Meridiane

(Last Updated On: 24. November 2009)

Jeweils 12 Meridiane, auf denen die Ch`i – Kräfte zirkulieren, durchströmen die rechte und die linke Körperseite. Auf diese Meridianen befinden sich 360 Akupunkturpunkte.

Die jeweiligen 12 Meridiane sind mit 6 YIN- (Sympathikus-) und 6 YANG- (Parasympathikus-) Organe verbunden und tragen auch deren Namen.

Solche Irritationen können Meridiane schwächen (Energiedefizit) oder schlechte Energie (Energieüberschuss) erzeugen. Dadurch kommen die Meridiane – YIN und YANG aus dem Gleichgewicht.

Zitat aus WIRKUNGSWEISE DER AKUPUNKTUR

Auf Verschiedene Meridiansysteme liest man:

Die klassischen Akupunkturpunkte befinden sich alle auf den 14 Kanälen (Shi Si Jing), die aus den zwölf Hauptmeridianen (Jing Mai) zusammen mit Konzeptionsgefäß (Ren Mai) und Lenkergefäß (Du Mai) bestehen. Die anderen Meridiane kreuzen diese 14 Kanäle an bestimmten Akupunkturpunkten.

Weiter findet man auf Wikipedia:

Jing Mai 12 Hauptmeridiane
Qi jing mai 8 Außerordentliche Gefäße
Jing jin 12 Leitbahnsehnen
Luo Mai 15 Verbindungskanäle
Jing bie 12 Sondermeridiane
Jing shui Wasserbahnen

Den Hauptmeridianen wird jeweils auch eine Fließrichtung zugeschrieben:

* Yin-Meridiane verlaufen von den Zehen zum Stamm und vom Stamm zu den Fingern.
* Yang-Meridiane verlaufen von den Fingern zum Gesicht und vom Gesicht zu den Zehen.

Die Hauptmeridiane ergeben nach den Vorstellungen von TCM-Anhängern einen Kreislauf, der im Laufe eines Tages komplett durchlaufen wird, so dass jeder Meridian jeweils zu seiner Uhrzeit für zwei Stunden ein Maximum erreicht

zwei Tabellen zeigen:
Metall (金) Lunge Lu 03-05 Tai Yin Yīn Trauer Nase Haut
Metall (金) Dickdarm Di 05-07 Yang Ming Yáng Trauer Nase Haut
Erde (土) Magen Ma 07-09 Yang Ming Yáng Sorge Lippen Bindegewebe
Erde (土) Milz Mi 09-11 Tai Yin Yīn Sorge Lippen Bindegewebe
Feuer (火) Herz He 11-13 Shao Yin Yīn Freude Zunge Blut
Feuer (火) Dünndarm Dü 13-15 Tai Yang Yáng Freude Zunge Blut
Wasser (水) Blase Bl 15-17 Tai Yang Yáng Angst Ohr Knochen
Wasser (水) Niere Ni 17-19 Shao Yin Yīn Angst Ohr Knochen
Feuer (火) Perikard Pe 19-21 Jue Yin Yīn Freude Zunge Blut
Feuer (火) 3facher Erwärmer 3E 21-23 Shao Yang Yáng Freude Zunge Blut
Holz (木) Gallenblase Gb 23-01 Shao Yang Yáng Wut Auge Muskel
Holz (木) Leber Le 01-03 Jue Yin Yīn Wut Auge Muskel

und
Mi 4 Chong Mai Durchdringendes Gefäß Vater Medianebene und Frontalebene
Pe 6 Yin Wei Mai Yin-Bindegefäß Mutter Frontalebene
Dü 3 Du Mai Du/LG Lenkergefäß Ehemann Medianebene
Bl 62 Yang Qiao Mai Yang-Fersengefäß Ehefrau Frontalebene
Gb 41 Dai Mai Gürtelgefäß männlich Transversalebene
3E 5 Yang Wei Mai Yang-Bindegefäß weiblich Medianebene
Lu 7 Ren Mai Ren/KG Konzeptionsgefäß Meister Medianebene
Ni 6 Yin Qiao Mai Yin-Fersengefäß Gast Frontalebene

5 Wandlungsphasen

5 Wandlungsphasen

Auf die einzelnen Meridiane, Organe und Übungen werde ich später näher eingehen, hier möchte ich noch kurz die 5 Elemente, Wandlungsphasen und das Qi anführen.

