Kreisende Hände oder Wolkenhände –云手 (yùn shŏu)

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yùn shŏu bedeutet nicht nur kreisende Hände, sondern auch Wolkenhände und durch Yang Lu Chan ist diese Bewegung im Yang Stil auch unter dieser Bezeichnung bekannt.

Ausgehend von der Stellung in der einzelnen Peitsche, sind beide Arme in schulterhöhe weit geoffnet (etwa 120°) und die rechte Hand ist zur Peitschenhand geformt. Das Gewicht liegt hauptsächlich am linken Bein und der Abstand der Füße ist größer, als schulterbreit.
Die vom Zentrum ausgehende Bewegung äußert sich in der rechten Hand nur durch eine kleine Drehung bzw. Roration im Handgelenk nach außen. Die linke Hand wird bei gleichzeitiger Gewichtsverlagerung in Kinnhöhe oder in einer Variation über dem Kopf zur rechten Hand gebracht. Die beide Hände beschreiben nun eine kreisförmige Bewegung über den Kopf nach links, wobei der linke Fuß kurz an den rechten herangebracht, abgesetzt und gleich wieder zurück gestellt wird, sobald die Hände im Kreis unten vor dem Körper sind.
Nach dem Übergang kommen nun die eigentlichen „kreisenden Hände“ die ganz nach den Seidenfadenübungen (großer Yangkreis) auszuführen sind. Die rechte Hand stoppt in der Kreisbewegung, wendet und wird mit der Handfläche nach unten etwa vor den Bauchnabel geführt. Die linke Hand hat wurde im Kreis weiter geführt und wird jetzt mit der Handfläche nach unten zeigend, in einer kreisförmigen Bewegung, vom Körper weg geführt. Kreisförmig bedeutet nicht kreisrund und wenn der linke Arm nun in schulterhöhe, genau so wie bei den Seidenfadenübungen vom Körper weg geführt wird und die maximale Entfernung erreicht hat, zeigt die Handfläche seitlich vom Körper weg und die rechte ist nun vor dem Bauchnabel angekommen. Jetzt wird der rechte Fuß an den linken herangebracht und abgesetzt. Beide Hände beschreiben die begonnen Kreise weiter bis die linke Hand (Handfläche zeigt nach rechts oben) etwa vor das linke Bein kommt und die rechte Hand vor der linken Schulter rotiert, sodass die Handflächen wieder nach unten (und eventuell leicht nach vorne) zeigt. Jetzt erfolgt der Schritt zur Seite nach links. Das Gewicht wird verlagert während die Hände die begonnen Kreise weiter ziehen bis wieder die oben beschriebene Position erreicht ist, bei der, der rechte Fuß zum linken herangebracht wird. Insgesamt erfolgen drei Wiederhgolungen, es wird also drei mal der rechte Fuß an den linken heran gebracht.


Quellen und Links:
Old Frame, First Form
Old Framne Chen Family Taijiquan von Mark Chen
Shu Jian

