Anonymous blockierte FBI-Website und schwört Rache

oder so ähnlich heißt es auf suedostschweiz.ch Die Hackergruppe Anonymous kündigte für die Schließung der Plattform Megaupload Rache an und tatsächlich sollen in der Nacht bestimmte Seiten nicht, oder nur eingeschränkt erreichbar gewesen sein.

Ein Kurzzitat aus dem Artikel:

Zu den anvisierten Zielen gehörten auch die Websites der Plattenfirmen Universal und Warner Music, des Musikindustrie-Verbands RIAA sowie der Filmindustrie-Vereinigung Motion Picture Association of America…. weiter lesen

Weblinks:
Anonymous schwört Rache und blockiert FBI-Website
SOPA: Anonymous plant wieder Angriff auf Sony
Anonymous (Kollektiv)
du-bist-anonymous.de
Anonymous strikes back after feds shut piracy hub Megaupload

Zur Anonymität im Internet gibt es ja sehr ambivalente Einstellungen, aber mir wurde schon vor Jahren klar, dass Anonymität nur meinen Traum von einer direkten Demokratie behindert. Den ganzen Blödsinn von wegen Meinungsfreiheit usw. teile ich nicht, da die Meinung eines Anonymen nichts wert ist. Als Anonymer kann ich jeden Schwachsinn verbreiten, weil ich nicht bereit bin Konsequenzen dafür zu tragen und Verantwortung zu übernehmen. Im realen Leben besteht Ausweispflicht gegenüber Kontrollorganen und im Internet sollte es genau so sein, nur dann kann man meiner Meinung nach eine sinnvolle, konstruktive Nutzung erwarten.

Ich hoffe, dass Anonymous meine Seite nicht hackt, weil ich dieser Meinung bin und von Anonymität nichts halte. Nicht im realen Leben und nicht in der virtuellen Welt.
Ich bewundere Menschen, die zu ihrer Meinung und zu ihrem Handeln mit ihrer Identität stehen und mit ihrem Leben unterschreiben, wenn gleich diese offen für Veränderungen bleiben sollten, denn jeglichen Fanatismus verabscheue ich unbedingt. Auch den Fanatismus, unbedingt eine eigene Meinung haben zu müssen und diese dann fanatisch vertreten zu müssen.

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4 Gedanken zu „Anonymous blockierte FBI-Website und schwört Rache“

  1. Bei Diskussionen geht es zwar nicht nur um gewinnen und verlieren, aber ich bin es Leid, mich auf anonyme Idioten einzulassen. Zuerst ziehen sie dich auf ihr Niveau hinunter und dann schlagen sie dich in ihrer gewohnten Umgebung.
    Anonyme dürfen hier zwar noch kommentieren, wieso auch nicht, aber antworten werde ich ihnen nicht mehr, nehme ich mir zumindest wieder einmal vor.

  2. Also erst einmal hat es sehr viel Sinn im Netz anonym zu sein! Ich nehme mir nur einmal das Beispiel China! Denken sie mal darüber nach! Daten im Netzt bleiben für die Ewigkeit und ich ich will nicht in 10 Jahren, wenn alle Daten von mir ausgewertet werden, das FBI vor der Tür haben, nur weil ich sympatisant der Gruppe Anonymous bin!

    Wenn ich jetzt meine Identität preis gebe, ohne Proxy ins Netz und mich bei Facebook anmelde, werde ich nicht lange warten müssen, bis ich Mahnbescheide wegen Urheberrechtsverletzungen ins Haus bekomme. Ich finde es gut der Industrie eins auszuwischen, die uns vorgibt, was wir hören und sehen sollen! Musik und Filme von independed Künstlern würde ich legal erwerben, wenn wiederum die großen Konzerne die Künster nicht abzocken würden! Ich bin für einen direktverkauf von Künster an den Konsumenten, dann würde ich auch sehr gerne Zahlen!

    Es geht um das Prinzip! Menschen, die alles tun was die Regierung will, sind mitläufer, können nicht selbstständig denken und verfassen Berichte und Blogs, die andere Menschen beeinflussen, die noch beinflussbar sind!

    1. Das ist wirklich ein sehr überzeugendes Argument „Also erst einmal hat es sehr viel Sinn im Netz anonym zu sein!“, weil es ja (Gott, der/die Allwissende oder einfach nur der Diktator) Anonym sagt. Welchen Sinn bitte und was ist Sinn und was ist anonym?

      An China denken kann jeder – kennen tut es niemand (außer natürlich Anonym vielleicht und der zu jeder Zeit, also jetzt vor Mao und natürlich auch vor Laotse)! Was soll ich mit „China“? Redest du von Leuten, Land, Bergen, dem Kommunismus, der Sprache, der chinesischen Küche, dem letzten Kaiser, der verboten Stadt, der Mauer, Taijiquan, Shaolin, Wudang …?