Eine Schlüsselrolle im medizinischen Diskurs der chinesischen Tradition spielt der Begriff „Qi“. Der Organismus erscheint als außerordentlich komplexes Gefüge dynamischer Qi-Strukturen….
Der Gedanke, dass allem Geschehen in der Natur und in der Gesellschaft eine Spannung nach Yin und Yang innewohnt, ist nicht nur in der chinesischen Medizin zu finden. Er ist im „Yijing“ zu finden, einem der „Klassiker“, die lange vor dem Erscheinen von Konfuzianismus und Daoismus niedergeschrieben wurden, und ist tief in der mentalen Verfassung und körperlichen Empfindsamkeit der Chinesen verankert. …

Das Qi in den fünf Wandlungsphasen
An zweiter Stelle ist die Qi-Dynamik in einen Kreislauf eingebunden, der nach dem Muster von fünf Jahreszeiten verläuft. Jeder Kreis (Funktionskreis oder Orbis) geht aus einem vorherigen hervor und in den nächsten über. Es entstehen Gegensätze und Paare etwa nach dem Muster des Verhältnisses zwischen Großmutter und Enkel. Den Jahreszeiten sind fünf Elemente zugeordnet: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Der menschliche Organismus schließlich wird als ein Zusammenwirken von fünf „Organen“ begriffen, von denen jedes seinen besonderen Bezug zu einem der fünf Elemente und einer der fünf Jahreszeiten hat. Unter einander sind sie im Modus des auseinander Entstehens aneinander gebunden. Es sind die Leber, das Herz, die Milz, die Lunge und die Niere. Jeder dieser Begriffe deckt sich nur teilweise mit dem uns vertrauten Begriff. Im „Herz“ zum Beispiel ist neben dem Organ als Pumpe das Vermögen zur treffenden Form eingeschlossen. Physisches und Psychisches spielt immer und oft ununterscheidbar ineinander über. Neben allen sich daraus ergebenden Unterschieden dürfte der wichtigste der folgende sein: Die fünf Organe sind ein sich selbst erfüllendes Ganzes, ein Mikrokosmos als Abbild eines Makrokosmos, der mit seinen Jahreszeiten und Elementen mit dem individuellen Organismus sein Spiel treibt. Die Organe verhalten sich zum Organismus wie die fünf Jahreszeiten zum Zyklus des Entstehens und Vergehens und die fünf Elemente zum Ganzen des materiellen Seins.

Der Text oben stammt ebenfalls aus Wikipedia

Weblinks:
Yijing
Meridianlehre

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History

3 Gedanken zu „Meridiane“

  1. Ich stimme Dir hier überwiegend zu.
    Falls Du mehr über TCM und ihre Unzulänglichkeiten wissen willst, empfehle ich die Schriften von Paul U. Unschuld, mein 2. Dr.-Vater. Kritisch, aber fundiert!

