Drogenpolitik von Süchtigen gegen Süchtige

In der Presse lese ich gerade Wiener Drogenring zerschlagen: 1500 Abnehmer ausgeforscht. In dem Artikel vom 23.08.2011 erfahre ich, dass 12 Personen, die die Wiener Marihuana-Szene angeblich monatelang mit Drogen versorgten verhaftet wurden.

Eine österreichisch-serbische Tätergruppe soll die Wiener Marihuana-Szene monatelang mit Drogen versorgt haben. Mindestens 50 Kilogramm Marihuana mit einem Straßenverkaufswert von etwa einer halben Million Euro wurden seit März in Umlauf gebracht. Zwölf Verdächtige wurden festgenommen, insgesamt 30 Bandenmitglieder und 1500 Abnehmer ausgeforscht, teilte die Polizei am Dienstag mit. Bei 13 Hausdurchsuchungen wurden ein Kilogramm Marihuana sowie Heroin, mehrere tausend Euro Bargeld und gefälschte slowakische Reisepässe sowie Führerscheine gefunden.

Schön und gut, aber was ist mit den unzähligen anderen Geschäften, die im Getränkehandel weiterhin munter Schnaps, Wein, Bier und andere Drogen und Suchtgifte verkaufen? Oh, die sind zwar meiner Meinung nach weit aus gefählicher und schädlicher, aber selbstverständlich erlaubt, sonst müsste man ja jeden Laden und Supermarkt schließen und natürlich auch die Drogenlabors der Weinbauern und die Brauereien.
Das ist schon alles ein wenig verrückt, wenn man wegen ein bisserl Gras so tut, als hätte man die schlimmsten Schwerverbrecher gefasst und ihre Sympathisanten (Kunden) ausgeforscht.
Ich frage mich wirklich, wie man einerseits Wohltätigkeitssaufen am Christkindlmarkt bewerben und gut heißen kann und anerseits wegen Mahiruana die Händler und sogar die Kunden (Verbraucher) kriminalisiert. Ich glaube die Verantwortlichen waren besoffen, als sie diese Gesetze schufen. Auch wenn ich persönlich prinzipiell gegen alle Suchtmittel bin, so finde ich die gesetzliche Handhabe sehr befremdend. Sie würde aber, wie viele, immer noch aktuelle und auch ganz neue Gesetze, sehr gut nach Schilda passen.
Marihuana und Droge auf Wikipedia.
Wie dem auch sei, solange keine Umweltbanden nach jahrelanger Observation ausgehoben werden, die nachweislich mehrere Papierl weg geschmissen haben, oder gar einen Kaugummi oder einen Zigarettenstummel auf den Gehsteig spuckten, sehe ich keinen zwingenden Grund selbst politisch aktiv zu werden. cloudheartsitplz

Legalisierung von Drogen (2)

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Ein Gedanke zu „Drogenpolitik von Süchtigen gegen Süchtige“

  1. Ach endlich ist es so weit, das Wohltätigkeitssaufen beginnt!
    Was habe ich früher dazu geschrieben? Ach da ist ja schon ein alter Gedanke von mir:
    „Für Alkoholiker mag Halloween vielleicht eine gute Gelegenheit sein und vor allem auch ein Zeichen, dass es nicht mehr lang dauert, bis zum großen Wohltätigkeitssaufen am Weihnachtsmarkt. Darauf freut sich ja wirklich schon jeder, wenn er mit einem Vollrausch etwas gutes tun kann, weil der Erlös den Bedürftigen gespendet wird. Ob die Bedürftigen vielleicht in ihre miese Lage kamen, weil die Eltern Alkoholiker waren kann hier sicher nicht erörtert werden, aber denkbar wäre es.“

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