      Wenn schon dieses blöde „sie“ als Anrede, also die anonyme Höflichkeitsform, dann bitte richtig geschrieben, also „Sie“, sonst vermute ich die 3. Person, Einzahl, weiblich! Aber ich möchte bitte selbst mit Anonymen darauf verzichten, denn ich bin zu ehrlich, zu direkt, zu offen für so einen Scheiß.

      Wenn du die Urheberrechte verletzt, sollst du meiner Meinung nach keine Mahnbeschwerde bekommen, sondern eine saftige Strafe, sonst bräuchten wir ja keine Gesetze. Wenn du gegen Urheberrechte bist, solltest du dich im Rahmen deiner anscheinend begrenzten Möglichkeiten dafür einsetzen. Ich denke du bist gegen Urheberrechte, weil du weißt, dass du niemals etwas zustande bringst, das man urheberrechtlich schützen könnte und einen Wert hat.

      Echte Künstler kann man nicht abzocken, weil sie nicht für deinen beschissenen Mammon, sondern für die Kunst leben. Alle Künstler die ich kenne, pfeifen auf Gewinn und mach(t)en einfach nur Kunst – alle anderen sind rein industriell angefertigte Möchtegernkünstler oder einfach Prostituierte. Aber für Anonyme reichen diese völlig aus und durch deren „Kunst“ können sich Anonyme um Geld, Urheberrechte und Anonymität streiten.

      Genau, es geht ums Prinzip und dieses heißt „leben und leben lassen, oder es sogar fördern“ und innert sein, gegen Beeinflussung und blödes Geschwätz von Anonymen.

      Ob Berichte und Blogs verfassen oder nicht, ob regieren oder schnorren, ob Künstler oder Behinderter, dass ist alles scheiß egal, aber im Endeffekt gibt es für mich nur zwei Arten von Menschen: „Solche, die für ihre Taten und Worte einstehen und für ihr gesamtes Leben, eben mit ihrem Leben bürgen und anonyme Arschlöcher, die einfach Nichts sind und nicht einmal einen Namen haben. Nomen est omen, Mr. Anonym!

      Danke für den nichts sagenden, anonymen Schwachsinn.

      PS: Nur ein anonymer Idiot schützt Daten, ich schütze Menschen!

  3. puh, immer das selbe, ich schrieb gerade auf Yigg:
    Ich bin zu diesem Thema schon so oft alleine dagestanden, dass ich wirklich recht ausführlich darüber nachdenken musste. Wenn ich Kontroversen und ein wenig Spannung mit meinen Kindern suche, brauche ich nur dieses Thema anschneiden. Ich kann mir kein neues Argument für Anonymität vorstellen, aber ich wurde noch nie hinreichend überzeugt.
    Denn wozu soll Anonymität gut sein, außer als Voraussetzung für Handlungen und Aussagen, für die ich keine Verantwortung übernehmen will. Die Meinung Anonymer ist für mich aber keine Meinung, weil sie von „niemand“ stammt. Jeder kann anonym „nein“ sagen und offiziell mit „ja“ Stimmen. Das ist doch völlig sinnlos. Die Anonymen verzerren als Mitläufer und Wendehälse das Bild der Realität, weil sie sich nicht entscheiden und zu nichts stehen – für nichts einstehen. Wie hässlich ist die Identität der Anonymen, dass sie sie verbergen müssen? Was kann passieren, wenn ich meine Identität preis gebe. Ich kann dadurch eventuell Nachteile haben. Das stimmt natürlich, aber wenn ich anonym bleibe, dann gibt es mich nicht einmal.
    Ich würde ein Leben in Angst und Schrecken einer Nichtexistenz aber trotzdem vorziehen. Allerdings ist es meiner Meinung nach absolut nicht gefährlich, wenn man die Anonymität aufgibt und dafür zum Beispiel wenigstens seine Nachrichten standardmäßig verschlüsselt und sich im WLAN wenigstens nicht mehr mit einer WEB-Verschlüsselung abgibt, was grobe Vernachlässigung jeder Sicherheit ist. Da pfeift sich keiner drum und in der U-Bahn hat er womöglich noch permanent bluetooth aktiviert und …. ach, was solls – wenn die meisten Menschen mit ihrem neuen Windows das erste mal ins Netz gehen, sind sie schon gehackt und verseucht – noch bevor sie das letzte Sicherheitsupdate herunter laden können …. aber anonym bleiben wollen, dass ist meiner Meinung nach lächerlich, feige und destruktiv. Ohne damit jemand beleidigen zu wollen, ist das meine Meinung und die könnte nur durch Argumente geändert werden, aber nicht durch die
    Anzahl der Anbeter und Verehrer der vermeintlichen Freiheit und Anonymität.

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