Österreich hat eine neue Regierung

und ich will Neuwahlen, nach der Angelobung.

SPÖ und ÖVP haben sich auf eine große Koalition geeinigt. Wissen Sie welche Regierung wir vor den erzwungenen Neuwahlen hatten? Eine große Koalition und es kam zu Neuwahlen, weil die ÖVP nicht mit der SPÖ regieren konnte.
Yes, we stay! Nothing gonna change! Hätten sie ausrufen können, aber sie sprechen statt dessen von „Glaubwürdigkeit zurück gewinnen wollen“ und von „Menschen helfen wollen“. Etwas skurril, aber natürlich ehrbar, leider handelt es sich nicht etwa um Aussagen eines Sprechers der Caritas, sondern das sind die Schwerpunkte unserer neuen Koalition und die Kernaussagen vom neuen Kanzler und Vizekanzler.
Mr. X: Ali komm, machen wir Satire.
Ali: Kommt net in Frage, ich bin grad des zwoate mal bei der Österreicherprüfung durchgefallen. Mit mir kannst höchstens gemeinsam an Raki trinken.
Mr. X: Geh, warum bist du schon wieder durchgefallen?
Ali: Na, weil ich dachte in der Österreichischen Bundeshymne heißt es „Land der Söhne und der Töchter“, aber diese Tussi hat mich rausgeschmissen und gesagt, ich hätte keine Ahnung. So eine Trampel – ich wollte sie doch nur versteckt komplementtieren.

Mr. X: Ali, das heißt „ich wollte ihr doch nur ein verstecktes Kompliment machen“, also Deutsch kannst du ja wirklich nicht gut.
Ali: L.m.a.A….
Mr. X: Danke, ich will aber lieber Satire mit dir machen, ich zahle dir dafür einen Raki.
Ali: Gut, was muss ich tun?
Mr. X: Du musst mich immer fragen: „Warum?“ und du darfst, im Gegensatz zu unseren Politikern „ja“ oder „nein“ sagen, jeh nachdem was dir richtiger vorkommt.
Ali: Wieso im Gegensatz?
Mr. X: Wegen des Klubzwangs, aber das will ich dir jetzt nicht genauer erklären, du weißt ja nicht einmal wieviele Nationalratsabgeordnete mit Nebenbeschäftigung es im Parlament gibt.

Ali: Sicher, weiß ich das: „Viel zu viele, selbst wenn man die in der sogenannten Pensionisten nicht rechnet.“
Mr. X: Bravo, also hör zu: „Sobald die Regierung angelobt ist, fordere ich Neuwahlen.“
Ali: Wieso?
Mr. X: Das heißt „warum“?
Ali: Gehört nicht zu den mir erlaubten Wörtern, die Wortzensur stammt von dir selbst. Bitte überfordere mich nicht! Ja?
Mr. X: Sorry, Ali, das habe ich ganz vergessen, ist ja auch schon lange her. Aber es stimmt, das ist hier der Brauch, also halte dich bitte gefälligst dran.
Ali: Ja – lange her – 5 Minuten – alter Brauch.
Mr. X: Natürlich haben wir eine Neubesetzung und das ist gut für die Vollbeschäftigung, Wahlen sind die geniale Waffe gegen eine hohe Arbeitslosigkeit.
Ali: Wieso oder warum, die alten müssen ja abtreten?
Mr. X: Ja, meist werden sie ins Besenkammerl gesetzt, weil sie eh keiner mehr beachtet, aber sie sind gut versorgt und damit haben wir einen guten. neuen Arbeitsplatz dazugewonnen.
Ali: Ah, jetzt weiß ich, wieso du für Neuwahlen bist, damit die Arbeitslosigkeit nicht steigt.
Mr. X: Du bist ein Depp, doch nicht deswegen, sondern weil, wie die Ärzte schon singen: „lass die Leute reden und hör ihnen nicht zu, .. solange sie nur reden, machen sie nichts schlimmeres“ und ich sage: „lass die Politiker Regierung bilden und Neuwahlen machen, denn solange sie mit sich selbst beschäftigt sind, machen sie nichts schlimmeres….“

Ist das nicht originell, einen Quellennachweis für einen Titel zu erbringen, den ich nur ein wenig verbessert habe, auf „Österreich hat eine neue Regierung“? Hier ist er: SPÖ und ÖVP einigen sich: Große Koalition steht

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8 Gedanken zu „Österreich hat eine neue Regierung“

  1. Applaus für den Artikel. Er wurde im UnART-Forum unter folgendem Link zitiert:
    http://www.unart-forum.com/post282436.html#p282436

    Zitat aus dem Ufo-Artikel:
    Titel: Das verkaufte Land (Regierungsschwank in mehreren Akten)
    Wien – Das wohl unwiderruflich letzte Mal tritt Kabarettist Alfred Gusenbauer (SPÖ) heute, Mittwoch, mit seinem Kabinett zu einer Regierungssitzung zusammen. Den nächsten Ministerrat der SPÖVP-Laiengruppe übernimmt bereits der Wiener Kammerschauspieler W. W. Faymann als Bundeskanzler. Die Leitung des Komödienstadels „Hohes Haus“ verbleibt weiterhin Barbara Prammer (SPÖ) zum Aussitzen.

