Oh mein Fedora: „Aus meinem Seitensprung wurde eine neue feste Beziehung zu dir!“

(Last Updated On: 18. März 2014)

2008 habe ich schon gemeckert mit Wird Ubuntu zum schlechteren Windows?, aber nach dem Upgrade auf Ubuntu 11.10 blieb mir fast keine andere Wahl, als einen Seitensprung zu Fedora zu riskieren und ich bin bis heute sehr zufrieden. Nein, ehrlich gesagt bin ich begeistert, aber heute hatte ich etwas Zeit und genügend Platz auf meinem PC, also dachte ich an meine ehemalige große Liebe, unter anderem, weil ich irgendwo sah, das PiTiVi bei Ubuntu standardmäßig schon dabei ist.
Also ich installierte mir neben meinem Fedora und Debian ein brandneues Ubuntu. Als erstes wollte ich in die Konsole. Ja noch vor dem Firefox starte ich die Konsole, wenn es eine gibt. Ok, ruckel, zuckel die Leiste links spielt verrückt und ich finde kein Terminal. Das gibt es doch nicht unter Linux, oder? Ja, bei Ubuntu 11.10 schon. Nach einiger Zeit habe ich es endlich geschafft und ich beginne wie gewohnt mit „sudo root“, weil ich natürlich sofort ein aptitude update && upgrade ausführen will und unter Systemeinstellung nichts finde um das System zu aktualisieren. Hmm, ach ja in Ubuntu heißt das su nicht sudo, nein und schon mein erstes FTH-Erlebnis. Es gibt ja keinen root, sondern einen Sicherheitsfalle in Ubuntu – der Defaulthauptbenutzer Defaulthauptbenutzer, falls es den noch gibt. Gut mit – plötzlich ein Whitescreen statt einem Bluescreen aus Windows 95 Zeiten – nichst geht mehr, außer ein brutaler Knopfdruck. Nach dem Neustart hängt sich der Firefox auf und reißt mir das OS nieder – nichts geht mehr, außer der besagte Knopfdruck! Kann das wahr sein? Das ist wirklich schon eine Schande für Linux. Ich bin ziemlich enttäuscht, aber PiTiVi wollte ich mir ja ansehen und das hat funktioniert. Kino konnte ich auch per Klick installieren, was in Fedora nicht so einfach war, aber dafür hatte ich während ich diesen Artikel schrieb, zweimal einen gestreiften Bildschirm und nix ging mehr.

Entschuldigung liebes Ubuntu Team, aber 11.10 hätte nicht passieren dürfen.
Meinem Grub2 ist es egal und meiner Festplatte auch, aber mir nicht, daher habe ich eine Startreihenfolge wie folgt im Bootloader:

  1. Fedora (default)
  2. Debian (manchmal will ich es nicht einfach haben, aber auf der sichern Seite sein)
  3. Ubuntu (mein Ex, das ich nicht ohne Grund heiß geliebt habe)

BSD brauche ich nicht am PC und falls ich ein exe brauchen sollte, weil ein Freund oder Bekannter von mir, ein so tolles Programm entwickelt hat, dass ich mir unbedingt ansehen muss, genügt mir ein Gläschen Wine.

PiTiVi und Kino ist jedenfalls ein plus für Ubuntu und Cinelerra muss ich erst auf beiden Systemen testen, falls ich es installieren kann. 😉

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History

9 Gedanken zu „Oh mein Fedora: „Aus meinem Seitensprung wurde eine neue feste Beziehung zu dir!““

  1. Hallo Helmut,

    schöner Beitrag den du geschrieben hast.
    Ich selber hatte damals Debian-System auf meinem Server,
    genauso wie Debian-Artige auf meinem Desktop.
    Über Linux lässt sich streiten, aber wirklich tolle Sache !
    (Sollte man zumindest mal ausprobiert haben.)

    Jedenfalls habe ich in letzter Zeit hinsichtlich Server auch zu RedHat-Ähnlichen Distros gewechselt
    und auf meinem Desktop findet sich ein Arch-Linux wieder (könntest du dir mal anschauen, wär vielleicht auch was für dich :P)

    1. Hallo und danke Roman, am Server kam für mich immer nur BSD (meist Free-BSD) und Debian in Frage und damit war ich auch sehr zufrieden. Am Desktop habe ich eine sehr, sehr lange Linux-Vergangenheit. Angefangen mit Slackware, dann SuSe, Mandrake, Gentoo und ein paar Minimalversionen, die auf einer einzige 3,5 Zoll floppy passten! Seit Ubuntu verwendete ich dieses gerne und bis zu 10.4 war ich auch recht zufrieden damit. Jetzt bin ich inzwischen von Fedora recht begeistert und werde dabei bleiben. Danke also für den Hinweis auf Arch, aber wie es aussieht habe ich meine neue Lieblingsdistribution schon gefunden.

