39. Kleines Fassen und Schlagen – xiăo qín dă

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Kleines Fassen und Schlagen (xiăo qín dă; Small Catch and Hit)
(Im Video unten bei 0:00)

Die zweite Hälfte beginnt nach dem Fauststoß mit der rechten Faust wie die Überleitung von Figur 14. zur Figur 15. Das Gewicht wird nach hinten auf das rechte Bein verlagert, dabei öffnet die rechte Faust und wird nach hinten gezogen. Gleichzeitig wird die rechte Hand nach vorne gebracht, wobei der Handrücken ebenfalls nach vorne weist. Das Gewicht wird wieder auf das linke, vordere Bein gebracht und es erfolgt ein leerer Schritt mit dem rechten Fuß nach vor. Dabei beschreibt der rechte Arm einen Halbkreis nach unten und dann nach vorne; durch die gleichzeitige Rotation des Armes, zeigt die Handfläche nach oben sobald der Arm vor dem Körper auf Brusthöhe vom Körper weg gestreckt (nicht durchgestreckt) ist. Der rechte Arm wird bogenförmig nach hinten innen gebracht, sodass die Handfläche nach unten zeigend über den rechten Unterarm kommt. Es erfolgt eine Drehung auf der rechten Ferse nach rechts und dann wird das linke Knie angehoben. Die linke Hand kommt noch etwas näher an den Körper, also liegt nun über der rechten Ellenbeuge, obwohl der rechte Arm gebeugt und etwas angehoben wird. Mit dem Schritt nach links mit dem linken Bein werden die Arme zu beiden Seiten hin, bzw. der rechte Arm nach oben hinten und der linke Arm nach unten vorne geöffnet. Das rechte Bein wird dabei stark gebeugt. Mit der Gewichtsverlagerung auf das linke, vordere Bein wird der rechte Arm nach vorne gebracht, sodass die Handflächen zueinander zeigen. Das Gewicht wird nun auf das hintere, rechte Bein verlagert wobei die Arme auf Brusthöhe in Seidenfadenbewegung ebenfalls nach hinten gebracht werden. Die Handflächen zeigen dabei noch immer zueinander. Erst mit dem hinteren Wechsel (Richtungsänderung der Seidenfadenbewegung) kommt die rechte Hand etwas tiefer unter die rechte Hand, welche durch die jetzt erfolgende Drehung nach links über ein Ziehen etwas flacher wird. Sie kippt also, um waagrecht vor dem Hals (obere Brust) zu kommen, während die rechte Hand zu einem Stoß aufgestellt darunter ist. Die rechte Hand bewegt sich schneller, als die linke Hand, sodass in der Endposition nach der Körperdrehung nach links, beide Handflächen nach vorne zeigen und die rechte, stoßende Hand etwas weiter vorne ist.
Während nun der Körper um 180° nach rechts dreht und das Gewicht ganz auf das linke Bein verlagert wird, rotieren beide Arme nach innen und der rechte Fuß berührt nur mehr mit der Zehenspitze den Boden. Die Hände sind vor dem Hals überkreuzt, sodass beide Handrücken nach vorne, also vom Körper weg, zeigen.


Quellen und Links:
Old Frame, First Form
Old Framne Chen Family Taijiquan von Mark Chen
Shu Jian

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Rechter Fersentritt – yòu dèng yí gēn

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Rechter Fersentritt (xuàn fēng jiăo; Right Heel Kick)
(Im Video unten bei 8:58)

„Während der Bewegung vor dem Körper nach oben blicken wir nach links und während wir den Kreis von oben nach unten in die Luft zeichnen, blicken wir nach rechts“ schrieb ich als letzten Satz, in der Beschreibung der vorigen Figur „Mit dem Fuß treten wie ein Wirbelwind“. Dabei wird das Gewicht ganz auf das linke Bein verlagert und der rechte Fuß heran gezogen. Die Arme schließen, also kreuzen vor dem Körper, wobei die Hände zu Fäusten geballt werden. Das Knie anheben und dann folgt der Tritt nach rechts mit der rechten Ferse, wobei gleichzeitig die Arme und Fäuste zu beiden Seiten hin öffnen (im Video oben bei 9:00). Nun kommt es darauf an, das Gleichgewicht zu behalten und im Zentrum zu bleiben, wenn man auf der linken Ferse 45° nach rechts dreht, ohne dabei den rechten Fuß nach dem Kick abzusetzen. Zum Erlernen ist es ist allerdings besser, mit der rechten Zehe kurz den Boden zu berühren und kurz inne zu halten, als herum zu wackeln und um das Gleichgewicht zu ringen. Während der Drehung lässt man die linke Hand nach unten fallen und zieht die rechte vor den Körper. Am Ende der Drehung schießt dann, noch immer mit angehobenem rechten Knie, plötzlich schnell (Fa Jin) die rechte Faust gerade nach unten neben die rechte Hüfte und die linke Faust gleichzeitig gerade nach oben, links neben den Kopf. Erst jetzt wird mit dem rechten Fuß auf den Boden gestampft. Das Gewicht wird mit dem Stampfen auf das rechte Bein gebracht, die Arme schließen vor dem Körper, wobei sich die Hände wieder auf Handgelenkhöhe überkreuzen. Die linke Hand ist dabei innen und der Handrücken weist nach innen und bei der rechten, äußeren Hand weist der Handrücken nach außen. Es erfolgt ein leerer Schritt nach links. Die Arme öffnen nach unten, wobei das Gewicht nach links verlagert wird. Es folgt die Vorbereitung zum linken Fauststoß in der dritten Wiederholung von „Die Hand verdeckt Arm und Faust“.