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Gegensätze in mir auflösen

Vor einiger Zeit war ich ein ausgesprochener News-Junkie, der sich auf allen möglichen Platformen und sozialen Netzwerken wichtig gemacht hat. Ich musst zu allem eine Meinung haben und über alles Bescheid wissen. Nach einer stundenlangen Sitzung dieser Art am PC, wobei nebenbei vielleicht noch das TV oder Radio lief und ich viele Tassen Kaffee und ein Packerl Zigaretten konsumierte, wurden mir die Probleme einfach zu viel. Ich hatte unzählige Probleme, die eigentlich nicht meine Probleme waren, abgesehen davon, dass die Zeit verloren war und es mir physisch und psychisch schlecht ging.
Mit Taijiquan und Qigong lernte ich meine Verspannungen und Energieblockaden zu lösen und dann gab es mir ein weiteres mächtiges Werkzeug zur Hand, den „Für mich unwichtig Stempel“. Vermutlich trug dazu auch die Beschäftigung mit dem Buddhismus und vor allem dem Taoismus etwas dazu bei. Jedenfalls wies mein Yi (Geist) das retikuläre Aktivierungssystem, oder welche Gehirnstrukturen eben für die Bewertung der Information verantwortlich sind, an, überall den „unwichtig Stempel“ anzubringen, wenn die Information nicht lebenswichtig war und an mich herangetragen, statt von mir gesucht wurde.
Man kann sich heutzutage dem permanenten Informationsbombardement und Medienspektakel kaum entziehen und sich dagegen zu wehren, wäre nur kraftraubend. Aber in Taijiquan-Manier „einfach zulassen“ und nicht weiter beachten war mir hilfreich. Ich las keine Zeitungen mehr, vermied Soziale Netzwerke und schaltete TV und Radio nicht mehr ein. Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn man mit einem Schlag unzählige fiktive Probleme los wird und plötzlich jede Menge Zeit für sich selbst hat.
Die Information die an mich herangetragen wird, stört mich nun auch nicht mehr. Wenn ich zum Beispiel in der U-Bahn eine kostenlose Zeitung auf dem Sitzplatz vorfinde, auf den ich mich setzen möchte, dann blätter ich sie auf, damit eine neue saubere Doppelseite erscheint und ziehe sie etwas nach vor, damit auch der Rand abgedeckt wird, weil immer mehr asoziale Mitmenschen ihre dreckigen Haxen auf die Sitzflächen legen und schon hat die Zeitung den perfekten Zweck als Sitzunterlage für mich erfüllt. Blicke ich dann zu meinem Gegenüber, kenne ich die neuesten Schlagzeilen natürlich, aber alle haben den Stempel „unwichtig“ darauf und somit kann ich ungestört meinen eigenen Gedanken folgen. In nächster Zeit möchte ich mich ein wenig mit Kräuterkunde und vegetarischer Küche beschäftigen und da gibt es genügend Gedanken, denen ich nach gehen kann.
Nachdem mein „unwichtig Stempel“ so gut funktioniert, kann ich heute in jeder Stellung, zu jeder Zeit und an jedem Ort meditieren, wenn es mich danach lüstet.
Unlängst saß ich spät Abends am Balkon und meditierte mit zu den Sternen gerichteten Augen. Ein vorbei rasendes, lautes Motorrad – „unwichtig“, ständig ein Flugzeug am Himmel – „unwichtig“ – ich ging in mich, beobachtete meinen Atem und versank in meinem Körper, der dabei das Universum wurde. Ich war das wertvollste und wichtigste überhaupt und ich fühlte, dass es ohne mich nichts gibt und geben kann für mich. Ich öffnete mich zu den Sternen und erfasste das Weltall immer mehr. Ich fühlte die unendliche Weite, Größe und Energie und fühlte mich unbedeutender und unwichtiger als ein Sandkorn. Ich war nichts im Vergleich zum Weltall, aber ich hatte noch einen Rest des Gefühls, eine Ahnung in mir, von dem Gefühl vorhin, als ich alles und das Wichtigste überhaupt war, als es für mich das Universum nur geben konnte, wenn es mich gab. Jetzt konnte es mich nur geben, weil es das Universum gab und ich war ein unendlich unbedeutendes Teilchen davon. Ich fokussierte zurück zu meinem Zentrum und wiederholte dieses Wechselspiel einige male, bis ich mich auf den Bereich zwischen meinen Augen konzentrierte und beides gleichermaßen erfühlte. Ich fühlte mich gleichermaßen absolut wichtig und absolut unwichtig, bis ich allmählich bemerkte, dass ich da saß und nur Gefühle oder so etwas ähnliches hatte und Teil des Universums war. Ich sah mich da sitzen und war selbst als Beobachter nicht vorhanden, dann konzentrierte ich mich wieder auf mein Zentrum, aber beide „Gefühle“ blieben verschmolzen vorhanden. Ich hatte das Weltall in mich aufgenommen und wurde dadurch unbeschreiblich klein und unwichtig, aber ich fühlte mich sehr harmonisch, ausgeglichen und wohl dabei.

Ich hatte über Stunden hinweg keine Gedanken (früher konnte ich nicht einmal ein paar Sekunden nichts denken) und nur unbeschreibliche Zustände und Wahrnehmungen. Das Stunden vergangen waren bemerkte ich erst im Nachhinein. Vielleicht war ich auch eingeschlafen und hatte einfach nur einen Traum, aber was macht das schon für einen Unterschied? Traum, irgend eine Wirklichkeit oder irgend eine Fantasie, es spielt für mich keine Rolle.


Bildquelle: Wikimedia Commons; By ESO/J. Emerson/VISTA. Acknowledgment: Cambridge Astronomical Survey Unit (ESO) [CC-BY-3.0 (www.creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

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Drogenpolitik von Süchtigen gegen Süchtige

In der Presse lese ich gerade Wiener Drogenring zerschlagen: 1500 Abnehmer ausgeforscht. In dem Artikel vom 23.08.2011 erfahre ich, dass 12 Personen, die die Wiener Marihuana-Szene angeblich monatelang mit Drogen versorgten verhaftet wurden.

Eine österreichisch-serbische Tätergruppe soll die Wiener Marihuana-Szene monatelang mit Drogen versorgt haben. Mindestens 50 Kilogramm Marihuana mit einem Straßenverkaufswert von etwa einer halben Million Euro wurden seit März in Umlauf gebracht. Zwölf Verdächtige wurden festgenommen, insgesamt 30 Bandenmitglieder und 1500 Abnehmer ausgeforscht, teilte die Polizei am Dienstag mit. Bei 13 Hausdurchsuchungen wurden ein Kilogramm Marihuana sowie Heroin, mehrere tausend Euro Bargeld und gefälschte slowakische Reisepässe sowie Führerscheine gefunden.