    Der 1. Akt des Regierungsschwanks „Das verkaufte Land“
    behandelt die Niederlassungsverordnung. Für Schlüsselpolitiker erhöht sich die Kroaten-Quote [···]

  2. Applaus für den Artikel. Er wurde im UnART-Forum unter folgendem Link zitiert:
    http://www.unart-forum.com/post282436.html#p282436

    Zitat aus dem Ufo-Artikel:
    Titel: Das verkaufte Land (Regierungsschwank in mehreren Akten)
    Wien – Das wohl unwiderruflich letzte Mal tritt Kabarettist Alfred Gusenbauer (SPÖ) heute, Mittwoch, mit seinem Kabinett zu einer Regierungssitzung zusammen. Den nächsten Ministerrat der SPÖVP-Laiengruppe übernimmt bereits der Wiener Kammerschauspieler W. W. Faymann als Bundeskanzler. Die Leitung des Komödienstadels „Hohes Haus“ verbleibt weiterhin Barbara Prammer (SPÖ) zum Aussitzen.

    Der 1. Akt des Regierungsschwanks „Das verkaufte Land“
    behandelt die Niederlassungsverordnung. Für Schlüsselpolitiker erhöht sich die Kroaten-Quote [···]

  3. Der Artikel auf Kurier.at ist zwar Stunden nach meinem Artikel erschienen, aber dafür wissen sie:

    Regierungsprogramm ist mit 267 Seiten umfangreicher denn je, viele heikle Punkte wurden allerdings ausgespart. Außenministerin Plassnik wirft das Handtuch. …
    Für den SPÖ-Chef ist klar: „Es geht um viel. Wir müssen die Glaubwürdigkeit zurückgewinnen.“ Der künftige Vizekanzler Josef Pröll gab sich ebenfalls staatstragend. „Wir haben den Boden gelegt für fünf Jahre harte Arbeit für Österreich.“ Das Land brauche jetzt eine Regierung, die „auf der Höhe der Zeit die richtigen Antworten gibt“.

    Auch Pröll formulierte einige Überschriften für die Arbeit der Regierung: Die Krise meistern; die Wirtschaft stärken; den Menschen helfen….

    Wow, Glaubwürdikeit zurückgewinnen und den Menschen helfen, das erwartet uns also in den nächste 5 Jahren. Naja, lass die Leute reden und hör ihnen nicht zu …

    Das halten sie niemals fünf Jahre durch, wenn doch spendiere ich ihnen eine Schokolade, vielleicht ist das eine neu Motivation. Übrigens, falls Sie einen Job suchen, ich glaube der Aussenminister ist noch zu vergeben. Ich bewerbe mich erst gar nicht, denn ich würde nicht ins Team passen, schließlich bin ich seit langem ans Arbeiten gewöhnt. 😉

    Auf WebNews gibt es zu disen Artikel auch Kommentare und Christine macht wieder einmal das Beste daraus indem sie meint:

    Was für ein desaster! Das Alte ist das Neue! Übern Tellerrand betrachtet ist es zwar besser als ein blauer Fleck mit braunem Rand, dennoch Stagnation pur.

  4. Liebe Schwester, so genau weiß ich das auch nicht, aber ich glaube, weil Higgersberger zu der Nationalelf nach der Europameisterschaft gesagt hat: „mir reicht’s“.
    Kann aber auch sein, das sich der Hans Wurst einen Karl daraus gemacht hat, als der gschupfte Ferdl, der einst die Mitzi entführt hat, seinen Peppi verloren hat und dann hat’s ihnen jedenfalls gereicht. Aber jetzt ist das eigentlich schon sehr egal wem, was gereicht hat, jedenfalls haben wir jetzt wieder eine tolle Regierung und ich wünsche ihr viel Erfolg und einen langen Bestand. Meinetwegen können sie die große Koalition sogar zum Gewohnheitsrecht machen, dann erspare ich mir nächsten Schustersonntag die Rennerei zur Urne.

  5. Liebe Schwester, so genau weiß ich das auch nicht, aber ich glaube, weil Higgersberger zu der Nationalelf nach der Europameisterschaft gesagt hat: „mir reicht’s“.
    Kann aber auch sein, das sich der Hans Wurst einen Karl daraus gemacht hat, als der gschupfte Ferdl, der einst die Mitzi entführt hat, seinen Peppi verloren hat und dann hat’s ihnen jedenfalls gereicht. Aber jetzt ist das eigentlich schon sehr egal wem, was gereicht hat, jedenfalls haben wir jetzt wieder eine tolle Regierung und ich wünsche ihr viel Erfolg und einen langen Bestand. Meinetwegen können sie die große Koalition sogar zum Gewohnheitsrecht machen, dann erspare ich mir nächsten Schustersonntag die Rennerei zur Urne.

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