  2. Hallo Helmeloh,

    danke für das Lob an meiner Website Weisheitswissen.de 🙂

    Ich glaube übrigens, das die Benutzeroberfläche Unity wie auch Gnome 3 mit der Zeit (akzeptabel) gut wird. Eine Firma wie z.B. Canonical hat halt über 400 Entwickler und die werden die Ubuntu Distribution nach den Anfangsschwierigkeiten immer besser hinbekommen. Tendiere aber trotzdem zum Xfce-Desktop, da es mir persönlich besser entspricht.

    Gruß

    Armin

    PS: Sehe, das dein Favicon animiert ist. Dazu hab ich mal folgendes Interessantes gelesen:
    http://www.kommdesign.de/fakten/seite1.htm#Animationen

    1. Danke nochmals, das mit dem Favicon ist zwar ganz interessant, aber den Psychologen traue ich ohnehin nicht über den weg, weil sie sich ein Fach wissenschaftlich behandeln und die Bezeichnung dafür sogar in ihre Berufsbezeichnung einfließen lassen, aber nicht einmal eine Definition dafür geben können. Würde sie sich Verhaltensforscher, Neurophysiologen oder wie auch immer bezeichnen, sähe ich mir an, was sie zu sagen haben.
      Auf diesen Notizblog spielt das aber alles keine Rolle, denn hier wird nur probiert, gequasselt, und ich verwende das Blog gerne zum Recherchieren uns Stoffsammeln. So gesehen würde ich das Favicon auch nach der oben angeführten Lektüre anbringen, oder sogar jetzt erst recht, damit ich vom Inhalt ablenken kann. Dieser ist nämlich meist unaufbereitet, emotional, unordentlich serviert, aber für meine Zwecke reicht es mir. Ich habe die gefundenen und geschenkt bekommenen Weisheiten noch nicht ausreichend verarbeitet, um das Augenmerk auf die Präsentierung legen zu wollen. Herumspielen will ich aber mit allen möglichen Techniken und Dingen und manchmal lerne ich sogar daraus. 😉

  3. Hallo Helmeloh,

    deine Formulieren wie „Wird Ubuntu zum schlechteren Windows?“ oder „Ubuntu (mein Ex, das ich nicht ohne Grund heiß geliebt habe)“ sind wirklich super. Danke dafür!

    Gruß

    Armin

    PS: Mit Ubuntu 11.10 und auch mit Mint 12 habe ich auch momentan eine unerfreuliche Beziehung. Tendiere nun aber erst mal zu Xubuntu und hoffe, das dann die Zickerei ein Ende findet. 😉

    1. Danke und Hallo Armin,
      Ich bin sicher nicht verärgert und habe hier schon unzählige Lobeshymmnen auf Ubuntu gesungern. Wenn man Ubuntu wirklich mit Windows vergleichen wollte, dann würde ich mit der Beschaffung beginnen (Download auf USB.-Stick oder CD brennen) der mich keinen Cent kostet und völlig unbürokratisch abgewickelt wird. Bei Windows muss man ins Geschöft laufen, viel bezahlen und alle möglichen Bedingungen akzeptieren. Dann muss man bei Windows schon wieder ein teures Programm zum Partitionieren kaufen, will man etwas ändern im Zuge eines Upgrades und vermutlich auch ein Backupprogramm usw. Diverse lange Keywörter bereit haben und dann sicher aufbewahren usw. und so fort. Bei Ubuntu setze ich ein Häckchen bei „auf neue Version aktualisieren“, klicke ich im Upgrademanger auf „aktualisieren“ und das war’s. Nein, also wirklich vergleichen wird man die zwei Systeme wohl nie können. Ganz abgesehen davon, dass man mit Linux Zugriff auf ein unglaublich vielfältiges Angebot an guter Software und Quellcode bekommt.

      Deine 11 Hauptthemen sind übrigens auch bei mir Schwerpunkte. Da hast du eine interessante Seite.
      Servus aus Wien, Helmut alias Helmeloh

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