich natürlich nichts gegen Mobilität und Reisen, aber das könnte man auch mit elektrisch betriebenen Transportmittel, wobei der elektrische Strom aus sog. alternativen Quellen und aus weniger sinnlos vergeudeten Energie stammen könnte.

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