AUA, das tut weh! – Autsch für Ötsch!

(Last Updated On: 30. Oktober 2008)

Zu dem Artikel Aus für AUA-Chef Ötsch?

Nach einer aktuellen Meinungsumfrage lehnt eine klare Mehrheit von 80 Prozent der Bevölkerung eine staatliche Schuldenübernahme bei der AUA ab, nur damit diese an die Lufthansa verkauft werden kann. Dennoch haben SPÖ und ÖVP am Mittwoch die 500-Millionen-Euro-Mitgift beschlossen, wobei neue Schwierigkeiten – nicht nur mit der ausstehenden EU-Genehmigung – drohen. ….

gibt es viele Reaktionen auf kurier.at, aber den ersten von Gibson R. möchte ich hier gerne zitieren:

Staatliche Mittel streichen, die Manager fristlos und ohne Abfertigung entlassen, die AUA zusperren. Auch wenn hierbis zu 50 000 Arbeitsplätze betroffen sind. Pech gehabt. Kümmert es denn einen AUA Mitarbeiter, wenn ich oder sonst einer seinen Job verliert? Bestimmt nicht. Warum sollte dann das Volk Betroffenheit zeigen, wenn die AUA Mitarbeiter auf der Strasse landen? Denn das werden sie ohnehin. Wer auch immer diesen maroden Betrieb kaufen wird, hat es nur auf die Linien abgesehen. Kein Steuergeld für die AUA.

Es geht durchwegs in dieser Richtung weiter. Ich denke die Steuerzahler haben langsam die Nase voll, insbesondere auch von den Banken. Wenn ich bedenke, dass viele junge Menschen einen Kredit nehmen müssen, um einen Familie gründen zu können und dann jahrelang mit den Rückzahlung und der Verschuldung kämpfen, weil die Banken horrende Summen dafür verlangen, dann verstehe ich sehr gut, dass sie nun nicht auch noch ihre Steuergelder den Banken und Unternehmen wie der AUA in den Rachen werfen möchten.

Haftet etwa der Steuerzahler für die Unfähigkeit mancher Unternehmen bzw. deren Management?

Begrüßenswert finde ich Reaktion von VP.Obmann Josef Pröll, der mit den Managern der AUA hart ins Gericht geht und die Manager-Gagen gekürzt sehen will.

Aber was soll’s, nach Studien des Wirtschaftsforschungsinstitutes werden bis 2011 bis zu 100.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, das bedeutet eine Steigerung um etwa 50 Prozent gegenüber heute und die brauchen sich dann wenigstens keine Sorgen mehr um die Verwendung ihrer Steuergelder machen.

Die Finanzmärkte werden nicht staatlich kontrolliert, die Korruption erlebt seit Jahren eine Blütezeit, die sozialen Leistungen dafür einen absoluten Tiefstand, die Konjunktur ist vorbei und die Finanzkrise da, aber unser Politiker haben kaum anderen Sorgen als Europause, Neuwahlen und Regierungbildung.

Übrigens ist erstaunlich, wer den eigentlich „der“ Steuerzahler ist, nicht etwa die Gewinnsteuer, der großen, tollen Firmen, deren Bosse sich mit der Firmenlimousine zum wichtigen Geschäftsessen fahren lassen macht den größten Teil der Steuergelder aus, sonder die Lohnsteuer!

Fazit, es wird Zeit, dass unsere Demokratie mittels moderner Technologien etwas unmittelbarer und durchschaubarer wird.

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