    1. Hallo taiwandeutscher,
      Danke für deinen Kommentar. Ich hatte „circulus meridianus“ in Erinnerung, obwohl ich in Latein nie besonders gut war. Findet man allerdings auch schon im „Zentralgehirn der Menschen“ ich meine damit die Wikipedia, siehe Meridian. Ich liebe das Projekt, bin von Anfang an dabei gewesen und unkritisch sollte man ohnehin bei keiner Quelle sein.
      Termini machen mir immer schon Probleme, da ich es nicht einsehe, weshalb man vorhandene Wörter mit einem neuen Sinn belegen muss (das geschieht leider permanent, auch in den sogenannten Naturwissenschaften), statt einfach ein neues Wort zu schöpfen. Bei Übersetzungen ist dies allerdings oft recht schwierig und komplizierter, als wenn ich einfach meine Sprache benutze um mein Anliegen zum Ausdruck zu bringen. Bei letzterem sollte man kreativ sein und auch den Mut zu eigenen Wortschöpfungen aufbringen.
      Wie gesagt, bei Übersetzungen, will man also nichts eigenes schreiben, sondern möglichst sinngemäß die Worte anderer (Chinesen) in die eigene Sprache (Deutsch) bringen, ist das eine ganz andere Sache. Noch dazu bei den unzähligen Dialekten und bei dem Zeitunterschied. Man denke nur an die Entwicklung der Deutschen Sprache und schon wird klar, dass dies nicht einfach und niemals eindeutig sein kann, weshalb ich den Gebrauch von Wörtern, die aus anderen Bereichen bekannt sind, zu diesen Zweck für legitim und vernünftig erachte. „Netzleitbahnen“ ist nur moderner, aber wie unterscheide ich sie dann von den Leiterbahnen einer Platine, ich meine eines integrierten Schaltkreises? Dort gibt es Netzleitbahnen und wo ich einen Begriff her nehme ist nicht so wichtig, er muss möglichst gut passen, oder ich kreiere einen neuen. Warum sagt man eigentlich nicht einfach Qi-Bahnen, das wäre meiner Meinung naheliegend.
      Das ändert allerdings nichts an meinem Unverständnis für Meridiane, die u.a. dem Sympathikus und dem Parasympathikus zugeordnet werden.
      Die Chinesen können das vor tausenden Jahren unmöglich gewußt haben. Ich kapiere das nicht, aber das Yin Yang Prinzip passt auf die wesentlichsten Regulationsmechanismen der gesamten zweiwertigen Logik. Nicht nur die dualen Prinzipien sehe ich darin, sondern der Yin-Punkt im Yang zeigt mir auch Hegel, dem ja oft vorgeworfen wird, dass er dem Satz vom Widerspruch systematisch widerspicht, mit seiner Dialektik recht hatte.
      „dass etwas zugleich ist und nicht ist“ wird im Yin-Yang Symbol schön verdeutlicht, man muss nur die Zeit miteinbeziehen und ohne Zeit gibt es auch keine Betrachtung und keinen Versuch und keine Aussage.
      Ich denke an:
      Zeit, Zustand, Veränderung –> Taiji
      Eine andere Möglichkeit wäre die Flucht in die Fuzzy-Logik, eine mehrwertige Logik und eine analoge Sichweise der Dinge, denn diese ist ohne den Faktor Zeit ebenfalls nicht möglich. Das Problem ist immer wieder das Gleiche, man kann eine stetige Funktion solange zerlegen bis ich auf einer kontinuierlichen Kurve (Bahn) auf einen Punkt komme, denn Punkte gibt es nicht wirklich auf einer kontinuierlichen Kurve. Die Punkte können wieder als Bahn, Kurve usw. betrachtet werden die aus Punkten besteht und man kann einfach nie aus diesem Kreis ausbrechen, will man einen Punkt (Ort, Zustand) zu einem Zeitpunkt feststellen.
      Es kann nicht gehen, denn es gibt keinen kleinsten Punkt irgend einer Art, zu einem bestimmten Punkt auf der Zeitachse. Das ist wie die Suche nach sich selbst, oder nach Gott – das ist für mich eine falsche Fragestellung!
      Schon Tc-Lymphocten können besser Unterscheiden wer ich bin, als meine Persönlichkeit, oder mein Geist, es je können wird. Ich muss mit meinen Zellen zusammenarbeiten und soll keine sinnlosen Fragen stellen, sonst bleiben meine Zellen auf der Strecke und ich auch.
      Daher akzeptiere ich einfach, dass es Zustände gibt und das diese sich ändern können, dass es eine Dialektik gibt, dass die Summe aller Einzelteile mehr (weniger; etwas anderes) sein kann, als die mathematische Summe und dass es keine absolute Perspektive für Menschen geben kann.

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