Begegnung mit einer Sirene

(Last Updated On: 10. Oktober 2018)

Sirenen singen nicht, um des Gesanges willen, also um ihren Gesang hören zu lassen!
Seit gestern frage ich mich, ob es Sirenen wirklich gibt. Ich hatte ja immer schon den Verdacht, dass es sich dabei um ein Sinnbild für Musik, oder um irgend eine Metapher handeln könnte. Irgendwann sah ich dann ein Bild von Ozzy Osbourne und meinte daneben Sirenen abgebildet zu sehen. Ach nein, es waren doch nur mumienhaften Mädchen, wie auf Satan als Rock- und Okkult-Manager erklärt wird.
Ob Rockmusik böse ist und vom Teufel erschaffen wurde, um Seelen zu sammeln und in willenlose Sklaven der Hölle zu verwandeln interessiert mich nicht, weil Luzifer männlich ist. Wäre er ein hübscher weiblicher Engel, könnten wir darüber reden, aber so wollte ich mich lieber an meinen Sirenen festhalten. Nur dass die meisten MusikerInnen, die mir gefallen leider nicht viel mit Sirenen gemeinsam haben, es sei denn, man sieht in ihnen, ganz geschlechtsneutral, die Ikonen der 68er. Aber über New Age bin ich auch schon hinaus gealtert. Immer auf der Suche nach Filmen und nach Musik die mir gefällt, stolperte ich dann gestern zufällig über den Dokumentarfilm „Heil Hitler – Die Russen kommen“, den ich mir ansehen werde und dann begegnete mir eine Sirene in House of Pain auf FM4, einer meiner bevorzugten Radiosender neben Radio Wien. „Im Sumpf“ und La Boum de Luxe sind ebenfalls Knotenpunkte, wie man leicht am Fahrplan erkennen kann.
Was bewirkte nun die Sirene? Wie sah sie aus? Was sang sie? Ohne Gestalt (Radio) verführte sie mit Musik, die auf oben angeführter Seite nachhörbar sein wird und sie bewirkte, dass ich nicht sofort den Sender wechselte und so vom miesesten Müll aller Zeiten und Welten mit der Zentralfigur Bruce LaBruce geistig vergewaltigt wurde. Leider kann ich die Sendung nicht ungehört machen, aber in Zukunft überlege ich mir die Wahl meines Senders, denn so einen Müll, nicht Mühl, muss ich mir wirklich nicht zu Gemüte führen. Gute Musik hin – gute Musik her, da ist bei mir einfach die Toleranzgrenze überschritten – das Werk von Bruce LaBruce ist für mich wirklich absolut kranker Mist, das sich als Kunst ausgibt und der nicht einmal ignoriert, aber niemals gesehen oder gehört gehört. Die Sendung war somit meiner Meinung nach nicht geeignet für Leute unter 150 Jahren.
Für mich ist es nicht ganz zu spät, obwohl mich eine Sirene in die Falle lockte und in die Tiefe reißen wollte, denn solche Gewässer kann man ja auch meiden.

Weblinks & Bildquelle:
Christen kontra Rockmusik
Ich hatte zwar schon das gleiche Bild am Schottentor aufgenommen, aber leider irgendwo verlegt, weshalb ich obiges von FB Radioszene verwende, falls die nichts dagegen haben; vielleicht finde ich bei Gelegenheit ja wieder mein eigenes.

Was habe ich gelernt: „Das Deckmäntelchen Kunst wird nicht nur politisch missbraucht, sondern auch für abartige Perversionen – dieses Phänomen bezeichne ich als die „Sirenen von heute“, wenn es sich bei der Kunst um Musik oder Tonfilm handelt. „

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History

4 Gedanken zu „Begegnung mit einer Sirene“

  1. Meine Kunst ist anders. Ende 2010 habe ich meine Mutti verloren. Sie ist an einem Hirntumor gestorben. Gestern habe ich ein Video mit Bildern von meinen Eltern zusammengestellt und dazu ein Lied auf dem Klavier gespielt.

    Eben hatte ich einen schlimmen Traum. Mein Herz ist sehr empfindlich. Ich bin sehr traurig.

    Das Stück, was ich auf dem Klavier gespielt habe heißt „Eine Träne“. Das passt dazu. Wenn du das Musikvideo auch hören und sehen möchtest, schicke ich dir gerne den Link. Es ist jedoch zu privat, um es hier zu veröffentlichen.

  2. … keine Ahnung, ob ich hier zum Spam-Autoren abgestempelt bin.

    Wollte nur mal anmerken, dass ich deinen Ausdruck sehr erfrischend und witzig (und ein bisschen ironisch) finde. Das gefällt mir! Ansonsten: Keine Ahnung, von was du schreibst. 😉

    1. Danke Jörg und sei froh, dass du es nicht weißt. Bis vorgestern dachte ich, dass es nichts gibt, was ich nicht wissen und kennen möchte, aber die pornographischen, perversen, meines Erachtens auch geistesgestört und verwirrten Abhandlungen in der Sendung „House of Pain“ am 25. Jänner in einer Sendung, in der ich schon mit Außergewöhnlichem aus der modernen Kunstszene gerechnet habe, hat mich eines besseren belehrt. Es darf so kranke Scheiße öffentlich verbreitet werden, dass ich zwar nicht schockiert, das hätten sie gern, sondern traurig darüber bin. Ich bin auch sicher, dass Kunst kein Spiegel der Gesellschaft ist, denn die Menschen sind vielleicht schlecht auf dieser Welt, aber niemals auch nur ansatzweise so kaputt wie diese sogenannte Kunst.
      Nicht vorgekommen in der Sendung sind Künstler, die Tiere, oft Hunde in Schauräumen anhängen und verhungern lassen. Das Zusehen am öffentlichen Sterben der gequälten Geschöpfe bezeichnen sie dann als Kunst. Kunst des Sterbens – Sterben und Pornographie in der Kunst. Ein Zitat dazu aus Künstler lässt Hund verhungern vom Seeblog:

      San José – Guillermo “Habacuc” Vargas” wollte ein Zeichen setzten: Er ließ ein paar Kinder im Armenviertel des nicaraguanischen Managua einen abgemagerten Straßenhund einfangen und kettete ihn in der städtischen Galerie an. Dann nahm er mehrere Hand voll Trockenfutter und schrieb damit einen Satz an die Wand: “Du bist, was du liest”. Einen Tag später war die Schrift noch da – das Tier war tot. Verhungert.

      Auch nicht vorgekommen sind Katzen in Glas oder Vögel in Wachs, aber vorgekommen sind hingegen ausführliche Beschreibungen vom Onanieren auf „Mein Kampf“, Fistfucking, Analpraktiken mit Beinprothesen und verbale Ausführungen völlig sinnentfremdeter, abartiger Ergebnisse, kranker Gehirne. Nicht nur Schade um die Zeit und störend, wenn man eigentlich Musik hören will, sondern grindig, grauslich, gefährlich krank und pervers. Eigentlich sollte man den Sender verklagen, denn ich wurde psychisch gefoltert und geistig vergewaltigt, weil ich nicht damit gerechnet hatte, dass ein derartiger Dreck überhaupt gesendet werden darf.
      Was habe ich gelernt: „Das Deckmäntelchen Kunst wird nicht nur politisch missbraucht, sondern auch für abartige Perversionen – das bezeichne ich als die Sirenen von heute, wenn es sich bei der Kunst um Musik oder Tonfilm handelt. „

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