Die Östrogenbombe

zurück zu Kapitel 1

Östrogene – ich möchte hier nicht etwa über das Erbgut der österreichischen Population des homo sapiens sapiens schreiben, sondern in Anlehnung an physiologische Standardwerke, versuche ich eine interssante Auflockerung zum Thema Östrogene zu bieten.

Unter Physiologen scheint es teilweise üblich zu sein, sowohl bei den Androgenen (Einfluß auf aggressives Verhalten), als auch bei den Östrogenen (Einfluß auf soziales Verhalten) zum Thema zu phantasieren, denn leider wird weder über Receptoren im ZNS, noch über physiologische Grundlagen von Verhalten berichtet, sondern lediglich ganz allgemein ein Einfluß postuliert. Wenn man sich vor Augen hält wie vielfältig Östrogene wirken können und wenn man bedenkt, dass sie als Steroide eine gute Zugangsmöglichkeit zu den Kernen aller Somazellen haben, ist es erklärbar warum diese Substanzen gern für komplexe, ungeklärte Vorgänge herhalten müssen.

Wären die Spekulationen mancher Physiologen aber richtig, so müßte eine Östrogenapplikation gegen tyrannischen Diktatoren ebenso wie gegen Sexualverbrecher das Mittel der Wahl sein. Meines Wissens nach wird es aber u.a. dazu eingesetzt um der Osteoporese vorzubeugen (in der Menopause), was bei den vielfältigen Wirkungen, die Östrogene zeigen meiner Meinung nach ein erheblichis Risiko darstellt, solange einerseits die genauen Wirkungsmechanismen nicht bekannt sind und andererseits der Brustkrebs bei Frauen immer häufiger wird, ohne dass man dafür eine Erklärung hat. Bezüglich Progesteron und Pille habe ich die die gleiche ansicht wie bzgl. Östrogensubstitution.

Dazu noch eine Bemerkung nach [8]: „Progesteron erhöht die Bereitschaft für epileptische Anfälle und es soll auch Ursache für Verhaltensstörungen und Depressionen vor Menstruationsblutungen und am Ende der Schwangerschaft sein.“

Wenn man, im Zusammenhang mit Steroidhormonen, mütterliches Verhalten dem kriegerischen gegenüberstellt und als geschlechtsspezifisch betrachtet und wenn man bedenkt was unternommen wird, um Fehlverhalten langfristig zu ändern, so könnte man fast meinen, dass sich Androgene im Gegensatz zu Östrogenen nicht nur negativ auf sexuelles, agressives und soziales Verhalten auswirkt, sondern auch auf die Intelligenz.

Diejenigen, die mir nun wohlgesinnt und befriedigt beipflichten wollen, muss ich nun aber leider enttäuschen, denn wie mich schon das Logo dazu verpflichtet, habe ich mich bis jetzt natürlich selbst absichtlich in die Irre geführt. Aber nun sollt ihr die Wahrheit, und nichts als die lautere Wahrheit, frisch aus der Presse, erfahren. Ich beziehe mich dabei auf den Artikel „ Die Östrogen Bombe“ von Ernst Borneman, der im Standard Nr. 1792, am 21.10.94 erschien.

Eingangs möchte ich gleich ein Zitat bringen, welches aus den ersten Sätzen des Artikels stammt:
„Die Vorstellung mancher Laien, daß nur der weibliche Körper Östrogene produziert, ist falsch. Auch der männliche tut es, und an eben dessen Östrogenreceptoren richten die synthetischen Substanzen ihren größten Schaden an.“
Mit den synthetischen Substanzen sind die synthetischen Östrogene gemeint, die in dem Artikel wie folgt definiert werden: Synthetische Östrogene (Hormontherapie, Pille) und Substanzen die eine unbeabsichtigte östrogenartige wirkung ausüben. Sie sollen sich in Reinigungs-, Wasch-, Bleich-, Imprägnier und Lösungsmitteln, in Abwässern von Papierfabriken und Holzverarbeitungsanlagen, in der Elektronik- und Plastikindustrie so wie in Hydraulikölen und Flamm- oder Feuerschutzmitteln. Eine chemische Terminologie und nähere Bezeichnungen der Strukturen und reaktiven Gruppen wollte der Fachmann natürlich nicht nennen, wahrscheinlich in der Meinung, dass der Laie ja ohnehin nichts davon verstehen würde.

