Kirchen statt Wirtshäuser!

(Last Updated On: 2. September 2014)

Das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien hat nicht viel gebracht und das stärkt meine Meinung. Wäre ich ein Wirt und wollte ich den Rauchern ein gemütliches Lokal bieten, würde ich das Rauchen, als heilige Handlung bezeichnen und eine missionarische Kirche der Smokisten gründen. Als Vorbild verwendete ich die Kopimisten, siehe dazu Det Missionerande Kopimistsamfundet auf Wikipedia. So macht Religionsfreiheit wirklich Sinn, oder?
Für motivierte Wirte zitiere ich zuerst einmal aus der oben verlinkten Seite der Wikipedia, zur Geschichte des Kopismus, der gut als Vorbild für den Smokismus (vorerst einmal) dienen könnte:

Die Geschichte des Kopimismus beginnt 2003 in Schweden mit der Gründung des sogenannten Piratbyrån. Hierbei handelte es sich um eine sogenannte „Anti-Copyright“ Organisation. Mitglieder dieses Piratenbüros gründeten im selben Jahr den BitTorrent-Tracker The Pirate Bay. 2005 veröffentlichte es dann die Anthologie Kopimi. Nachdem am 31. Mai 2006 die Server des Piratbyrån beschlagnahmt wurden, schlossen seine Mitglieder es 2010 „zum Nachdenken“. „The Pirate Bay“ wird seitdem von der Piratpartiet gehostet.

Quelle: Wikimedia, Thomas Wolf,
Quelle: Wikimedia, Thomas Wolf,

In deren Jugendverband Ung Pirat ist der damals 19-Jährige Philosophiestudent Isak Gerson aktiv. Er ist zudem Schatzmeister der christlichen Studentenbewegung Schwedens, wobei er versucht die beiden Ideologien zu verbinden.[5] Die Gründung der Kirche erfolgte 2010. Ein im selben Jahr gestellter Antrag, um die Kirche offiziell als solche anzuerkennen, wurde Juli 2011 abgelehnt.[6] Nach zwei weiteren fehlgeschlagenen Anträgen[7] wurde Det Missionerande Kopimistsamfundet Ende Dezember 2011 vom Kammarkollegiet als Religion anerkannt. [8] Ab diesem Zeitpunkt ist Kopimismus in Schweden als Religion anerkannt und wird daher nicht mehr als Sekte bezeichnet.[9] Zwischen Mitte 2010 und Anfang 2011 verdreifachte sich die Anzahl der Mitglieder von 1.000 auf 3.000.[7]

Nach Angaben der Kirche, ist Kommunikation heilig und kopyacting ist das Ritual der Anbetung des Wertes von Informationen, die sich in der Form des Kopierens äußert, eben dem Kopyacting.
Das Rauchen als heiliges Ritual zu erklären wird ambitionierten Wirten wesentlich leichter fallen, da können sie sogar auf ganz alte Rituale in vielen Kulturen zurückgreifen, ohne die Tabakindustrie beweihräuchern zu müssen.
Ich weiß nicht, ob es nach dem Zitatrecht in Ordnung ist, wenn ich weiter aus oben angeführter Seite zitiere, aber es ist so geil und falls ich deshalb Probleme bekommen sollte, trete ich eben den Kopimisten bei:

Da das Internet einer der besten Orte dazu wie auch zum Filesharing ist, gilt es ebenfalls als heilig. Das Kopieren und die Verbreitung von Informationen sei ethisch richtig, sogenanntes Copymixing eine heilige, sakrale Form des Kopierens, da es die existierende Fülle an Informationen vergrößere und verbessere. Außerdem sehen „Kopimisten“ es als ein Zeichen des Respekts, bekannt gemachte Informationen von einer anderen Person zu kopieren und zu „remixen“, da es ein starker Ausdruck von Akzeptanz und kopimistischem Glauben sei. [11]

Zudem wird das „kopimi“-Logo als heilig erachtet.[10]

Als Starthilfe kreierte ich euch schnell ein heiliges Symbol (Bild oben links), das ihr meinetwegen verwenden dürft.

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History

3 Gedanken zu „Kirchen statt Wirtshäuser!“

  1. Da gab es noch andere einfallsreiche Gläubige, wie ich gerade sehe Führerscheinfoto mit Nudelsieb: Im Namen des Spaghetti-Monsters.

    Wien – Wenn Niko Alm eine Lücke sieht, quetscht er sich hindurch. „Ich suche nicht danach, aber ich nutze sie gerne“, sagt der Wiener. Die Sache mit dem Führerschein etwa – wieder so eine Lücke. Seit Dienstag besitzt der 35-jährige Alm eine Fahrerlaubnis in Kreditkartenformat, ausgestellt vom Wiener Verkehrsamt, gültig überall auf der Welt. „Führerschein Republik Österreich“ steht darauf, die goldenen EU-Sterne umringen das blaue A für Austria. Und auf dem Foto darunter trägt Niko Alm ein Nudelsieb aus Metall auf dem Kopf. Er hat für dieses Sieb lange gekämpft.

    Siehe dazu auch Fliegendes Spaghettimonster

    Das Fliegende Spaghettimonster (englisch Flying Spaghetti Monster, kurz: FSM) ist die Gottheit einer im Juni 2005 vom US-amerikanischen Physiker Bobby Henderson begründeten Religionsparodie. Ihre Glaubenslehre persifliert die Pseudowissenschaft Intelligent Design, die auf Betreiben der Intelligent-Design-Bewegung gemeinsam mit der Evolution im Biologieunterricht mehrerer US-amerikanischer Schulbezirke gelehrt werden soll.

    Die parodistische Religion trägt im Englischen den Namen Flying Spaghetti Monsterism. Außerdem ist die Bezeichnung Pastafarianismus (ein Kofferwort aus Pasta und der Rastafari-Bewegung) verbreitet, ihre Mitglieder bezeichnen sich selbst als Pastafari.

    Der Name des fliegenden Spaghettimonsters rührt von seiner Ähnlichkeit zu einer großen Portion Spaghetti mit Fleischbällchen (Spaghetti with meatballs) und Stielaugen her. Anstelle der „Hand Gottes“ sprechen Pastafaris von His Noodly Appendage („Seinem Nudeligen Anhängsel“).

    und ich hielt mich schon für kreativ LOL 😉

  2. Natürlich sollten die Smokisten dann auch Kirchenprivilegien bekommen und eine Kirchensteuer einheben dürfen. Sie könnten sogar ein Papst wählen und hätten mit Rauchzeichen sicher kein Problem. Nichtraucher dürften sie natürlich zu missionieren versuchen und damit wäre auch eine massive Werbung für Tschik wieder legal. Statt „rauchen kann tödlich sein“ könnten sie irgend einen heiligen Spruch auf die Packungen drucken. Zum Beispiel: „Wer brav viel raucht kommt früher in den Himmel“ oder so ähnlich. Beim heiligen Aschenbecher, ich hoffe nur, dass sie dann statt der heiligen Taufe, den 2 Wochen alten Babys nicht eine brennende Zigarette in den Mund stecken dürfen. Solche Details müssten vorher eben geklärt werden.

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