Quellen und Links:
Old Frame, First Form
Old Framne Chen Family Taijiquan von Mark Chen
Shu Jian

(366)

36. Mit dem Fuß treten wie ein Wirbelwind – xuàn fēng jiăo

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Mit dem Fuß treten wie ein Wirbelwind (xuàn fēng jiăo; Tornado Kick)
(Im Video unten bei 8:45)

Mit „von links aufnehmen und das Gewicht nach links verlagern“ begann ich schon in der letzten Figur den Anfang vom „Tornado Kick“ zu beschreiben. Der rechte Fuß wird an den linken heran gebracht und mit den Zehen abgesetzt. Die Arme beschreiben nach dem Aufnehmen von links einen Seidenfadenkreis nach rechts – unten – und wieder nach links, wobei die linke Hand in der Endposition auf etwa Schulterhöhe kommt. Der Handrücken weist nach hinten und die Hand ist bei leicht gespreizten Fingern und dem Daumen oben, halb geschlossen, als würde man einen Gegenstand oder einen Arm halten. Der rechte Arm ist in Folge der Seidenfadenbewegung mit beiden Armen vor dem Körper angelangt und die Handfläche zeigt nach oben.
Nun erfolgt ein leerer Schritt mit dem rechten Fuß nach vor, wobei die Arme in einer schließenden Bewegung vor der Brust gekreuzt werden, so dass das linke Handgelenk innen ist und das rechte Handgelenk (fast) berührt (peng jin). Mit der Gewichtsverlagerung auf das rechte Bein rotieren die Unterarme vor der Brust bzw. vor dem Hals, sodass die linke Hand nach außen kommt und die Handfläche vom Körper weg zeigt. Es folgt ein Kick mit dem linken Fuß und gleichzeitig öffnen die Arme nach beiden Seiten und oben. Gleichzeitig mit dem Kick wird eine 180°-Rotation um die eigene Achse auf dem rechten Fuß begonnen. Die nach außen und oben schwingenden Arme werden plötzlich nach unten gezogen, um den Kreis der Bewegung zu schließen (als würde man mit beiden Armen von oben nach unten einen Kreis in die Luft zeichnen) und diese Bewegung unterstützt die Rotation um die eigene Achse. Der linke Fuß landet nach der Drehung neben dem rechten und wird leer abgesetzt, während die Arme wieder vor dem Körper gekreuzt werden.
Es folgt ein seitlicher Schritt nach links mit dem linken Fuß, wobei die Arme noch einen Kreis wie vorhin beginnen. Während der Bewegung vor dem Körper nach oben blicken wir nach links und während wir den Kreis von oben nach unten in die Luft zeichnen, blicken wir nach rechts.


Quellen und Links:
Old Frame, First Form
Old Framne Chen Family Taijiquan von Mark Chen
Shu Jian

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Nach der Trauung

vorige Woche, gab es eine Hochzeitstafel, wobei ich eigentlich annahm, dass „unser“ Beisl bzw. das Waldviertler Wirtshaus in unserem Wohnbezirk, eher ein Insidertipp und relativ unbekannt wäre. Als ich aber heute eine Tageszeitung durchblätterte, stolperte ich über einen Artikel über den Möslinger in der Beilage der Kronen Zeitung (Krone Bunt) und stellte fest, dass das Lokal als Wiener Landessieger ins Finale um den Titel „Genuss Wirt des Jahres“ kommt. Die Küche und Bedienung waren wirklich wieder sehr zufrieden stellend und ich hoffe nur, dass die Qualität und freundliche Bedienung erhalten bleibt, falls sie tatsächlich verdient „Genuss Wirt des Jahres“ werden sollten.
Hier die Webseite vom Gasthaus Möslinger.

