Füttern, anfüttern und stopfen von Politikern und Amtsträgern wurde per Gesetz verboten

(Last Updated On: 10. Oktober 2018)

Jaja, das gemeine Volk ist unverbesserlich, dumm, pöbelhaft und hält an dem Spruch fest: „Geld kann man nicht essen“. Daher hat Österreich nun per Gesetz das Anfüttern von Politikern verbieten müssen.
Beim Nudeln (mästen) oder Stopfen von Gänsen wissen sie es ja auch, dass sie dazu nur Ganslfutter verwenden dürfen. Die Leber der Politiker wird aber durch Alkohol vergrößert, also dürften sie natürlich nur mit hochprozentigen Getränken und Geld (Normaleurofutter in 100er Scheinen) gestopft bzw. angefüttert werden. Wie gesagt, das Volk ist eben wirklich gemein und stopft ihnen alles mögliche hinein, weshalb die Politiker jetzt per Gesetz fürs Anfüttern geschützt werden müssen.
Was denkt ihr lieben, dummen Leute, woher die ganzen Gestopften kommen? Von eurer Schokolade und ein paar Tickets für eine Billigreise? Sicher nicht, aber das wird sich durch das neue Gesetz ändern und bald werden wir wieder gesunde, fette, gestopfte PolitikerInnen haben, auf die wir stolz sein können.
Diese gesunden PolitikerInnen könnten dann auch wieder gesunde Politik machen, da sie dazu gleichzeitig auch bessere Arbeitsbedingungen bekommen. Sie dürfen also nicht mehr falsch gefüttert werden und sie brauchen sich nicht mehr um Finanzpolitik kümmern, denn das wird ihnen von Ratingagenturen abgenommen. Die Bildungspolitik übernimmt die PISA-Gesellschaft und aus allen übrigen Ressorts wird das meiste an das EU-Parlament delegiert. Es ist also Zeit für ein ausführliches Moratorium und dann ab in die Südsee, wo unsere PolitikerInnen gesunden und sich von der falschen Haltung erholen können.

Ach ja, die Amtsträger haben ohnehin schon eine schwere Last am Buckel und dann will man sie auch noch falsch anfüttern. Das ist ja wirklich zum :vomit:

Zum Bild oben:
Falls Sie im Parlament noch irgendwo ein Gebotsschild „Bitte nicht füttern“ finden, beachten Sie bitte, dass diese erst ausgetauscht werden müssen mit „Füttern verboten“, aber mit Gültigkeit des Gesetzes wird es auch exekutiert. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht und Ausreden, wie „… ich habe das Futter ja im Parlament gekauft“, etc. werden nicht akzeptiert. Entweder neue 100er-Scheine, in Packerln zu je 100 Stück oder sie lassen es! Da gibt es zum Schutz unserer Politiker ab sofort keine Ausnahmen mehr.

Zitiere dazu aus der Wikipedia:

Das Anfüttern ist ein Begriff aus der Sportfischerei und beschreibt das Locken der anvisierten Beute an den Angelplatz. Oft wird hierfür ein Paniermehl-Gemisch verwendet, das mit Wasser angefeuchtet zu tennisballgroßen Kugeln geknetet wird. Diese sinken zu Grund und zerfallen in feinsten Staub, der die Fische zwar anlockt, aber nicht sättigt. Anfütterungsboote oder auch Futterboote ermöglichen das Ausbringen von Fischfutter oder Montagen an schwierigen oder weit entfernten Angelplätzen.

Daraus leitet sich auch der juristische Begriff des Anfütterns ab. Dies bezeichnet die (wiederholte) Geschenkvergabe an Politiker, ohne dass von diesen (zunächst) eine Gegenleistung erwartet wird[1]. In Deutschland wird das Anfüttern häufig als Landschaftspflege bezeichnet und als Bestechung gewertet[2].

Mit dem neuen Anti-Korruptions-Gesetz wurde Anfang 2008 in Österreich jede Geschenkannahme durch Beamte verboten; dies sollte „Anfüttern“ unmöglich machen. Nach Protesten der Wirtschaft und von Veranstaltern von Kulturereignissen (wie etwa der Salzburger Festspiele) wurde die Regelung jedoch im Jahr 2009 wieder gelockert,[3] was insbesondere im Zusammenhang mit der Telekom-Affäre und dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Korruption as Rückschritt kritisiert wurde.[4]

Weblinks:
„Anfüttern“: Kritik an Gesetzesentwurf
Vom Anfüttern bis zum Abspeisen
Neue Regeln fürs „Anfüttern“

Außerdem interessant:
Schwere Vorwürfe gegen Justizministerin
98 Gesetze für ein Paket

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