Schön und gut, aber was ist mit den unzähligen anderen Geschäften, die im Getränkehandel weiterhin munter Schnaps, Wein, Bier und andere Drogen und Suchtgifte verkaufen? Oh, die sind zwar meiner Meinung nach weit aus gefählicher und schädlicher, aber selbstverständlich erlaubt, sonst müsste man ja jeden Laden und Supermarkt schließen und natürlich auch die Drogenlabors der Weinbauern und die Brauereien.
Das ist schon alles ein wenig verrückt, wenn man wegen ein bisserl Gras so tut, als hätte man die schlimmsten Schwerverbrecher gefasst und ihre Sympathisanten (Kunden) ausgeforscht.
Ich frage mich wirklich, wie man einerseits Wohltätigkeitssaufen am Christkindlmarkt bewerben und gut heißen kann und anerseits wegen Mahiruana die Händler und sogar die Kunden (Verbraucher) kriminalisiert. Ich glaube die Verantwortlichen waren besoffen, als sie diese Gesetze schufen. Auch wenn ich persönlich prinzipiell gegen alle Suchtmittel bin, so finde ich die gesetzliche Handhabe sehr befremdend. Sie würde aber, wie viele, immer noch aktuelle und auch ganz neue Gesetze, sehr gut nach Schilda passen.
Marihuana und Droge auf Wikipedia.
Wie dem auch sei, solange keine Umweltbanden nach jahrelanger Observation ausgehoben werden, die nachweislich mehrere Papierl weg geschmissen haben, oder gar einen Kaugummi oder einen Zigarettenstummel auf den Gehsteig spuckten, sehe ich keinen zwingenden Grund selbst politisch aktiv zu werden. cloudheartsitplz

Legalisierung von Drogen (2)

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Hotel-OS Handbuch 1.0

So, die deutschsprachige Version des Handbuchs für Hotel-OS wurde nun endlich fertig gestellt. Jetzt muss ich nur noch meine Englischkenntnisse für die Übersetzung strapazieren. Ach, hätte ich in der Schule doch besser aufgepasst! 😉

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Achtung, das Wegwerfen von Zigarettenstummeln wird bestraft!

Es liegen angeblich schon 450 Anzeigen vor und die Schildbürger wollen mit dem Geld Mistkübel mit Aschenbecher anschaffen. Das heißt, man wird bestraft, wenn man eine Zigarettenstummel auf die Straße schmeißt und mit dem Geld wird das aufgestellt, was vorher mangels Vorhandenseins zu der Straftat führte.
Das ist zwar Verleitung zu einer Straftat und außerdem wird das Gesetz geheim gehalten, damit die Schildbürger möglichst viele Bürger strafen können, aber was wollen wir dagegen machen?
Nichts, können wir dagegen machen, außer uns dafür einsetzen, dass unsere Politiker sofort fristlos entlassen werden. Ich gründe vielleicht eine Partei, die gewährleisten soll, dass demnächst nicht auch „frech grinsen“ oder „lachen“ verboten werden wird in unserem schönen freien Land. Dann rufe ich zu Neuwahlen auf, denn langsam reicht es.
Die Partei wird PRGMPFÖ „Partei zur Rückeroberung der Grundrechte der Menschen und der persönlichen Freiheit in Österreich“ genannt werden, außer es hat jemand einen besseren Vorschlag.
Abgesehen davon soll sich diese Partei dafür verbürgen, dass endlich diese Lärmterroristen und Steuergeldspekulanten zur Verantwortung gezogen werden.
Hat jemand Vorschläge zur Umsetzung?

Siehe zu diesen neuen Wahnsinn auch
Zigarettenstummel auf der Straße – Strafe Zigarette wegwerfen und
Zigarettenstummel aus dem Auto werfen kann teuer werden sowie
Hohe Strafen für weggeworfene Zigaretten.

Vielleicht könnte man bald um die Genehmigung ansuchen, ein großes Pickerl am Parlamentsgebäude anbringen zu dürfen:
Achtung unser Politik kann Ihren Verstand gefährden und Ihre Geldbörse leeren!

Ich spucke zwar micht auf den Bürgersteig, aber vielleicht muss ich mich bald ununterbrochen ankotzen, weshalb ich zukünftig am besten nur mehr mit einem Sackerl für Erbrochenes unterwegs sein sollte.
Eventuell könnte man die Mistkübel noch um Spuck- und Kotznäpfe erweitern, denn die wird man blad benötigen, wenn das mit den Verboten und der Einschränkung der persönlichen Freiheit so weiter geht.

(1880)