Wehrpflicht? Berufsheer? Militär, ja oder nein in der Heimat großer Töchter und Söhne?

(Last Updated On: 31. August 2012)

Leider steht ja nur die Wahl „Berufsheer oder Wehrpflicht für Männer“, also für die Söhne Österreichs zur Debatte. Wieso dann Frauen überhaupt mitreden dürfen, frage ich mich verärgert. Es geht um uns Männer!
Wer vorsätzlich einen anderen Menschen tötet ist ein Mörder, außer er hat eine Uniform an und den Auftrag dazu. Ist das nicht etwas seltsam? Besonders wenn wir uns die Möglichkeiten an Auftraggebern international und über die letzten Jahrhunderte hin genauer ansehen. Vor zweieinhalb tausend Jahren hat ein Grieche gemeint, dass stehende Heere den Zweck der Kriegsführung haben. Leider können die Menschen Gene ändern, im Weltall herum düsen, aber die einfachsten Sätze der Welt haben sie anscheinend noch nicht begriffen. Ein Militär macht nur dann Sinn, wenn ich einen Krieg führen möchte.
Ich wäre daher prinzipiell für die ersatzlose Abschaffung des Militärs, stünde es zur Debatte. Den Grenzschutz könnte die Polizei übernehmen und die Katastrophenhilfe die Feuerwehr. Für mich wäre es auch denkbar, wenn den militärischen Schutz einfach die UNO übernimmt, aber wie gesagt, darum geht es ja leider nicht, sondern darum, ob wir ein Berufsheer oder die Wehrpflicht wollen. Und Frauen dürfen (mit-)entscheiden, ob Männer ihn leisten müssen, das ist eine Diskriminierung der Männer sondergleichen.
Statt der Wehrpflicht, wie sie aktuell umgesetzt wird, würde ich ein Berufsheer bevorzugen, denn wozu soll man Menschen die das gar nicht wollen, zu einer Ausbildung und einem Dienst an der Waffe zwingen? Als Alternative können sie den Dienst an der Waffe verweigern und sind dann eben Wehrdienstverweigerer mit einem denkbar schlechtem Image, obwohl sie für die Gesellschaft meiner Meinung nach mehr tun, als Halbwüchsige in Uniform, die im Dreck herum kriechen und Indianer spielen, bevor sie sich dann gemeinsam zuschütten.

Wieso nur Männer zum Wehrdienst einberufen werden verstehe ich überhaupt nicht, denn meiner Meinung nach beginnt da die Gleichberechtigung. Wieso werden nur Männer mit dieser Belastung konfrontiert und müssen einen Beitrag für die Gesellschaft leisten? Weil sie einen XY-Chromosomensatz haben, oder wie begründet man das in Zeiten, wo die FemministInnen sogar eine Abänderung der Bundeshymne durchsetzten? Wenn Österreich schon Heimat großer Töchter und Söhne sein soll, dann sollen sich die Töchter gefälligst auch im Dreck wälzen, oder, als WehrdienstverweigerInnen die Zeit sinnvoller nützen müssen.

Leider steht auch das (also alle wichtigen Angelegenheiten) nicht zur Debatte, aber ich wäre unbedingt dafür, dass man die Wehrpflicht auch auf Frauen ausdehnt und dass der Zivildienst von vornherein als die attraktivere Möglichkeit angeboten wird, um einen sinnvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten zu können.

Auch das Image müsste umgedreht werde, oder wollt ihr etwa einen Krieg führen?

Diese Augenauswischerei kommt mir vor, wie wenn wir zum Frühstück den Kakao aus einem blauen, roten oder grünen Häferl wählen könnten, aber Kaffee oder Tee steht nicht zur Debatte. Naja, solange ihn die Frauen hinterm Herd zubereiten müssen, statt den Wehrdienst zu leisten, ist die Welt ja noch in Ordnung, oder?

Bei den gegebenen Vorgaben (ich wünschte mir übrigens andere, wo Frauen auch meiner Meinung nach, legitim mitreden dürften; siehe oben) sollten Frauen wirklich von diesem Thema ausgeschlossen werden, aber wenn ich ehrlich bin, würde es mich in dieser pervertierten Welt kaum überraschen, wenn wir morgen eine Verteidigungsministerin bekämen.

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