Unter den Hochzeitsgeschenken fanden wir auch zwei Casino-Packages „Dinner & Casino“ die wir bereits kosumierten. Dazu möchte ich mir hier noch ein paar Worte notieren. Das 4-gängige Dinner & Casino-Menü im Restaurant Korso (Speiserestaurant des Hotel Bristol) schmeckte ausgezeichnet und die Räumlichkeiten waren ebenso beeindruckend, wie das Service. Ich habe das Menü übrigens heute nach gekocht und dabei das Rezept ziemlich genau rekonstruieren können. Den Wildschweinbraten beim Möslinger hingegen würde ich nicht so gut hin bekommen, obwohl ich ganz gerne Wildgerichte kreiere.
Dann ging es ab ins Casino. Es war mein erster Besuch, bis jetzt habe ich nur anderen Krawatten geborgt, wenn sie ins Casino gingen. Ich nahm also mindestens Krawattenpflicht an und somit kam ich leicht overdressed ins Casino. Ja, tatsächlich, wer hätte das gedacht. Ich, der meist in Jeans und Pulli herum läuft war einer der wenigen in Anzug und Krawatte. Die Räumlichkeiten waren allerdings schon sehr beeindruckend und da alles neu für mich war, sah ich mich zuerst einmal um. Meine Frau, die das Casino von früher her kannte war von der Atmosphäre etwas enttäuscht und so durfte ich das ganze Spielgeld verprassen. Wir machten uns aus, dass wir keine Jetons nachkaufen und mit keinem kleinen Gewinn das Haus verlassen. Ich wollte eigentlich nur am Rouletttisch spielen und hatte auch gleich Glück und sammelte einige kleine Gewinne. Ein paar hektische Spieler, die offensichtlich um ihre Existenz kämpften, waren mir ziemlich unangenehm, da ich mich ja nur unterhalten wollte. Ein Stammgast (keiner der angesprochenen Hektiker) viel mir auch auf, weil er ungefähr mit der selben Lässigkeit 500er setzte, wie ich es mit den 5ern handhabte. Eine Gruppe asiatischer Leute – keine Ahnung aus welchem Land die kamen, aber es waren keine Chinesen oder Japaner, die hätte ich erkannt, vergraulten mir das Spiel durch ihre relativ hartnäckige Rüpelhaftigkeit. Wenn mich wiederholt jemand mit Ellbogen vom Tisch drängt, lasse ich es lieber und so gingen wir nach einem Glas Sekt zu den Automaten. Meine Frau war bereits müde und ich versprach, dass es nun ganz schnell gehen wird. Das Versprechen konnte ich aber nicht ganz einhalten, da mich der Automat immer wieder mit kleinen Gewinnen hin hielt. Was sich die anderen Besucher wohl gedacht haben, wenn sie immer bei einem Gewinn seufzte und meinte: „Du wolltest doch schnell verlieren“! 😉
Schließlich stellte ich den Automat auf automatisches spielen ein und damit habe ich es auch schnell geschafft, den Gewinn los zu werden. So ging es ab nach Hause und ins Bett!

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Urlaub – Hochzeit – Fotos; Ubuntu 11.10

In der zweiten Urlaubswoche finde ich nun kurz Zeit für einen Artikel, denn abgesehen von Taijiquan kommt im Urlaub für mich nur intensives Faulenzen in Frage. Ach ja, geheiratet haben wir vorige Woche auch.
Heute habe ich jedenfalls wieder einmal den PC angeworfen und mit einem Klick auf die neue Ubuntu-Version aktualisiert. Seit Jahren geht das reibungslos mit einem einzigen Klick und nebenbei habe ich noch die vielen Fotos seit 2000 geordnet, denn bei Ubuntu ist das kein Problem. Stelle man sich ein Upgrade von Windows irgendwas auf Windows irgendwas +1 vor und während der Installation sortiert man seine Fotos. Naja, dafür kostet Ubuntu nichts und die unzähligen Anwendungsprogramme und Programmierumgebungen, Office etc. wurden ebenfalls gleich auf den aktuellen Stand gebracht. Siehe auch Ubuntu 11.4 und viele weitere Artikel, in denen ich nicht müde werde Loblieder auf Ubuntu anzustimmen.
Über die Hochzeit will ich nicht viel schreiben, da ich ja auf Urlaub bin und mich nicht übernehmen möchte, aber es war jedenfalls ein gelungener Tag und ein schönes Ereignis, was einige Fotos (eine Serie soll noch folgen) am besten bezeugen.

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