Die Netzwerkgeister

(Last Updated On: 25. April 2014)

die ich rief, die werd‘ ich nun nicht los.

Manchen scheint es zumindest so zu ergehen und ich nehme mich selbst dabei gar nicht aus.

 The image is credited with "© Superbass / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)"
The image is credited with „© Superbass / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)“

Facebook, Twitter, Yigg und Co – yes, I like it – go!
Doch was, wenn der Chef, die Mutter, meine Freundin sieht,
was mit mir so geschieht?
Google plus, Xing, Bing, er läuft zum Device schnell hin, falls er es nicht schon in der Hand oder im Gewand.
So kann es nicht sein, so darf’s nicht da steh’n,
ich lösche mein Design, meine Daten und alle Fakten!
Doch oh weh, oh weh, oh w w w, wo, wie, was habe ich warum und wann veröffentlicht als Post?
Hurra and heureka – zu meinem Trost kann ich alles löschen mit meinem Profil und das,
das gibt mir wirklich wahrlich viel.
Doch meine neue Freundin hat gerad‘ kein Handy, ich brauche vielleicht dada doch einen neuen Account.
Aktiviert, deaktiviert, gelöscht und erstellt,
wie es euch gefällt.
Links hin, Links her – rechts gibt es nicht mehr.
Alles verändert!
Alles kaputt!
Nur als Netzwerkgeister können wir noch leben, es darf keine echte Identity geben.
Nicht im realen virtuellen Netz und nicht im Leben.

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Ich finde es schon bedenklich wie viel Müll wir produzieren; Produkte, Abfall, Materielles vor allem, aber auch geistige und digitale bzw. virtuelle „Inhalte“. Dadamussich gleich einen neuen Account anlegen, ein neues Pseudonym verwenden und weiter geht die virtuelle Verschmutzung. Bald kann sie gleichwertig mit der physischen Welt verschmelzen, ohne dass es jemand auffällt.


Quelle des Beitragsbildes: Wikimedia, Peter Gric

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