Diese synthetischen Östreogene sollen u.a. für Hoden- und Prostatakrebs, Hodenhochstand, Hypospadie und deformierte Spermien verantwortlich sein. Um die Ernsthaftigkeit des Problems (oder des Artikels) zu untermauern wird erwähnt, dass bereits mehrere internationale Konferenzen des National Institute of Environmental Health Science zum Thema „Östrogene und Umwelt“ stattgefunden haben. Dort wurde v.a. die Trinkwasserverunreinigung abgehandelt. Der „Reproduktionsmediziner“ Niels Skakkebaek soll pathetisch gemeint haben, dass die männliche Sexualität im Ozean der künstlichen Östrogene ertrinkt.

(Dazu eine Anmerkung von mir: Dieses Unglück könnte nicht geschehen, wenn die männliche Sexualität fettlöslich wäre). Im Artikel folgen nun zahlreiche Beispiele aus der Tierwelt und aus dem männlichen Teil der Menschheit, welche belegen, daß die „Östrogen Bombe“ tickt und demnächst die Apokalypse vollendet wird. Wenn man aufmerksam liest, wird einem schnell klar, dass abgesehen von einigen Einzellern, die sich parthenogenetisch, also durch Jungfernzeugung vermehren können, demnächst alle Lebewesen aussterben werden.

Der unheilbringende, verantwortliche Mechanismus wird so beschrieben, da die synthetischen Östrogene über die Sertolizellen den Schaden anrichten und so zu den bereits erwähnten Erkrankungen und zu Hermaphroditus verschiedenster Art und Ausprägung sowie zu Osteoporose beim Mann führt.
(Anmerkung von mir: Bei der Frau bewirkt Östrogenmangel Osteoporose und beim Mann wird sie durch zuviel an Östrogenen bewirkt. Denn Beweis für die Richtigkeit dieser Aussagen kann man darin suchen, daß die Frau ja irgendwie das Gegenstück zum Mann ist.)
Es werden einige Biologen, Physiologen und andere Forscher genannt, wobei der Laie natürlich sofort zu verstehen bekommt, dass es stimmen muss, was hier zu lesen ist. Hier ein weiteres Zitat bezgl. gefundener Östrogenwerte:
„In österreichischen Abwässern fand der Gynäkologe Prof. DDr. Huber Östrogenwerte von 90 pg/ml und kommentierte: „In den Wiener Abwässern herrscht eine Östrogenaktivität wie im Blut einer fruchtbaren Frau“. – Zitat Ende. (Anmerkung von mir: Was glauben sie wohl hätte der nette Herr Prof. DDr. Huber, der die Wiener Abwässer mit dem Blut einer Frau vergleicht, wohl kommentiert, wenn er die Östrogenverseuchung der österreichischen Apotheken aufgespürt hätte?)
Am Ende des Artikels liest man, dass die Betriebe die solche Substanzen herstellen nicht reagieren und das die Schließung solcher Betriebe wegen dem Verlust an Bruttonationalprodukt und Arbeitsplätzen nicht so einfach möglich ist. Zum Abschluß möchte ich noch zwei ganz tiefsinnige Fragen zitieren:

  1. „Was sei nun wichtiger: die Ökonomie oder die Ökologie?“
  2. „ Die Epidemiologin Prof. Dr. Ana Soto vom Institut für Zellbiologie der Tufts University in Boston hat mit einer Gegenfrage geantwortet: „Wie viele Arbeitsplätze bleiben erhalten, wenn die Arbeiter ausgestorben sind?“

Schlußbemerkung von mir:
Um dem Motto „Rette sich wer kann“ gerecht zu werden, ersuche ich den Leser, mir möglichst schnell schriftlich mitzuteilen, welches Enzym Östrogene in Androgene umwandeln kann.

nach oben

(398)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.